21.02.2011, 10:48 Uhr

LINZ MELDET SICH EISKALT ZURÜCK

Linz meldet sich eiskalt zurück

Die Sache ist denkbar einfach: Vor dem Spiel gegen den SC Magna Wr. Neustadt stand Roland Linz etwas unter Druck, da er nicht ganz wunschgemäß aus den Startlöchern in die Frühjahrssaison gekommen ist. Am Samstag hat der Goalgetter wieder alle seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und damit auch große Wochen für den FK Austria Wien möglich gemacht.

 

Das war wieder eine Runde für die Violetten. Ein Teil der Konkurrenz hat etwas gepatzt und Punkte liegen gelassen, die Austria hat sich bereits auf Platz 2 vorgeschoben, gastiert am Wochenende beim Tabellenschlusslicht in Linz und empfängt danach in der GENERALI-Arena Mitkonkurrent Sturm Graz. Das 4:0 gegen die MAGNA-Boys könnte demnach der Auftakt für Veilchen-Wochen gewesen sein.

 

Und auch Linz kann wieder ganz ohne Bauchweh an die kommenden Aufgaben heran gehen. „Es war wichtig, dass wir die drei Punkte gemacht haben und gegenüber Ried nachgezogen haben“, sagt „Roligoal“, der mittlerweile bei elf Bundesliga-Treffern hält. Ihm war die Erleichterung nach seinem Doppelpack und dem Assist zum Barazite-Tor deutlich anzusehen.

 

Extrem cool blieb er aber auch danach vor den Mikros. „Stürmer werden in Österreich immer kritisiert, das war auch schon vor zwanzig Jahren so. Aber das ist auch okay, denn Stürmer entscheiden Spiele und Meisterschaften“, sagt der Kapitän, der mit der Kritik mittlerweile umzugehen weiß. „Ich habe mir das erarbeitet und kann gut leben damit.“

 

Gute Laune hatte freilich auch Karl Daxbacher nach dem überzeugenden Resultat, das für ihn aber erst hart erarbeitet werden musste. „Wir sind schwer in die Partie rein gekommen, das erste Zaubertor hat aber einiges gelöst“, so der Trainer, für den der Ausschluss von Thonhofer eine der Schlüsselszenen war. „Das war entscheidend, denn MAGNA war immer wieder gefährlich.“

 

Über Roland Linz sagte er: „Er hat mit elf Ballkontakten zwei Tore und einen Assist, das sagt alles und ist letztendlich auch entscheidend bei der Nominierung. Macht er keine Tore, wird von außen gleich gesagt, dass es eine katastrophale Leistung war. Fakt ist, dass er immer am richtigen Platz steht und auch die meisten Tore schießt.“

 

Mit Neuzugang Nacer Barazite scheint er derzeit auch einen kongenialen Sturmpartner bekommen zu haben. „Wenn er Spielpraxis hat, wird er immer besser werden“, meint Daxbacher über den 20jährigen Holländer, der bei Vitesse Arnheim oder Arsenal aber kaum Einsätze hatte. „Zudem braucht er wie jeder andere auch das Vertrauen, dann kann er sein Potential weiter ausnutzen und ein wertvoller Spieler für uns werden.“ Manchmal klingt Fußball wirklich denkbar einfach.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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