09.12.2011, 13:21 Uhr

MANUEL WALLNER: „ICH ÜBERNEHME GERNE VERANTWORTUNG!“

Manuel Wallner: „Ich übernehme gerne Verantwortung!“

Gegen Mattersburg war es endlich soweit – erstmals in dieser Meisterschaftssaison stand Manuel Wallner in der violetten Startelf und lieferte als Innenverteidiger eine sehenswerte Performance ab. Auch Trainer Karl Daxbacher würdigte Wallners Vorstellung  nach der Partie: „Er hatte keine leichte Zeit hinter sich und hat für mich heute sehr stark gespielt.“


Dass die lange Durststrecke früher oder später zu Ende gehen muss, war für den 23-Jährigen klar: „Ich habe gewusst, meine Chance kommt. Man kann nicht immer nur Pech haben, wenn man hart dafür arbeitet, dann kommt alles zurück.“ Motivationsprobleme gab es für ihn angesichts der mangelnden Matchpraxis in dieser Saison also kaum: „Ich bin in Form, weil ich in jedes Training hinein gehe, als wäre es ein Pflichtspiel. Wichtig ist in solch einer Situation nur, dass man im Kopf stark sein muss und immer das Ziel vor Augen behält.“


Diese positive Herangehensweise an eine der wohl schwierigsten Situationen als Profifußballer scheint zu fruchten. Gegen Mattersburg stand nach neunzig Minuten hinten die Null. „Ich habe mich mit Georg Margreitter, mit dem ich mich auch privat sehr gut verstehe, vor dem Match ausgiebig abgesprochen. Jeder hat gewusst, was seine Aufgabe ist und wir haben uns keinen Fehler geleistet.“


Gleiches galt auch für die zweite Hälfte, in der Wallner sogar in die Rolle des Abwehrchefs schlüpfte, als Margreitter angeschlagen in der Kabine bleiben musste und Emir Dilaver an seiner Seite zum Einsatz kam. So wird auch in Graz die Formation sein. „Wir haben in der Pause unsere Aufgaben abgesteckt und es hat auch in der neuen Konstellation alles funktioniert. Ich habe kein Problem damit, Kommandos zu geben und es ist notwendig, damit die Abstimmung passt. Ich kann und will Verantwortung übernehmen und genau das war in dieser Situation auch gefragt.“


Die Fußstapfen des ersten Innenverteidigers sind Wallner also ganz sicher nicht zu groß. Das Debüt war vielversprechend und dementsprechend gute Karten dürfte der Klagenfurter auch für einen Einsatz im Schlager am Samstag gegen Sturm Graz haben. Seine ersten Hausaufgaben hat er dafür bereits am vergangenen Sonntagnachmittag gewissenhaft erledigt. „Ich habe das Match zwischen Wacker Innsbruck und Sturm ganz genau verfolgt, die Laufwege, Stärken und Schwächen meiner kommenden Gegenspieler schon analysiert und mir Gedanken gemacht, wie ich meine Tugenden gegen sie am besten einsetzen könnte.“


Auch wenn das abschließende Europa League-Duell gegen Malmö erst in eineinhalb Wochen steigt, hat sich der ehemalige U21-Teamspieler dazu schon kurz seine Gedanken gemacht: „Wir müssen unseren Teil erledigen, sprich das Match gegen Malmö gewinnen. Ob Kharkiv dann bei Alkmaar gewinnt und wir tatsächlich aufsteigen, liegt nicht mehr in unseren Händen.“


Die mangelnde Spielpraxis und die langen Wochen ohne Pflichtspiel für ein aus ihrer Sicht an sich eher bedeutungsloses Match ist für Malmö laut Wallner Vor- und Nachteil zu gleich. „Einerseits haben sie gar nichts zu verlieren und können frisch drauf los spielen, was einen Gegner immer unberechenbar macht. Andererseits ist es nicht leicht, über solch eine lange Zeit die Spannung zu halten.“ Ein Kunststück, das Wallner in den vergangenen Wochen sehr wohl geglückt ist und wofür er jetzt die Früchte ernten darf.

News von der Mannschaft: Verletzt fehlen P. Grünwald (Leisten-OP), Ortlechner (Oberschenkel-Muskelverletzung), Rogulj (Rücken-OP), Margreitter (Bauchmuskelverletzung), Leovac (Schambeinentzündung).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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