18.11.2011, 12:50 Uhr

GEORG MARGREITTER: „WIR HABEN MIT DER ADMIRA NOCH EINE RECHNUNG OFFEN!“

Georg Margreitter: „Wir haben mit der Admira noch eine Rechnung offen!“

Die Herbstsaison von Georg Margreitter kann sich sehen lassen. Bei der Austria erarbeitete sich der kompromisslose Innenverteidiger der Veilchen einen Fixplatz und dank konstant starker Leistungen klappte es für den ehemaligen Kapitän des U21-Nationalmannschaft auch endlich mit dem längst fälligen Sprung ins A-Team.


Im letzten halben Jahr sieht er bei sich selbst eine Weiterentwicklung: „Vor allem aus den acht internationalen Begegnungen habe ich viel gelernt. Europacup ist schon etwas ganz Besonderes. Das beginnt gleich am Morgen beim Heimspiel mit einem Gibbeln oder wenn man in das Flugzeug steigt. Aus diesen internationalen Gradmessern können gerade wir jüngeren Spieler sehr viel mitnehmen. Die ganze Atmosphäre und der Trubel spielen hier genauso eine Rolle wie die Erfahrung mit englischen Wochen.“


Vor allem mental ist man hier gefordert, weiß Margreitter: „Für jeden Spieler ist es angenehmer, zwei Mal die Woche ein Match zu bestreiten. Physisch ist die Belastung aufgrund der sonst anfallenden Trainingseinheiten nicht unbedingt viel höher. Entscheidend ist bei diesem harten aber reizvollen Rhythmus vielmehr die geistige Frische und die Fähigkeit die Spannung zu halten.“ Die wichtigste Erkenntnis für ihn selbst dabei: „Nach jedem Spiel schnell runterkommen und total abschalten und erst danach und nicht zu früh die nächste Aufgabe fokussieren.“


Dass es zuletzt in der Meisterschaft nicht für die volle Punkteausbeute gereicht hat, ärgert den ehrgeizigen Abwehr-Youngster enorm: „Wir haben im Europacup gesehen was möglich ist. Wenn wir alle zusammen das Letzte aus uns heraus kitzeln, können wir  ungemein kompakt stehen und fast jedem Team das Leben sehr schwer machen. Gegen unseren mit Abstand stärksten Gegner Kharkiv, um nur ein Beispiel zu nennen, haben wir vor allem in der ersten Halbzeit mit enormen Willen eine qualitativ klar überlegene Mannschaft voll in Schach gehalten. In Kapfenberg oder auch gegen Wacker Innsbruck, wo wir vermeintlich besser sein sollten, hat uns dieser letzte Punch gefehlt.“


Umso mehr heißt es für ihn am kommenden Samstag in der Südstadt hellwach zu sein. „Wir haben eine Rechnung offen. Als Wiener Austria kann man es sich von einem Aufsteiger eigentlich nicht gefallen lassen, zu Hause 2:4 zu verlieren. Wir konnten uns in Ruhe auf das Match vorbereiten und sollten in jeglicher Hinsicht frisch in die Partie gehen.“


Ein nicht unentscheidender Faktor ist für ihn dabei der erwartet starke Support der violetten Anhänger in der Südstadt, die bekanntlich nur einen Katzensprung von Wien Favoriten entfernt liegt: „Ich hoffe auf ein halbes Heimspiel. Diese Unterstützung ist für mich aber auch für alle anderen in der Mannschaft ganz wichtig und macht noch einmal neue Kräfte frei. Unsere Fans werden uns nach vorne treiben, hoffentlich auch zum Sieg und drei Punkten.“


Fast genau in einem Monat am 15. Dezember steigt schon das letzte Pflichtspiel des Jahres 2011 und bis dahin warten noch etliche schwere Aufgaben auf die Veilchen. Gerade in dieser kälteren Zeit, in der sich nach dem dichten Programm von bald 30 absolvierten Partien erste Ermüdungserscheinungen breit machen können, gilt es für Margreitter voll am Ball zu bleiben: „Jetzt zählt es umso mehr, die Ziele, die wir gemeinsam vor der Saison für jeden Bewerb definiert haben, im Auge zu behalten und bedingungslos anzustreben. Auch jedes andere Team befindet sich in einer ähnlichen Situation wie wir und wer sich jetzt noch einmal um die wenigen Prozent mehr überwinden kann, der wird dafür belohnt.“


Als Belohnung und Abrundung der gelungenen 100-Jahre-Festivitäten der Wiener Austria sieht Margreitter auch die große Jubiläums-Show am Sonntag in der Wiener Stadthalle: „Das wird eine Riesensache für alle Beteiligten. Mit einem Erfolg bei der Admira könnten wir natürlich noch ausgelassener in dieses einmalige Event gehen. Wir im Verein aber auch alle Austria-Anhänger die dabei sind, werden einen unvergesslichen Abend erleben. Bis es aber soweit ist, zählt für mich nur die Begegnung in der Südstadt. Erst dann lassen wir die Wiener Austria zum Abschluss der 100-Jahre-Feierlichkeiten noch einmal so richtig hoch leben!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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