27.04.2011, 13:30 Uhr

PETER HLINKA: „GIBT KEINEN SCHÖNHEITSPREIS ZU GEWINNEN!“

Peter Hlinka: „Gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen!“

Vier Monate waren seit dem bislang letzten Pflichtspiel von Austrias Mittelfeldroutinier Peter Hlinka vergangen. Vergangenes Wochenende gab der vielfache slowakische Teamspieler gegen Ried (1:1) sein heiß ersehntes Comeback. Eine Stunde lang zog er im defensiven Mittelfeld der Veilchen die Fäden. Sein trockenes Resümee: „Ich hatte gute und schlechte Momente, aber da ich Perfektionist bin, war ich mit meiner Vorstellung nicht restlos zufrieden. Es gibt noch reichlich Luft nach oben.“


Die wichtigste Erkenntnis war aber ohnedies eine andere, denn die lädierte Achillesferse hielt dem ersten Belastungstest unter Wettkampfbedingungen stand, der lange Leidensweg, der viel Geduld kostete, ist damit endlich zu Ende. Peter Hlinka steht der Austria im Meisterschaftsfinish wieder fit zu Verfügung. Auch für ihn war daher die Erleichterung groß: „Ich hatte nach dem Spiel keine Schmerzen. Darüber bin ich klarerweise sehr glücklich, darauf kann ich aufbauen.“


Von der Gesamtleistung der Veilchen im Innviertel war er dagegen wenig berauscht: „Das Ergebnis war das Positivste an diesem Nachmittag, so ehrlich muss man sein. Wir haben als schwächeres Team ein glückliches Remis geholt, Ried hätte sich die drei Punkte wohl verdient. Am Ende zählt aber das Resultat und das gibt und auf alle Fälle viel Moral für die kommenden Aufgaben. Dieser Punkt kann im Zielsprint noch enorm viel wert sein.“


Genau unter diesem Gesichtspunkt war Ried für ihn auf alle Fälle eine Reise wert, die richtigen Schlüsse müssen für den 32-Jährigen trotzdem gezogen werden: „Es gibt einfach Phasen da will es nicht laufen. Ich habe das selbst schon öfters erlebt. Wir sind derzeit sehr unsicher, vielleicht auch um die Spur mehr, weil einige jungen Spieler solche Situationen noch nicht oft durchgemacht haben. Gerade deshalb glaube ich, dem Team in dieser heiklen Lage mit meiner Erfahrung helfen zu können. Die 180-Grad-Wendung in einem Match ist schwer, aber der Punkt war ein Anfang. Man muss sich etappenweise zurückkämpfen. Die Form kommt mit den Ergebnissen und die heißt es jetzt schnellst möglich einzuspielen.“


Die nächste Möglichkeit dazu hat die Austria bereits am kommenden Samstag in Wiener Neustadt, wo es für Hlinka nur eine Devise gibt: „Wir werden und müssen auf die drei Punkte losgehen, egal wie. Schönheitspreis gibt es in dieser Phase nicht mehr zu gewinnen, es sind nur mehr wenige Spiele und da heißt es jetzt unter allen Umständen gute Resultate zu holen. Gelingt das, dann kommt auch die spielerische Leichtigkeit wieder, davon bin ich überzeugt. Wir werden aus diesem Loch kommen, am besten schon in dieser Woche.“


Das Meisterschaftsrennen sieht er weiterhin völlig offen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur einen Zähler hinter Sturm Graz auf Platz zwei liegen und dank des direkten Duells noch immer alles selbst in der Hand haben. Die Chance ist also da, das Zeug dazu haben wir ebenfalls, jetzt müssen wir daraus auch etwas machen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle