12.04.2011, 14:30 Uhr

HEINZ LINDNER & CO. WOLLEN GEGEN MATTERSBURG LUFTHOHEIT UND SIEG

Heinz Lindner & Co. wollen gegen Mattersburg Lufthoheit und Sieg

Genau 40 Tage oder acht Bundesligarunden dauert es noch bis zur 36. Runde und damit dem letzten Meisterschaftsspiel der Saison 2010/11. Vergangenes Jahr hatte die Wiener Austria nach einer unvergessenen Aufholjagd gegen Ried noch Chancen auf den Titel. In dieser Saison führt die Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher die Tabelle sogar einen Punkt vor Sturm Graz an.


Einer, der in der in den kommenden Runden noch oft im Blickpunkt stehen wird, ist Tormann Heinz Lindner, der optimistisch auf dieses heiße Saisonfinale blickt: „Wir haben es derzeit selbst in der Hand und können aus eigener Kraft Meister werden. Das Potential ist da und es wäre schon unglaublich für mich, wenn uns das in meiner ersten vollen Saison gelingen würde. Für Titel und Erfolge spielen wir schließlich alle Fußball und deshalb müssen wir alle gemeinsam in den kommenden Wochen wirklich alles geben. Es wird ganz eng!“


Umso mehr, als der erste Verfolger Sturm Graz im Frühjahr ebenfalls konstant punktet, zuletzt kaum Schwächen zeigte. „Sie haben eine sehr routinierte Truppe, sind ähnlich wie wir spielerisch sehr stark." So zu sehen auch beim 3:3 der Austria vergangenes Wochenende in Kapfenberg, bei dem die Veilchen spielerisch klar die Oberhand behielten und nach dreimaligem Rückstand viel Moral bewiesen.


Auch wenn die violette Hintermannschaft zum ersten Mal im Frühjahr nicht ganz ihren besten Tag erwischte, hat die Austria seit der Winterpause auch weiterhin die wenigsten Gegentreffer erhalten. Den Hauptverdienst dafür sieht Lindner weniger bei ihm, als bei seinen Vorderleuten: „Unsere Stürmer sind die ersten Verteidiger, das ist das simple Erfolgsrezept. Wir stehen gut gestaffelt und auch die eigentliche Abwehr hat, von Kapfenberg abgesehen, fast immer sehr sicher agiert. In Wahrheit habe ich bis auf einige Szenen wie in Salzburg wenig zu halten gehabt.“


Gewohnt bescheidene Worte des U21-Teamtormanns, der für seine Mannschaft in dieser Saison mit tollen Paraden schon öfters die Kastanien aus dem Feuer holte, zuletzt eben gegen Kapfenberg zu Hause allein vor Deni Alar parierte und beim Gastspiel in Salzburg ein echter Fels in der Brandung war.


Den bisher wirklich einzigen Schnitzer im Frühjahr zum 0:1 in Kapfenberg vergangenes Wochenende sieht  Tormanntrainer Franz Gruber daher auch realistisch: „So etwas passiert. Gerade in der letzten Runde haben mit Eddie Gustafsson und Saso Fornezzi zwei weit routiniertere Topleute der Bundesliga genauso ordentlich gepatzt und auch international ist kein Tormann gänzlich fehlerfrei. Wichtig ist, gerade für einen jungen Tormann, die richtigen Schlüsse daraus mitzunehmen, für die Zukunft daraus zu lernen und es das nächste Mal besser zu machen. Wer weiß, welche Punkte uns Heinz im Finish noch alle festhalten wird.“

 

Aufmunternde Worte für einen Youngster, der für Gruber im vergangenen Jahr schon viel erreicht hat: „Bei ihm hieß es vor einem Jahr plötzlich von Null auf Hundert und er hat diese große Herausforderung unter gewaltigem Druck hervorragend gemeistert. Die Austria ist ein Spitzenverein in Österreich und dieser Belastung und der hohen Erwartungshaltung auf Knopfdruck mit knapp 20 Jahren Stand zu halten, zeugt von Qualität. Nur ganz wenige Torhüter können in diesem Alter schon auf diese Erfahrungswerte zurückgreifen. Die Spielpraxis und die daraus resultierende Weiterentwicklung nimmt ihm niemand mehr weg.“


Gegen die, rein körperlich gesehen, größte Mannschaft ganz Europas aus Mattersburg ist für Lindner am kommenden Wochenende besonders die Lufthoheit wichtig: „Die Kopfbälle und Zweikämpfe müssen in diesem Match gewonnen werden. Wenn wir unsere spielerische Überlegenheit umsetzen, dann werden wir am Ende die drei Punkte einfahren.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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