13.07.2011, 14:41 Uhr

LOS GEHT’S, ABER DIE ERSTE ELF BLEIBT EIN RÄTSEL

Los geht’s, aber die erste Elf bleibt ein Rätsel

Der FK Austria Wien ist gut in Podgorica angekommen. Nach 1:20 Stunden Flugzeit landete der Tross der Violetten sanft auf dem Rollfeld der montenegrinischen Hauptstadt. Bei 38 Grad Celsius. Aber wie in den vergangenen Tagen bereits mehrmals von allen Seiten erwähnt, darf die trockene Hitze keine Ausrede sein. Wer in die Gruppenphase der Europa League kommen möchte, muss auch diesen Stein aus dem Weg räumen!

 

Mit einer Dash 8 – 400 der Austrian Airlines ging es um 11:15 Uhr von Schwechat ab in den Süden. In den Saftey Instructions der Maschine wird die Dash als „The quiet one“ bezeichnet. Vielleicht schon ein Omen für die erste Pflichtpartie der Austria in dieser Saison? Da das Stadion von Rudar Pljevlja nicht den internationalen Bestimmungen entspricht, wird in Niksic gespielt (18 Uhr, live in ORF). Das wiederum liegt gut zwei Autostunden von Pljevlja entfernt, allgemein wird darum nicht mit der großen Völkerwanderung gerechnet, maximal 2.000 Besucher werden erwartet.

 

Nicht zuletzt auch wegen der hohen Temperaturen. Trainer Karl Daxbacher sagt: „Das ist zwar weder ein Vor- noch ein Nachteil für uns, sondern eine Gegebenheit, aber die Spieler wissen, dass sie möglichst viel trinken und richtig essen sollen.“

 

Zlatko Junuzovic verschwendet an den zu erwartenden Backofen auch keine unnötigen Gedanken: „Wir haben bereits im Vorjahr in Siroki Brijeg diese Temperaturen erlebt, kennen, was auf uns zukommt. Zudem ist es bei uns in Wien auch gerade außergewöhnlich heiß, von dem her ist es keine allzu große Umstellung.“

 

Bis auf Alexander Grünwald sind nahezu alle Spieler fit, mit Pascal Grünwald, Heinz Lindner und Günther Arnberger sind sogar drei Torleute mit. „Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Es kann im Training immer etwas passieren, deswegen gehen wir lieber auf Nummer sicher“, erklärt Tormanncoach Franz Gruber die Notwendigkeit des Trios.

 

Für Daxbacher sind System und Aufstellung klar, auch beim Abschlusstraining um 18 Uhr in Niksic will er sich aber nicht in die Karten blicken lassen und den Gegner rätseln lassen. Somit bleibt offen, ob wir mit einem 4-4-2 oder doch dem neueren 4-3-2-1 loslegen werden.

Keine Option für einen Einsatz in Montenegro ist jedenfalls Abwehr-Youngster Georg Margreitter, den das Fieber erwischte und der bereits am Donnerstag Nachmittag frühzeitig die Heimreise antreten wird. Demnach wird Neuzugang Kaja Rogulj sein Debüt für Violett feiern.

 

Und vor ihm die Doppel- oder Solosechs? Wer spielt auf dieser vakanten Position? „Neuling“ Markus Suttner oder Routinier Peter Hlinka? Emir Dilaver jedenfalls nicht, der ist wegen der bevorstehenden U20-WM bereits in Wien geblieben. „Pljevlja soll ruhig etwas nachdenken“, so Daxbacher über seine erste Elf.

 

Daxbachers Marschroute für das Hinspiel leuchtet ein: „Wir werden warten wie sich das Match entwickelt und nicht auf ,Hurra!‘ spielen. Generell gilt die Regel, dass auswärts ein zu Null immer gut ist.“ Freilich hätte er aber auch nichts dagegen, wenn gleich in Niksic alles klar gemacht werden würde.

 

„Wie vor einem Jahr in Chorzow“, erinnert sich der Trainerfuchs, der morgen offiziell bereits in seine vierte Austria-Saison en suite als Chef reingeht. Schon alleine deswegen wäre ein Erfolg eine runde Sache.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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