02.03.2011, 13:16 Uhr

MICHAEL LIENDL: „STURM IST EIN ANDERES KALIBER!“

Michael Liendl: „Sturm ist ein anderes Kaliber!“

Einer, der bei der Wiener Austria beim 4:0-Sieg in Linz besonders aufzeigen konnte, war Flügelflitzer Michael Liendl. Ein Tor, ein Traum-Assist auf Nacer Barazite, ein „Beinahe-Freistoß-Treffer“ aus 30 Metern, an nicht weniger als sieben violetten Torschüssen beteiligt und eine Passquote von 90 Prozent unterstrichen die ambitionierte Vorstellung des Wahl-Steirers, der sich mit den Veilchen auch für das heutige Duell viel vorgenommen hat: „ Sicher ist Sturm kein komplett normales Match für mich, aber eigentlich ist nur wichtig, dass wir wieder unsere Leistung abrufen.“

 

Der tolle Auftritt in Linz dürfte mit dem Schlager der Runde für Liendl, der den 1:0-Erfolg der „Blackies“ gegen Ried via TV verfolgte, wenig gemein haben: „Allein von der Qualität der Mannschaft her, ist Sturm ein größeres Kaliber. Da wartet eine komplett andere Partie auf uns. Graz ist erster Verfolger und ist im Frühjahr ebenfalls noch ungeschlagen. Wir wollen Akzente setzen, aber nicht ins offene Messer laufen.“

 

Mit seiner eigenen Vorstellung in der Stahlstadt war Liendl nicht unzufrieden: „Im großen und ganzen habe ich eine gute Partie absolviert, darauf kann man aufbauen.“ Ob er nach der abgesessenen Gelbsperre von Marko Stankovic deshalb im Team bleibt: „Ich hoffe es, unser Kader hat eine enorme Dichte, ich will genauso spielen wie jeder andere auch. Der Trainer wird entscheiden, aber in Wahrheit ist diese Frage für den Klub ein Luxusproblem. Viel wichtiger ist, dass wir nicht zu viel reden, uns auf das Spiel konzentrieren und irgendwie gewinnen. Ob mit einem frühen Tor oder einem Lucky Punch in der 90. Minute ist völlig egal.“

 

Während Marko Stankovic also wieder zur Verfügung steht, müssen die Gästen mit dem gesperrten Manuel Weber und dem verletzten Top-Goalgetter Roman Kienast zwei wichtige Stammkräfte vorgeben: „Ein Nachteil ist es für uns zumindest nicht, dass Franco Foda auf diese zwei Stützen verzichten muss, aber in Wahrheit zählt nur unsere eigene Performance."

 

Was für Liendl derzeit den Unterschied zur Herbstsaison ausmacht: „Wir stehen insgesamt noch kompakter und nützen die Chancen, die wir ja bereits in der ersten Saisonhälfte hatten, besser aus. Zusammen mit der Spielfreude, die derzeit im Team steckt, ergibt das eine gefährliche Mischung.“

 

Einer, der die bereits nach drei Partien für Violett verkörpert, ist Nacer Barazite. „Fußballerisch passt er wunderbar zu uns, seine Spielphilosophie deckt sich mit unserer. Er ist ein intelligenter Spieler, der viele Laufwege schnell angenommen hat. Auch menschlich passt er gut in die Mannschaft, er hat schnell Kontakt geknüpft, ist unkompliziert und immer freundlich“, lobt Liendl seinen Offensivkollegen.

 

Ein großes Ziel haben alle Veilchen heute ab 20:30 Uhr in der Generali-Arena gemeinsam:  „Wir wollen Platz eins verteidigen, die Serie im Frühjahr soll halten und dafür werden wir uns ordentlich ins Zeug legen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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