22.03.2011, 14:00 Uhr

PETER HLINKA MACHT DIE ERSTEN WICHTIGEN SCHRITTE AM WEG ZURÜCK

Peter Hlinka macht die ersten wichtigen Schritte am Weg zurück

Im Herbst verpasste der violette Dauerläufer Peter Hlinka von 28 Pflichtspielen der Wiener Austria gerade einmal ein Cup-Match bei den Kapfenberger Amateuren. Seit dem Wintertrainingslager hat unser Routinier aber mit langwierigen Achillessehnenproblemen zu kämpfen und konnte nicht mehr für die Veilchen auflaufen.


Langsam, aber doch, ist er nun auf dem Weg zurück. Das wichtigste Motto für ihn dabei: „Nichts übereilen, um Rückschläge zu vermeiden. Diese Entzündung erinnert mich ein wenig an meine Schambeinprobleme vor einigen Jahren, auch damals war Geduld gefragt.“ Physiotherapeut Freddy Siemes nimmt sich Hlinka im IMSB-Institut in der Südstadt genauso intensiv an, wie ein Osteopath  und natürlich die gesamte medizinische Abteilung der Austria.

 

Fußballschuhe sind aufgrund der Reibung und den dadurch bedingten Schmerzen derzeit noch kein Thema, dafür gab es mittlerweile schon wieder erste leichte Einheiten auf dem Laufband. Der besondere Trick: Bei den Laufschuhen des Slowaken wurde an der Stelle der Achillessehne ein Teil des Schuhes ausgeschnitten, damit die heikle Stelle möglich wenig gereizt wird.


Es wird also mit allen Tricks und Finten gearbeitet, um Hlinka schnellstmöglich wieder heranzuführen. Ein konkretes Comeback-Datum setzt er sich trotzdem nicht: „Das Resultat wird das selbe sein, wenn ich schmerzfrei bin und wieder voll im Saft stehe, bin ich wieder da. Alles andere sind Spekulationen, weil niemand weiß, wie die Sehne, die zum Glück keinerlei ernsten Schaden genommen hat, auf alle Maßnahmen reagiert. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, werden wir den nächsten Schritt nehmen."

 

Genau dafür stehen derzeit durchblutungsfördernde Therapieeinheiten am Programm. Auch Stabilisationsübungen und der nötige konditionelle Background kommt unter anderem beim Spinningtraining am Rad nicht zu kurz. Bei allem Ehrgeiz heißt es vorerst aber zumindest noch, weniger ist mehr, um den Heilungsverlauf nicht zu gefährden.


Die eine oder andere Einheit der Mannschaft verfolgt Hlinka zwar mit gespannten Blicken, zu viele dann aber auch wieder nicht: „Ich hasse es, nicht dabei sein zu können und konzentriere mich lieber auf meine Genesung.“ Das bisher sehenswerte Frühjahr seiner Kollegen ist dem im positiven Sinne Fußballverrückten natürlich nicht verborgen geblieben: „Wir sind von Platz vier gestartet und stehen zehn Runde vor dem Meisterschaftsfinale auf Platz eins. Wir haben also viel richtig gemacht und am Wochenende in Salzburg einen ganz wichtigen Punkt geholt. Vor der Pause war Salzburg dominant, in Hälfte zwei haben wir aber gezeigt, dass wir nicht zu Unrecht an der Spitze stehen.“


Da die halbe Liga diese Saison um den Titel mitmischt ist für ihn eines umso wichtiger: „Gerade in dieser Situation entscheidet wirklich jedes einzelne Match, jeder Punkt, möglicherweise selbst jeder Zweikampf. Totale Konzentration ist daher gerade in dieser Phase der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich auch nur kurz hängen lässt, wird bestraft.“


Auch für die Doppelrunde gegen Kapfenberg trifft exakt diese Analyse zu: „Sie werden bei uns defensiv  und über den Konter agieren und Kämpfen bis zum Umfallen. Ich bin aber guter Dinge, dass unser Trainerteam taktisch wie schon so oft in den vergangenen Wochen die passende Antwort findet und wir zunächst einmal im Heimspiel die vollen Punkte einfahren können. Ich drücke fest die Daumen und hoffentlich kann ich selbst schon bald wieder tatkräftig mithelfen.“ Genau das wünscht ihm an dieser Stelle auch die gesamte violette Familie!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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