29.09.2011, 10:10 Uhr

MALMÖ FF ANNO 1979 – DAS VIOLETTE TRIO PARITS, DAXBACHER & SARA ERINNERT SICH

Malmö FF anno 1979 – Das violette Trio Parits, Daxbacher & Sara erinnert sich

Wenn die Wiener Austria am Donnerstag auf Malmö FF trifft, dann schließt sich für beide Vereine ein geschichtsträchtiger Kreis, standen sich die beiden Teams doch bereits im Europacup-Halbfinale 1979 gegenüber. Im Vorgängerbewerb der Champions League, dem Europacup der Meister endete das Hinspiel vor 67.000 Zuschauern im Wiener Praterstadion mit einem torlosen 0:0. Das Rückspiel verlor die Austria in Schweden knapp mit 0:1, Malmö stand im Finale (0:1-Niederlage gegen Nottingham Forrest), die Austria war raus.


In beiden Partien mit dabei: Austrias AG-Vorstand Thomas Parits, Chefcoach Karl Daxbacher und Amateure-Co-Trainer Robert Sara, die für www.fk-austria.at heute allesamt einen Blick zurück werfen.

AG-Vorstand Thomas Parits erinnert sich noch gut: „In einem Halbfinale um den Einzug ins Finale des Europacups der Meister war die Luft schon sehr dünn. Beide Matches war extrem knapp und von viel Taktik geprägt. Die Schweden waren sehr kompakt und haben perfektes Forechecking betrieben, ohne aber ihre Defensive zu entblößen. Die Möglichkeit war damals wirklich da.“

Genau hier hakt Trainer Karl Daxbacher ein, der aber bei allem Fokus auf den Fußball vor allem mit dem Match in Schweden eines verbindet: „Die Geburt meiner zweiten Tochter kurz vor dem Auswärtsspiel. Abgesehen davon haben wir geglaubt, die bessere Mannschaft zu sein, was man aber in beiden Partien nur selten gesehen hat. Sie haben uns mit sehr einfachen taktischen Mitteln effektiv gebremst, wir konnten uns nur schwer durchsetzen. Im Endspiel gegen Nottingham Forrest haben sie mit einer knappen 0:1-Niederlage ein weiteres Mal gezeigt, dass sie damals ein Team waren, das nur ganz schwer zu schlagen war. Wir haben 1979 eine historische Chance verpasst. Auch für unsere Fans, denn das Finale hat in München stattgefunden, zu dem die Austria-Fans sicher in Scharen geströmt wären.“

Und auch Amateure-Co-Trainer Robert Sara erinnert sich noch als wäre es gestern: „In Schweden haben wir dann fast das bessere Spiel abgeliefert und hatten auch die eine oder andere Chance. Eine große Möglichkeit davon hat auch Thomas Parits vergeben, wenn ich mich richtig erinnere (schmunzelt). In Wien war es ein komplett ausgeglichenes Match. Die Schweden waren physisch und körperlich sehr stark. Trotz ihrer körperbetonten, fast englischen Spielweise waren beide Teams auf diesem Level gleich auf. Wir haben damals einfach das eine Tor nicht gemacht.“


Ähnlich wie bei der Austria, hatte auch Malmö in dieser Ära eines seiner besten Teams aller Zeiten, das die Liga fast nach Belieben dominierte und von 1970 bis 1977 gleich fünf Mal die Meisterschaft holte. Ähnlich wie bei den Veilchen, wie sich Parits noch gerne an damals erinnert: „Wir hatten ein sehr starkes Team, dass die nationale Liga klar dominierte und auch international konkurrenzfähig war.“ Dass nach dem Europacup-Finale 1978 gleich im Jahr darauf im Meistercup ein weiteres Endspiel zum Greifen nahe war, ist dafür wohl der beste Beweis.


Anbei noch die Links zu den Aufstellungen dieser zwei Spiele
25.04.1979 Semifinale Meistercup Malmö FF - Austria Wien 1 : 0 (0 : 0)
11.04.1979 Semifinale Meisterscup Austria Wien - Malmö FF 0 : 0 (0 : 0)


Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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