27.07.2011, 12:30 Uhr

MARKUS SUTTNER: „IM EUROPACUP ZÄHLT DIE EFFIZIENZ!“

Markus Suttner: „Im Europacup zählt die Effizienz!“

Gegen Ried erzielte Markus Suttner zweifellos das Tor der Runde, mittlerweile ist sein Blick aber bereits wieder voll auf das anstehende Europacup-Duell mit Olympia Laibach gerichtet. Vor kurzem kam die Wiener Austria in Slowenien an und geht es nach Suttner, ist dort volle Konzentration gefragt: „Wir unterschätzen garantiert keinen Gegner und werden uns gewissenhaft vorbereiten. Gegen den Viertplatzierten aus Slowenien, der nicht ideal in die Meisterschaft gestartet ist, sollte es trotzdem unser Anspruch sein, sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu schaffen.“

 

Konkret heißt das für ihn vor allem eines: „Wir werden dort nicht auf Unentschieden spielen. Die Abwehr muss gut stehen und vorne müssen wir Chancen herausarbeiten und hoffentlich auch die eine oder andere verwerten. Im Europacup zählt vor allem eines und das ist die Effizienz. Im internationalen Geschäft bekommt man weitaus weniger Möglichkeiten. Vergangene Saison gegen Saloniki hat sich die schlechte Chancen- ausbeute als weitaus bessere Mannschaft in Griechenland mit dem 0:1 in letzter Sekunde bitter gerächt. Zum Europacup-Auftakt in dieser Saison haben wir gegen Rudar unsere ersten Möglichkeiten dagegen eiskalt verwertet und genau diese Kaltschnäuzigkeit sollte auch in Laibach das Ziel sein.“

 

Dort trifft „Sutti“ mit Neo-Sportdirektor Milenko Acimovic auf einen alten Bekannten, der ihm aus violetten Zeiten noch in bester Erinnerung ist: „Gerade in unser gemeinsamen Anfangszeit konnte ich als Außenbahnspieler hinter ihm sehr viel lernen. Er hat mich immer wieder zur Seite genommen, hat mir viele Tipps gegeben und sicher auch einiges zu meiner Weiterentwicklung beigetragen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Schön, dass wir uns so kurze Zeit nach dem Jubiläumsspiel schon wieder sehen, selbst wenn wir für die anstehenden neunzig Minuten dieses Mal auf verschiedenen Seiten stehen werden.“

 

Von der Seite in die Mitte war das Motto für Markus Suttner bekanntlich zu Saisonstart, als ihn Trainer Karl Daxbacher kurzzeitig zum 6er umfunktionierte, was der 24-Jährige aber eher als Herausforderung ansah: „Ich habe diese Rolle im Nachwuchs und in der U15 einige Male gehabt. Klar war es ungewohnt, weil zentral andere Dinge im Vordergrund stehen. Es ist eine andere Art der Belastung, wie kurze schnelle Sprints oder beispielsweise noch deutlich mehr intensive Zweikämpfe. Mit den Spielen gewöhnt man sich aber schnell an solch eine Aufgabe und wächst daran. Falls ich gebraucht werde, stelle ich auch dort meinen Mann.“

 

So wie bei manch einem seiner Distanzschüsse, die mittlerweile fast so etwas wie ein Markzeichen des robusten Außenverteidigers geworden sind. In den vergangenen Spielzeiten und auch gegen Rudar Pljevjla knallte das von ihm meist stark angeschnittene Leder gleich einige noch von der Stange oder Querlatte zurück. Gegen Kapfenberg war der Fluch in der letzten Saison mit einem tollen Freistoßtreffer endlich besiegt und auch gegen Ried schlug Suttner bekanntlich wieder eindrucksvoll zu.

 

„Freistöße und Schüsse aus großer Distanz sind mittlerweile mein Revier und wenn es die Situation aus dem Spiel heraus ergibt, werde ich auch in den kommenden Matches das ein oder andere Mal davon Gebrauch machen.“ Ein Versprechen, das bei den violetten Fans, die „Sutti“ erst am Sonntag ordentlich abfeierten, sicher auf viel Gegenliebe stoßen wird.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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