26.05.2011, 14:08 Uhr

PARITS: „SCHADE, WÄRE MEHR DRINNEN GEWESEN“

Parits: „Schade, wäre mehr drinnen gewesen“

Die Chance war da, leider konnten wir sie nicht nützen. Bis zur 75. Minute war Violett noch auf Titelkurs, dann zerplatzten alle Träume. Weil Julian Baumgartlinger eine gelb-rote Karte nach einem Dutzendfoul sah. Weil die Möglichkeit auf das 3:1 ausgelassen wurde, das Sturm unter Druck gesetzt hätte. Und weil Salzburg unsere bedingungslose Offensive eiskalt ausnützen konnte.

 

AG-Vorstand Thomas Parits am Tag danach: „Unser Ziel war die Europa League, das haben wir geschafft. Und auch das muss man honorieren, denn vor einem Monat waren noch vier Teams auf Doublekurs.“ Natürlich hätte um 22.15 Uhr auch der FK Austria Wien als Meister feststehen können, dafür wurden aber zu schnelle Gegentreffer nach der jeweiligen Führung kassiert.

 

„Wären wir für längere Zeit vorne gelegen, hätte in Graz das Nervenflattern begonnen“, so Parits, der auch den Ausschluss von Baumgartlinger als „Spielverderber“ sah. „Das hat die Partie gedreht und war vom Referee eine viel zu harte Entscheidung. Bei diesen Temperaturen und dem hohen Tempo war es in Unterzahl sehr schwer. Salzburg hat unser Risiko, das wir nehmen mussten, perfekt ausgenützt und uns ausgekontert.“

 

Dazu ist gekommen, dass wir bei 2:1 zu dritt auf Salzburgs Tor zugelaufen sind, Nacer Barazite aber zu eigensinnig den Angriff abschließen wollte anstatt aufzuspielen. Das hätte nochmals für Druck gesorgt. 

 

Der Knackpunkt, warum es letztendlich immer ein Hinterherhinken hinter den Grazern war, war für Parits das 1:1 im direkten Duell vor zwei Wochen. „Das war auch schon vorentscheidend. So hatten wir es nicht mehr selber in der Hand. Schade, es wäre mehr drinnen gewesen, denn auch dort haben wir richtige Sitzer ausgelassen.“

 

Erfreulich ist für den Sport-Vorstand dagegen, dass Roland Linz den Titel des Schützenkönigs einhamstern konnte. „Das bestätigt, was ich mir bei seiner Verpflichtung erwartet habe. Er hatte in der Türkei eine Durststrecke und sich wieder zurück gekämpft.“

 

In den kommenden Wochen wartet auf ihn hinsichtlich Kaderplanung dennoch viel Arbeit: „Wir wollen den Großteil behalten und niemanden hergeben. Außer es kommt ein  gutes Angebot, dann werden wir überlegen. Wir gehen unseren Weg konsequent weiter, haben dieser Saison auch sehr oft als bestes spielerisches Team großes Lob bekommen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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