20.04.2011, 13:45 Uhr

THOMAS PARITS: „IN RIED GEMEINSAM EIN ZEICHEN SETZEN!“

Thomas Parits: „In Ried gemeinsam ein Zeichen setzen!“

Am Tag nach dem 0:4 gegen Austria Lustenau herrscht bei der Wiener Austria Ernüchterung, gleichzeitig wurden aber in der Austria-Kabine die Weichen für ein hoffentlich umso erfolgreiches Meisterschaftsfinish gelegt. AG-Vorstand Thomas Parits und Trainer Karl Daxbacher leiteten eine fast einstündige Aussprache, die für Parits aber nur ein erster Schritt war: „Wie für die Fans war auch für mich diese Niederlage die größte Enttäuschung in meinen vier Jahren hier. Jetzt heißt es aber konstruktiv an das Problem heranzugehen. Ich habe im Moment das Gefühl, dass eine Blockade da ist und die muss behoben werden.“


Parits dazu weiter: „In den vergangenen vier Tagen haben wir zwei Spiele verloren, bei denen die Ausgangsposition ähnlich war. Gegen Mattersburg hatten wir zu Hause überhaupt noch nie als Verlierer den Platz verlassen  und auch gegen einen Zweitligisten war es zumindest auf dem Papier eine klare Sache. Fakt ist, dass wir es gegen die Burgenländer verabsäumt haben uns in der Meisterschaft abzusetzen und gegen Lustenau unter die letzten Vier im Cup zu kommen. Das schmerzt, ist aber nicht mehr zu ändern.“


Was den sportlichen Leiter der Veilchen vor allem traf, war aber, wie die Niederlagen zustande kamen: „Die Art, wie wir uns präsentierten, habe ich in der Generali Arena noch nicht gesehen. Schlussendlich hatten wir in 180 Minuten nur zwei echte Torchancen und wenn wir ein Tor bekommen haben, ging die Linie im Spiel verloren. Wir müssen jetzt schauen über den Kampf wieder aus dieser Lage herauszukommen. Wir müssen noch mehr laufen, noch konsequenter in die Zweikämpfe gehen und uns schlicht am eigenen Kragen aus dieser unangenehmen Situation wieder herausziehen!“


Dafür soll laut Parits auch eine mannschaftsinterne Aussprache das Ihre beitragen: „Das Team wird sich ohne uns zusammensetzen, die Situation für sich selbst analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen.  Am Ende sind sie es schließlich, die am Platz stehen. Diese Mannschaft ist ein eingeschworener Haufen und  sie können von innen heraus das Meiste bewirken.“


Vor den zwei wichtigen Auswärtsspielen in Ried und Wiener Neustadt hat sich für Parits an den Saisonzielen nichts geändert: „Selbst nach diesen Rückschlägen sind wir immer noch Erster. Jetzt müssen wir Charakter zeigen. Wir müssen aufstehen und zeigen, was definitiv in dieser Mannschaft steckt. So wie vorher nicht alles perfekt war, ist jetzt auch nicht alles schlecht. Drauf hauen und Schuldzuweisungen wären jetzt absolut fehl am Platz. Die Mannschaft hat das Fußballspielen nicht verlernt. Immerhin hat exakt die selbe Truppe vor wenigen Wochen noch die Gegner schwindlig gespielt. Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf müssen wir an dieser schwierigen Situation reifen. Ich glaube einfach daran, dass diese Mannschaft die richtige Reaktion zeigen wird.“


Vergangene Saison hat die Austria für ihn solch eine ähnliche Situation schon einmal erlebt und erfolgreich bewältigt: „Innerhalb weniger Tage haben wir gegen den LASK zuerst daheim und dann im Cup auf der Gugl zwei Mal überraschend verloren. Dann haben wir aber viel Moral gezeigt, gleich darauf in Ried gewonnen und einen Erfolgsrun gestartet. Genau das kann mit der entsprechenden Einstellung und dem Willen jedes einzelnen, alles für den Erfolg aus sich heraus zu holen, wieder gelingen.“


Die Parole für die verbleibenden sieben Meisterschaftsspiele ist für Parits damit klar: „Jetzt erst Recht! Noch ist in der Liga nichts passiert, wir können und müssen in Oberösterreich ein Zeichen setzen. Für uns, für den Verein und vor allem für unsere Fans!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle