20.05.2011, 13:30 Uhr

MICHAEL LIENDL IM MEISTERSCHAFTSFINISH DICK DA

Michael Liendl im Meisterschaftsfinish dick da

In Wiener Neustadt legte er beide Treffer auf, beim 5:0-Kantersieg gegen den LASK war er nach seiner Einwechslung nicht nur dank des Führungstreffers einer der absoluten Aktivposten bei Violett und beim 1:0-Erfolg über Wacker Innsbruck am vergangenen Wochenende präsentierte er  sich in Abwesenheit der anderen violetten Kreativgeister Zlatko Junuzovic, Nacer Barazite und Marko Stankovic als der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Veilchen. Die Rede ist von Michael Liendl, der sich rechtzeitig zum Meisterschaftsfinish seiner Höchstform nähert.


Die Spielmacherrolle, die er hinter den Spitzen hängend, schon vor dem Wechsel aus der Steiermark nach Wien in Kapfenberg eingenommen hatte, übt auf den Flügelflitzer demnach noch immer einen Reiz aus. Den KSV schoss er als Regisseur mit 18 Toren und 18 Assists in der Saison 2007/08 auf dieser Position fast im Alleingang in die Bundesliga und auch dort schlug er sich mit 5 Treffern und zehn Assists in der Aufstiegssaison respektabel.


„Sicher habe ich diese Rolle nicht verlernt, aber ich freue mich trotzdem wahnsinnig, dass Junuzovic und Barazite zum Derby wieder zurück sind. Es macht einfach einen Riesenspaß mit ihnen zu spielen und klarerweise geben uns solche Leute noch einmal einen gewaltigen Qualitätsschub.“


Die nötige Energie für die zwei finalen Partien der Meisterschaft 2010/11 holten sich die Veilchen in zweieinhalb freien Tagen gegen Anfang der Woche, in denen Liendl seiner Freundin in Graz einen Besuch abstattete. Seit Dienstag heißt es aber bereits wieder Vollgas, gerade und vor allem weil am kommenden Sonntag das Gastspiel in Hütteldorf auf dem Programm steht: „Diese letzte geistige und körperliche Verschnaufpause hat uns sehr gut getan. Wir sind doch deutlich ausgeruhter und spritziger und brennen jetzt umso mehr auf das Derby.“


Leicht wird für ihn die Aufgabe bei Grün-Weiß bei allem Tatendrang aber sicher nicht: „Für sie wäre es klarerweise das Schönste, uns aus dem Meisterrennen zum nehmen. Noch viel mehr zählt für für unseren Stadtrivalen aber wohl, nach der Negativserie und dem verpassten Europacup-Startplatz, ihre Fans zumindest etwas zu versöhnen. Leicht werden sie es uns wohl kaum machen, aber umgekehrt haben wir garantiert auch nichts zu verschenken, schon gar nicht im Derby.“


Die Marschrichtung für das Spitzenspiel ist für den violetten Parade-Linksfuß also bei aller Brisanz ganz klar: „Für uns zählt nur ein Sieg, weil wir unbedingt noch die Chance auf die am Leben halten wollen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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