06.04.2011, 13:07 Uhr

SPORTZEITUNG: SO LEGTE TOMAS JUN SEINEN TORKOMPLEX AB

SPORTZEITUNG: So legte Tomas Jun seinen Torkomplex ab

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Wir haben die aktuelle Jun-Story für alle User von www.fk-austria.at und wünschen viel Spaß damit!
 

Top-Assistgeber der Liga. Man hat ihn schon abgeschrieben. Und mit seinen vergebenen Chancen auch ein wenig den erhofften Titel für die Austria. Doch jetzt hat Tomas Jun wieder getroffen – und die Fans dürfen deshalb mehr denn je vom großen Coup träumen.

 

Selbst Austria-Legende Herbert Prohaska schüttelte nach der Derby-Niederlage den Kopf: „Wahnsinn, was der Tomas Jun für Chancen vergibt. Würde er nur die Hälfte verwerten – die Vorentscheidung in Sachen Titel wäre längst für die Veilchen gefallen.“ Und mit dieser Meinung stand er nicht alleine da …

 

Die (Tor)Statistik gab den Kritikern auch recht. Einen einzigen Treffer hatte der 28-jährige Tscheche in den 21 Spielen (allerdings war er da nur 1.301 Minuten auf Platz; Anm. d. Red.) vor der Partie gegen Kapfenberg erzielt. Ansonsten war das gegnerische Gehäuse einfach wie vernagelt. „Ich bin zwar kein Stürmer, der unglücklich ist, wenn er nicht trifft, aber natürlich fängt man ein wenig an nachzudenken, wenn es vor dem Tor so verhext ist.

 

Und wenn man zu viel denkt, dann fehlt auch ein wenig das Gefühl für den richtigen Moment“, erinnert sich Tomas Jun gar nicht so gerne an die letzten Wochen und Monate zurück, in denen ihn auch immer wieder Verletzungen und Krankheiten (auch in der Woche der Länderspielpause plagte ihn wieder einmal eine leichte Grippe; Anm. d. Red.) zurückgeworfen haben.

 

Jetzt kann er diese Gedanken beiseite schieben. Denn die Torsperre ist gebrochen: Gegen Kapfenberg erzielte er seine ersten beiden Heimtore in dieser Saison. So ein Doppelpack war ihm zuletzt in der Schlussrunde der letzten Saison gelungen – auch damals gewann die Austria … „Wir haben gewonnen – das ist viel wichtiger als meine Tore“, wehrte Jun nach dem Erfolg über die Obersteirer die Gratulationen ab. Sprach von einem „harten Stück Arbeit“ und einem „Pflichtsieg, wenn man Meister werden will“.

 

Seine Person rückte er – ganz wie es seine Art ist – in den Hintergrund. Doch die Kollegen holten ihn ganz schnell wieder vor den Vorhang. Etwa Manuel Ortlechner: „Ich freue mich ganz besonders für Tomas. Für ihn ist der Doppelpack ganz wichtig, weil er Woche für Woche Extraschichten schiebt. Ich gönne ihm den Erfolg sehr. Ich denke, er wird uns in den kommenden Wochen noch viel Freude machen – jetzt ist ihm der Knopf aufgegangen.“

 

 

Wovon auch Trainer Karl Daxbacher überzeugt ist: „Er ist ein ganz hervorragender Stürmer, der leider sein Potenzial wegen der vielen Verletzungen und Wehwehchen in den letzten Monaten nie ganz abrufen kann. Aber jetzt hat er seinen Torkomplex abgelegt. Jetzt wird es nicht nur Jun-Assits, sondern auch wieder Tore geben …“

 

Wobei er mit den Assists eine weitere Stärke des Tschechen anspricht: Mit bereits neun Torvorlagen ist Tomas Jun die Nummer 1 in der Liga (vor Teamkollegen Junuzovic!). „Wenn er auf dem Feld ist, zieht er die Bälle regelrecht an und bewegt sich sehr gut – es macht irrsinnig Spaß mit ihm zusamen zu spielen“, so der rotweißrote Teamspieler Baumartlinger, der selbst in den letzten Wochen zum Sieggaranten geworden ist: Der Tabellenführer hat nämlich nur jenes Spiel verloren, in dem die Austria-Arbeitsbiene gefehlt hat – das Derby gegen Rapid.

 

Natürlich will Tomas Jun jetzt die Meisterschale holen („Das ist unser ganz großes Ziel“). Natürlich will er seinen Teil dazu beitragen. Aber er bleibt weiter vorsichtig: „Es sind noch neun schwere Spiele zu absolvieren – die Vorsprung ist angenehm, aber kein Ruhekissen.“

 

Das sieht auch Trainer Karl Daxbacher so, der das Bundesliga-Wochenende so richtig genossen hat. „Was gibt es Schöneres, als sich auf Coach anzusehen, wie die Konkurrenz wichtige Punkte liegen lässt“, verrät er sein Sonntagsprogramm. Um aber gleich anzufügen: „Das geht aber nur so relaxed, wenn man selbst zuerst die eigenen Spiele gewinnt. Und wir müssen noch einige Partien gewinnen, um am Ende ganz oben zu stehen.“

 

Gleich einmal am kommenden Sonntag im „Rückspiel“ gegen Kapfenberg. Da will Daxbacher die nächsten Big Points holen. „Aber wir werden nur auf den Gegner schauen, nicht auf die Tabelle“, interessiert den Niederösterreicher vorweg das Programm der Konkurrenz nicht, „wichtig ist nur unsere Leistung!“Und ein Tomas Jun, der wieder trifft? „Wie schon gesagt – es ist mir egal. Ich freue mich auch über Assists – und am meisten über Siege“, lacht der nunmehr „auferstandene“ Goalgetter. 

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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