11.03.2011, 14:30 Uhr

THOMAS PARITS: „DIE MANNSCHAFT IST SO WEIT!“

Thomas Parits: „Die Mannschaft ist so weit!“

Die Erwartungshaltung an die Austria ist vor dem 296. Wiener Derby groß. Trainer Karl Daxbacher ist sich dieser Ausgangsposition bewusst: „Wir sind Tabellenführer, die Austria-Fans erhoffen sich einen Sieg und auch wir sind nur mit einem Erfolg wirklich zufrieden.“ Von der vermeintlichen Favoritenrolle selbst hält der violette Chefcoach aber wenig: „Jeder Ausgang ist möglich. Die Wahrheit ist, dass eine Szene ein Spiel entscheiden kann. Es gewinnt nicht immer die bessere, sondern oft auch die glücklichere Mannschaft.“


Ein gute Beispiel ist für ihn dabei das letzte Gastspiel der Hütteldorfer in der Generali-Arena: „Wir haben damals eine der besten Halbzeiten der Saison gegen sie gespielt und kassierten dann aus dem Nichts durch einem Standard ein unglückliches Tor. In einer Szene haben wir danach die Nerven verloren, Rot erhalten und der Schnee kam dazu. Schlussendlich standen wir ohne Punkte da. Es kann alles passieren, aber sicher nimmt man auch aus solchen Spielen die richtigen Schlüsse mit.“


Den Druck sieht er vor diesem Kracher gleich verteilt: „Wir wollen unbedingt vorne bleiben, Rapid den Abstand auf die Spitzenteams verkürzen. Beide haben Ambitionen.“ Dass der Gegner derzeit in der Tabelle nur auf Platz sechs rangiert, ist für Daxbacher kaum repräsentativ: „Vom Leistungsvermögen ist Rapid viel weiter vorne einzuordnen. In Mattersburg haben sie auf einem Eislaufplatz verloren, in Salzburg immerhin ein 1:1 geholt und die zwei Heimspiele wurden auch souverän gewonnen.“


Den Ausfall von einigen Stammspielern beim Stadtrivalen will Daxbacher nicht überbewerten: „Bei Spitzenteams ist die Kaderdichte auch qualitativ hoch. Spieler, die neu in die Mannschaft kommen, sind mitunter sogar sehr gefährlich, weil sie sich umso mehr beweisen wollen. Gerade wer eine starke Derby-Performance abliefert, kann danach nur schwer aus dem Team genommen werden.“


Worauf man bei Rapid am Sonntag besonders achten muss, ist für ihn klar: „Ihre größte Stärke ist, dass sie wieder auf Steffen Hofmann zurückgreifen können. Abgesehen davon dürfen wir uns auf ihren gewohnten Kampfgeist gefasst machen. Wir sind vorbereitet und wissen, dass eine schwere Aufgaben auf uns zukommt.“


AG-Vorstand Thomas Parits ist überzeugt, dass die Austria für diese Aufgabe gerade nach dem starken Frühjahrsauftakt gut gerüstet ist: „Unsere Mannschaft ist so weit. Sie können auch unter Druck eine kompakte Leistung abrufen. Gegen Ried hat man das genauso gesehen wie gegen Sturm Graz. Es wartet einer der absoluten Höhepunkte der Saison auf uns. Wir haben eine große Chance und die wollen wir jetzt nützen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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