06.10.2011, 12:00 Uhr

SUPER-JOKER MICHAEL LIENDL: „JETZT DÜRFEN WIR NICHT NACHLASSEN!“

Super-Joker Michael Liendl: „Jetzt dürfen wir nicht nachlassen!“

Gerade einmal 23 Minuten stand Michael Liendl in den vergangenen zwei Spielen gegen Sturm Graz und den FC Salzburg am Platz. Dennoch gab der violette Super-Joker beiden Spielen mitunter die entscheidende Wende. Gegen die Steirer wurde Liendl in der 77. Minute eingewechselt und traf mit der ersten Ballberührung per sehenswertem Weitschuss zum so wichtigen Ausgleich, ehe Nacer Barazite noch den Siegestreffer zum 2:1 erzielen sollte.


Am vergangenen Wochenende gegen Salzburg betrat der gebürtige Vorarlberger sogar erst in der 82. Minute den Rasen und lieferte in der Nachspielzeit mit einem Zucker-Querpass, den Alex Grünwald über die Linie drückte,  einen idealen Assist für den Last-Minute-Sieg.


„Es waren für mich zwei enorm wichtige Erfolgserlebnisse, dass ich trotz weniger Spielminuten noch wirklich Einfluss auf den Matchausgang nehmen konnte“, freut sich Liendl auch einige Tage nach den beiden Partien über seinen wichtigen Part in diesen Begegnungen. Aufwärts geht es für ihn aber sogar schon etwas länger: „Im Cup gegen Allerheiligen war meine Leistung bereits sehr in Ordnung und seitdem läuft es für mich insgesamt wieder etwas besser.“


Auch wenn es in dieser Saison also vorerst nur selten für die Startelf reichen sollte, stand er in den bisher 20 violetten Pflichtspielen immerhin elf Mal am Platz. Zumeist ist der 25-Jährige derzeit einer jener Spieler von Coach Karl Daxbacher, der bei notwendigen Offensivimpulsen als einer der Ersten ins Spiel gebracht wird.


Auch wenn es für einen Fußballer vielleicht noch nicht die Idealsituation ist, gewinnt er selbst dieser Lage etwas Gutes ab: „Wir haben einen enorm starken und ausgeglichenen Kader. Allein schon um auf das Blankett zu kommen heißt es in jedem Training voll da zu sein. Wenn man spielen will, gibt es eigentlich gar keine Möglichkeit sich hängen zu lassen. Angesichts der Dichte und der großen Konkurrenz darf man sich nichts erlauben.“ Ein weiterer Grund dafür liegt bei ihm auf der Hand: „Bei uns sind fast alle gerade wirklich gut in Form, deswegen haben wir zuletzt auch spielerisch wirklich überzeugen können.“


Die Länderspielpause kommt nach dem anstrengenden Programm trotzdem gerade richtig und ist angesichts der guten Ergebnisse  noch einmal deutlich angenehmer: „Klar lässt es sich mit den vier Erfolgen im Rücken noch einmal leichter ruhen. Trotzdem weiß jeder bei uns gerade nach den letzten Partien, wie nahe Sieg und Niederlage  beieinander liegen. Es war enorm wichtig in diesen Spielen die Punkte einzufahren um an der Spitze dran zu bleiben.“

Und in dieser Tonart geht es in zehn Tagen für die Veilchen gleich weiter, so Liendl: „Mit diesem Schwung im Rücken dürfen wir jetzt keinenfalls nachlassen. Mit Ried auswärts, dem Wiener Derby und den beiden Europacup-Partien gegen Alkmaar wartet auf uns schon bald eine ähnliches Programm. In Ried punktet niemand leicht und auch das Heim-Derby wird uns alles abverlangen.“

 

Dem Europacup-Duell gegen Hollands Tabellenführer Alkmaar blickt er dagegen gelassener entgegen: „Favorit sind wir dort mit Sicherheit nicht. Eigentlich können wir befreit in dieses Match gehen und wer weiß, was dann dort möglich ist. Genauso wie kurz darauf zu Hause, wo wir mit unseren Fans und einer vollen Generali Arena im Rücken jeden Gegner vor Probleme stellen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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