14.03.2011, 13:55 Uhr

STARTELF-DEBÜTANT DILAVER BLICKT SCHON RICHTUNG SALZBURG

Startelf-Debütant Dilaver blickt schon Richtung Salzburg

Emir Dilaver war bei der knappen 0:1-Niederlage im Derby gestern sicher einer der Lichtblicke. Der 19-Jährige war kurzfristig für den erkrankten Julian Baumgartlinger eingesprungen und lieferte im defensiven Mittelfeld ein sehr ordentliches Debüt in der violetten Startelf ab. Immer am Mann, stets aggressiv und hellwach und auch in der Luft hatte er Ball und Gegner voll unter Kontrolle.


Am Tag danach zeigte sich aber bei ihm nach seiner ambitionierten Vorstellung dennoch leichte Katerstimmung: „Klar bin ich etwas niedergeschlagen, auch wenn das vergangene Wochenende trotz allem ein wichtiger Schritt für mich persönlich war.“

 

Erfahren hatte der U21-Teamspieler, der seit seinem 10. Lebensjahr alle Nachwuchsteams der Austria durchlaufen hatte, von seinem Einsatz einen Tag vor dem Match. „Es war doch eine tolle Überraschung für mich, schließlich habe ich auf dieses Ziel Jahre lang hingearbeitet. Dann ausgerechnet im Derby erstmals von Beginn weg aufzulaufen war der Hit. Schließlich ist das nicht irgendein Spiel.“


Im Match selbst hatte er keine gröberen Anpassungsprobleme: „Am Anfang ein paar sichere Pässe um ins Spiel zu kommen und dann habe ich es eigentlich nur mehr genossen. Bei den ersten Fangesängen hatte ich die ärgste Gänsehaut meines Lebens. Für diese Augenblicke hat sich wirklich alles gelohnt.“


Auf Sicht ist bei ihm aber trotz der ansprechenden Leistung sicher noch viel mehr möglich: „Gerade auf der Position des Sechsers erarbeitet man sich das Selbstvertrauen von Match zu Match, muss sicher erst in diese Rolle wachsen. Fehler wiegen doppelt und deshalb heißt es nicht unnötig einen Abspielfehler in Kauf zu nehmen. Mit der Zeit wird man dann mutiger und kann auch kalkulierbares Risiko nehmen.“


Zum perfekten Einstand fehlte dem Youngster nur das Tor. Die große Chance dazu hatte er in der 63. Minute. „Sonnleitner und Soma hatten bei einem Corner komplett auf mich vergessen und ich habe schon gesehen, dass der Ball genau bei mir landen wird. Die Hälfte der Spieler stand auf der Torlinie. Bei dem dichten Verkehr habe ich mich für einen Boden-auf-Kopfball  entschlossen, leider hat Schimpelsberger den gerade noch von der Linie gekratzt. Hätte der gesessen, wäre ich zum Jubeln auf die Querlatte geklettert“, hadert er am Tag danach noch etwas mit dem Abschlusspech.


Die gedrückte Stimmung nach Abpfiff in der Mannschaft war für ihn da nur verständlich: „Es ist einfach verdammt ärgerlich. Wir hatten die Chancen, aber haben sie nicht verwertet.“ Der freie Tag kommt heute da genau recht und ab Dienstag sind die Augen für Dilaver schon auf das nächste Highlight gerichtet: „Von einer Niederlage sind wir jetzt sicher nicht gebrochen. Wenn der erste Ärger verraucht ist, heißt es jetzt umso mehr Gas zu geben. Wir alle wissen, dass wir schon in Salzburg vieles wieder gut machen können!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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