29.01.2011, 07:51 Uhr

HEUER AUCH 100 JAHRE TRADITION IN ROT-WEIß-BLAU: IVICA VASTIC STELLT TESTGEGNER HAJDUK SPLIT VOR

Heuer auch 100 Jahre Tradition in Rot-Weiß-Blau: Ivica Vastic stellt Testgegner Hajduk Split vor

Es wird wieder richtig ernst. Der FK Austria Wien bestreitet heute im Rahmen des Trainingslagers in der Türkei sein zweites Vorbereitungsspiel. Diesmal kommt der Gegner aus Kroatien - Hajduk Split.

Bei Violett gibt es einen Mann, den mit dieser Stadt sehr viel verbindet, ist er doch in Split geboren und aufgewachsen – Austrias Amateure-Trainer Ivica Vastic. Er wird den violetten Fans unseren Testspielgegner (Anpfiff in Lara um 15:00 Uhr MEZ) näher bringen. Das Wichtigste vorweg: Hajduk und die Austria haben erstaunlich viele Parallelen!

Nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse, Facts und Schmankerl, auf die Ivo Vastic und www.fk-austria.at gestoßen sind:

 

- Entgegen vielen Vermutungen lief Ivica Vastic nie für Hajduk Split auf. Der Traditionsverein wollte Ivica Vastic zwar 1990 verpflichten, dieser zog es aber vor, beim kleineren Stadtrivalen RNK Split seine Profikarriere zu starten, ehe es ihn bedingt durch die Kriegswirren Anfang der 90er von Jugoslawien nach Österreich zog.

 

- Genauso wie die Wiener Austria wurde Hajduk Split 1911 gegründet und feiert in der laufenden Saison sein 100-jähriges Jubiläum. Es wartet also ein Probegalopp mit reichlich Tradition!

 

- Wie die Wiener Austria in Österreich, war Split der erste Verein in Kroatien, der auf professionellere Klub-Strukturen setzte und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

 

- Was die Kaderstärke angeht, sind die beiden Klubs durchaus vergleichbar. Beide Teams haben einen Kaderwert von knapp 23 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.at).

 

- Beide Klubs setzten vor allem auf heimische Spieler. Bei Split stehen gerade einmal zwei Legionäre im Kader, bei den Veilchen sind es sechs.

 

- Die Stars laut Vastic bei den Kroaten: Wertvollster Mann im Kader ist der jordanisch stämmige, eingebürgerte Offensivturbo Anas Sharbini. Ebenfalls stark einzuschätzen ist Abwehrkollege Jurica Buljat (24), der auch für das kroatische Nationalteam aufläuft. Genauso wie vermutlich bald Youngster und Torjäger Ante Vukusic (19). Im letztjährigen Test gegen die Veilchen (siehe unten) glänzte der U21-Teamspieler schon mit einem Doppelpack. Er ist aber nur einer von insgesamt zwölf Nachwuchsteamspielern in der Kaderschmiede des kroatischen Fußballs.

 

- Am meisten zu lachen hat bei Hajduk dieser Tage zweifellos der Kassier, gingen doch in den vergangenen zwei Wochen die absoluten Redkordtransfers  in der Klubgeschichte von Split über die Bühne. Zunächst blätterte der der russische Spitzenklub Lok Moskau für den bosnischen Internationalen Senijad Ibricic gleich fünf Millionen Euro hin. Erst am vergangenen Donnerstag einigten sich die Kroaten dann noch auf einen vier Millionen-Deal für Kroatiens Defensivass Ivan Strinic (23), der zukünftig für Dnjpropetrovsk in der Ukraine auflaufen wird.

 

-Mit 17 Meistertiteln und 14 Pokalsiegen (Jugoslawien & Kroatien) war und ist Hadjuk Split eine Macht. Größter Rivale ist eindeutig der Hauptstadtklub Dinamo Zagreb, der auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. In der diesjährigen Meisterschaft ging Hajduk mit fünf Punkten Rückstand auf den Erzrivalen in die Winterpause.

 

- Die prominentesten Spieler der jüngeren Vergangenheit, die in Split ihre durchwegs erfolgreichen, europäischen Karrieren begannen: Alen Bokšić, Aljoša Asanović, Robert Jarni, Dado Pršo, Igor Tudor, Ivica Mornar sowie die aktuellen Teamstützen Stipe Pletikosa, Darijo Srna oder Niko Kranjčar. Auch Kroatiens Teamcoach Slaven Bilić schnürte jahrelang für seinen Stammverein Hajduk die Fußballschuhe.

 

- Das bislang legendärste Aufeinandertreffen zwischen der Wiener Austria und Hajduk Split fand im Jahr 1978 statt. Im Europacup der Cupsieger trennten sich die Teams im Viertelfinale zwei Mal 1:1 (violetten Torschützen waren damals übrigens Karl Daxbacher bzw. Thomas Parits), ehe Violett im Elfmeterschießen in Kroatien den Aufstieg fixierte und bekanntlich bis ins Europacup-Finale vorstieß.

 

- Ein interessanter Fakt noch zum Abschluss: Das bislang letzte Duell mit dem Klub aus der kroatischen Hafenstadt fand auf den Tag genau vor einem Jahr statt. Am 29. Jänner 2010 trennten sich die beiden Teams brüderlich 3:3. Für Violett trafen damals Schumacher, „Momo“ Diabang und Emin Sulimani, wobei den Kroaten erst in der Schlussminute der glückliche Ausgleich gelang. Man darf gespannt sein, wie dieses Kräftemessen im Jubiläumsjahr der beiden Teams endet.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle