31.08.2011, 12:00 Uhr

MIT DER KRAFT AUS DEM EID UL-FITR-FEST FEILT BARAZITE AM COMEBACK

Mit der Kraft aus dem Eid ul-Fitr-Fest feilt Barazite am Comeback

Diesen Sommer wird Austrias Offensiv-Youngster Nacer Barazite mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. In der vergangenen Winterpause stieß der junge Holländer nach einer fulminanten Testspielvorstellung zu den Veilchen und deutete im Frühjahr in vielen Matches sein großes Potential an. Nach der diesjährigen Saisonvorbereitung explodierter er dann endgültig.


Seine beeindruckende bisherige Bilanz: In zwölf Saisonspielen erzielte der Niederländer nicht weniger als neun Treffer, acht davon allein im Europacup. Dazu leitete er mit seinen überraschenden Antritten und technischen Gustostückerln noch etliche weitere Treffer der Veilchen ein. Derzeit muss Nacer nach einem Muskelfaserriss, den er vor knapp einer Woche im Europa League-Play-off gegen Gaz Metan Medias erlitten hat, aber verletzt passen.


Am heutigen Vormittag absolvierte er bereits mit Kollegen Remo Mally (Seitenbandeinriss) eine Einheit bei Physiotherapeut Freddy Siemes in der Südstadt. Gerade bei dieser Verletzung ist etwas Geduld gefragt, was Barazite aber nicht weiter stört: „Bei meiner Schulterverletzung war das nichts anderes. Ich mache alles, was möglich ist, um so rasch wie möglich wieder am Platz zu stehen. Die Zeit, die der Körper braucht, wird er auch bekommen. In den letzten Tagen ist schon viel weiter gegangen, überstürzen werden wir gerade bei dieser tückischen Geschichte aber nichts.“ Am Nachmittag wird Barazite die ersten leichten Einheiten auf dem Rad oder dem Laufband absolvieren.


Gerade die so erfolgreichen letzten Wochen, machen ihm diese Zwangspause aber deutlich erträglicher. Umso mehr, als ihm die gesamte Familie vor kurzem gleich bei zwei Saisonhighlights live vor Ort in Wien die Daumen drückte: „Das hat schon sehr gut hingehaut“, schmunzelt „Bara“ in Anspielung darauf, dass er sowohl beim Europacup-Hinspiel gegen Medias, als auch beim anschließenden Wiener Derby vor den Augen der versammelten Verwandtschaft in beiden Partien traf und groß aufspielte.


Auch sonst gibt es derzeit im Haus des frischverheirateten Niederländers viel zu feiern, endete doch mit dem gestrigen Dienstag offziell das moslemische Fastenmonat Ramadan. Derzeit begeht er daher das traditionelle Ramadan-Fest (ʿĪdu l-Fitr) mit seiner Familie. „Wir waren gestern in der Früh in der Moschee, danach wurde gegessen und wir haben ein wenig an der nahen neuen Donau entspannt. Am Nachmittag sind wir dann mit vielen Freunden von mir und meiner Frau noch auf den Rathausplatz gegangen. Es war ein mehr als gelungener Abschluss für uns alle.“


Trotz seiner marokkanischen Wurzeln lehnte er die erstmalige Einberufung in das A-Nationalteam des Heimatlandes seines Vaters ab, um Mitte August sein Comeback in der holländischen U21-Nationalmannschaft zu geben. Ein großer Schritt für den Edeltechniker, der erstmals seit fast zwei Jahren wieder in die niederländische U21-Auswahl einberufen wurde. „Für mich war das ein ganz wichtiger Schritt. Ich habe in Wien die Möglichkeit bekommen, mich zu präsentieren und konnte mit guten Leistungen, vor allem auch im Europacup, schon etwas  zurückzahlen. Das ist auch in Holland nicht verborgen geblieben und ich habe mich dort gleich wieder gut eingefunden.“


Genau in dieser Tonart soll es für ihn auch weitergehen: „Ich bekomme hier das nötige Vertrauen. Mir macht Fußball spielen bei der Austria einen Riesenspaß und ich will im vernünftigen Rahmen schnellstmöglich zurückkehren.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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