13.04.2011, 14:40 Uhr

ÖFB & WIENER AUSTRIA PRÄSENTIEREN DAS PROJEKT 12

ÖFB & Wiener Austria präsentieren das PROJEKT 12

Gemeinsam mit dem ÖFB wurde von der Wiener Austria heute in der Generali-Arena das Nachwuchs- und Talente-Förderprogramm „Projekt 12“ vorgestellt. Hauptzielsetzung dieser Initiative, für die Weltstar Franz Beckenbauer als neuer Botschafter gewonnen werden konnte, ist die Individualförderung der größten Talente Österreichs im Altersbereich U15-U21. Der einzelne Spieler steht dabei im Mittelpunkt, jeder Spieler ist sozusagen ein „Projekt“!

 

Neben AG-Vorstand Thomas Parits, dem violetten Chefcoach Karl Daxbacher samt Co-Trainer Josef Michorl und Austria-Nachwuchschef und Akademieleiter Ralf Muhr (beide Projekt12-Techniktrainer) gaben sich auch die violetten Projekt12-Spieler Heinz Lindner und Emir Dilaver die Ehre. Von Seiten des ÖFB stellte dazu noch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner dieses zukunftsträchtige Projekt vor.

 

Für Ruttensteiner geht es beim Projekt12 vor allem um eine zentrale Frage: „Trauen wir einem jungen Spieler zu, als Spieler für die österreichische Nationalmannschaft aufzulaufen? Wenn ja, ist er ein Kandidat für diese Initiative.“ Bei der Wiener Austria sind aktuell Heinz Lindner und Emir Dilaver dabei berücksichtigt.

 

Austria-Trainer Karl Daxbacher war an dieser Stelle vor allem eines wichtig, zu bemerken: „Bei uns fördern wir natürlich alle jungen Spieler, bei denen wir das Zeug für die Bundesliga sehen. Dieses Individual-Projekt ist aber darüber hinaus ein weiterer wichtiger Impuls, weil unsere Youngsters diese zusätzlichen Einheiten schon aktiv einfordern und darüber hinaus selbst sehr viel Aufwand betreiben, um sich weiter zu entwickeln. Diese Bewusstseinsbildung ist wichtig und diese überaus professionelle Einstellung unterscheidet sie  vielleicht von vorherigen Generationen.“

 

AG-Vorstand Thomas Parits schätzt „Projekt 12“  auch in einem weiteren Kontext: „Die gesamte Bundesliga profitiert von dieser individuellen Spitzenförderung. Die Zahl der Spieler, die schon in jungen Jahren die Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu bewähren steigt sichtlich. Gerade bei der Austria forcieren wir unter der Federführung unseres Nachwuchchefs Ralf Muhr dieses Ausbildungskonzept, das über die Amateure bis zur Kampfmannschaft fortgesetzt wird."

 

Mit Erfolg, wie Willi Ruttensteiner bescheinigt: „Die Austria hat die in Österreich mitunter beste Nachwuchsausbildung, gerade auch was die Individualisierung der Perspektivspieler angeht. Selbst namhafte Vereine aus ganz Europa weisen oft nicht diesen hohen Entwicklungsstand aus.“

 

Hier geht's zum TIPP3-Video der heutigen Pressekonferenz
 


Nachfolgend noch einmal im Detail die wichtigsten Informationen zum „Projekt 12“:

 

Die größten Talente der Altersstufe U15-U21 (ca. 40 Spieler + 10 Spielerinnen) werden selektioniert und durch Zusatzprogramme innerhalb von ÖFB-Lehrgängen gefördert. Weiters werden die besten Talente im selben Altersbereich in den Bundesliga-Klubs bzw. den Fußballakademien durch ein hoch qualitatives Individualtrainer-Modell (altersübergreifendes Individualtraining durch Techniktrainer und Spezialisten) ausgewählt. Somit entsteht ein Kommunikationskonzept zwischen ÖFB, Bundesliga-Clubs und Talenteförderungseinrichtungen.

 

 Über einen Individualtrainer-Topf werden hauptamtliche Individualtrainer in den Bundesligavereinen bzw. in den Akademien finanziell gefördert, die die individuelle Verbesserung von zwei bis maximal acht Talenten mannschaftsübergreifend übernehmen. Dieser Schritt bedeutet eine Ausweitung des Individualtrainer-Modells durch mehr Professionalisierung. Der Trainer muss mindestens über die UEFA-A-Lizenz verfügen. Die geleistete Arbeit ist über die Online-Datenbank zu dokumentieren und wird einem permanenten Controlling durch den ÖFB unterzogen.

 

 

Die Leistungen des Projekt bestehen daher zusammengefasst  in:


- der Steigerung des Mehrwertes des einzelnen Spielers
- der Erhebung, Auswertung, Interpretation und Übermittlung der leistungsdiagnostischen Daten aus den vier Projektbereichen
- der Zurverfügungstellung und Kooperation von und mit Spezialisten
- dem Einsatz der Online-Datenbank durch die Klubs und AKA
- dem sportwissenschaftlichen Transfer
- der Fortbildung des Techniktrainers
- der jährlichen finanziellen Unterstützung für die erbrachten Leistungen des Techniktrainers aus dem Techniktrainer-Topf bei positivem ÖFB-Controlling

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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