09.03.2011, 12:13 Uhr

PARITS ERWARTET WEITERE GLANZLICHTER IN DIESER SAISON

Parits erwartet weitere Glanzlichter in dieser Saison

Der FK Austria geht mit viel Respekt, aber ohne Zähneklappern in das Derby am Sonntag gegen den Erzrivalen. Sport-AG-Vorstand Thomas Parits hat gute Gründe für seinen Optimismus, sieht auch überhaupt keinen Grund zur Bescheidenheit. Wir haben den Chef der sportlichen Kommandobrücke im Interview mit www.fk-austria.at.

Herr Parits, die Austria ist nach fünf gespielten Runden im Frühjahr nach wie vor ungeschlagen, hat aus diesen Matches ein Torverhältnis von 14:2 – warum läuft es so gut?
Erstens, weil wir eine perfekte Vorbereitung ohne Verletzte hatten und zweitens, weil wir auf allen Positionen doppelt besetzt sind. Qualität fördert die Leistung. Jeder weiß, dass einer hinter ihm steht und der ihn jederzeit ablösen könnte. Das spornt an, jeder muss Leistung zeigen.

Haben Sie erwartet, dass wir derart optimal aus den Startlöchern kommen?
Ich habe schon beim Trainingslager in der Türkei gesehen, dass sehr gut und intensiv gearbeitet wird. Zudem haben wir uns mit Nacer Barazite, Fabian Koch und Niklas Hoheneder sehr gut verstärkt. Sie haben sich rasch integriert, somit sind auch die Abgänge von Aleks Dragovic oder Milenko Acimovic, den man trotz seines langen Ausfalls nicht vergessen darf, nicht so ins Gewicht gefallen. Der jetzige Erfolg kommt von der harten Arbeit. Wir haben auch tolle physische Werte. Und das alles zusammen ergibt einen guten Start.

Am Sonntag geht es im Derby wieder einmal um sehr viel. Wer ist Favorit?
In einem Derby gibt es keinen, dieses Duell ist immer offen. Da zählt auch kein Heimvorteil, das haben beide Teams zuletzt schmerzhaft erkennen müssen. Es ist ein Prestigekampf, in dem die Karten neu gemischt werden. Rapid sehe ich dennoch mehr unter Druck als uns.

Rapid ist Sechster, Sie haben dennoch Respekt?
Ja, denn sie haben in Salzburg trotz zweier Ausschlüsse einen Punkt geholt und Ried geschlagen. Die Tabelle zählt jetzt nicht. Und auch auf die Verletztenliste schauen wir nicht, denn egal, wer aufläuft, dieses Duell bleibt immer ein schweres Spiel. Niemand wird sie unterschätzen. Umgekehrt haben wir Selbstvertrauen nach unserem Start in die Jubiläumssaison, als Fan kann man sich keine besseren Voraussetzungen wünschen.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Spielstil der Mannschaft?
Als Austrianer geht einem natürlich das Herz auf, denn die Burschen vermitteln einem bei jedem Auftritt den Eindruck, dass sie alles gewinnen möchten, sich nicht mit Mittelmaß zufrieden geben, sondern stets mehr wollen. Das hat man auch vergangene Woche beim 2:2 gegen Sturm Graz oder in Innsbruck gesehen, wo sie bedingungslos auf das zweite und dritte Tor gespielt haben, die knappe Führung ihnen selber zu wenig war.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal, oder?
Natürlich, denn wir agieren wie ein Block, keiner ist sich zu schade für den anderen zu laufen, wir spielen sehr viel mit Tempo mit nur zwei Ballkontakten. Alle Feldspieler arbeiten zudem kompakt nach vorne oder bei Angriffen der Gegner geschlossen nach hinten. Das zeichnet uns jetzt aus. Aber ich weiß, dass da noch mehr geht, in der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial.

Rapid ist am Sonntag unsere kurzfristige Aufgabe, die Kaderplanung die Herausforderung für die kommenden Wochen und Monate. Ihre Pläne?
Nur bei Robert Almer und Szabolcs Safar laufen die Verträge aus, bei allen anderen haben wir eine Option auf Verlängerung. Das Ziel ist klar, nämlich gleich längerfristige Verträge abzuschließen, also schon über das Jahr 2012 hinaus. Wir haben einige heiße Aktien und sind stolz, dass mit Dilaver, Tadic oder Gorgon bereits die nächsten Jungen aus unserem Nachwuchs ganz oben anklopfen.


Wir bedanken uns für das Gespräch.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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