17.02.2011, 12:34 Uhr

GEORG MARGREITTER: „WIENER NEUSTADT WIRD EIN HARTES STÜCK ARBEIT“

Georg Margreitter: „Wiener Neustadt wird ein hartes Stück Arbeit“

Besser hätte das Frühjahr für Georg Margeitter und die Wiener Austria kaum beginnen können. Hinten stand beim 1:0-Sieg gegen Ried die Null und ausgerechnet der junge Innenverteidiger avancierte gegen die Innviertler mit seinem Goldtor zum Matchwinner. Für ihn selbst war das erste Pflichtspieltor für die Austria nur eine Frage der Zeit: „Ich habe auch in der Vergangenheit eigentlich immer meine Tore gemacht. In Wahrheit ist es aber völlig egal, ob ich oder jemand anderer getroffen hat. Wir haben einen erfolgreichen Start hingelegt und das zählt!“


Bei seinem Treffer bewies Margreitter wie bisher fast immer bei seinen Torerfolgen Köpfchen: „Bei Standardsituationen kommt mir meine Sprungkraft und Kopfballstärke zu Gute.“ Eine einmalige Saison legte er diesbezüglich übrigens damals noch im U19-Bewerb für die Akademie Vorarlberg hin, als ihm auf diesem Wege in einer Saison nicht weniger als zehn Treffer gelangen. „Sicher war das eine schöne Erfahrung, aber meine primäre Rolle als Innenverteidiger ist trotzdem nicht das Tore schießen.“


Was Margreitter gerade in Hinblick darauf, abgesehen von seinem Treffer am vergangenen Wochenende, besonders freute, war die sattelfeste defensive Leistung der Veilchen: „Wir sind sehr gut gestanden, die Abstimmung war viel besser als zuletzt in manchem Testspiel. Darauf können wir aufbauen!“


Fortschritte gab es aber nicht nur zum Frühjahrsauftakt, auch was die mannschaftliche und persönliche Entwicklung angeht, sieht Margreitter die Austria und sich auf einem guten Weg: „Gerade in der Viererkette und hier noch mehr im Abwehrzentrum ist die Abstimmung das um und auf. Man muss einander kennen uns wissen, was der andere macht, wie er in bestimmten Situationen reagiert. Natürlich gilt das zum Beispiel auch für Julian Baumgartlinger, der vor uns spielt und mit dem wir besonders oft in Berührung kommen. Die Umstellung vom LASK auf die Austria seit dem Sommer war insgesamt doch eine große, weil die Austria vor allem eine spielerisch sehr starke Mannschaft ist, in der man dementsprechend auch als Defensivspieler mehr gefordert ist.“


Gute Beispiele sind für ihn dabei die Barcelona-Abwehrspieler Pique oder Puyol: „Beide agieren trotz ihrer Position in der Abwehr oft mehrheitlich schon als Spielgestalter.“ Trotz allem kreativen Input aus der Defensivabteilung ist für ihn die primäre Rolle eines Verteidigers aber eine andere: „Staubtrocken eröffnen - wir müssen mit überschaubaren Risiko das Spiel von hinten aufbauen. Alles darüber hinaus ist gut und sogar erwünscht, nur dürfen unsere anderen Aufgaben nicht darunter leiden.“


Auch taktisch war der Vorarlberger von der Vorstellung der Austria zum Start der Frühjahrsmeisterschaft durchaus angetan: „Ein Fan hat mich nach dem Match darauf angesprochen, warum wir Ried nicht noch mehr in Bedrängnis gebracht haben. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass wir ganz bewusst nicht unnötig zu viel riskieren wollten, gerade weil Ried auch über Konter immer wieder brandgefährlich ist. Unser Plan war, den Gegner kommen zu lassen und aus einer gut gesicherten Defensive das Spiel zu kontrollieren und uns Chancen zu erarbeiten. Über weite Strecken hat dieses Vorhaben gut geklappt und schlussendlich hat eine Standardsituation die Entscheidung gebracht.“

 

Der Vorstellung der Rieder zollt er trotz der Niederlage aber Respekt: „Sie waren ein ebenbürtiger Gegner. Ihre Abwehr war einmal mehr schwierig zu knacken und ich kann mir nach ihrer ambitionierten Leistung nur schwer vorstellen, dass diese Mannschaft im Frühjahr abfallen wird.“


Die Erleichterung bei den violetten Spielern war, so Margreitter, nach diesen drei Punkten sehr groß: „Der Druck war in diesem Sechspunktespiel da. Alle und jeder einzelne für sich haben im Winter hart gearbeitet. Wir haben ein großes Ziel und gerade deshalb war ein guter Start so wichtig. Jetzt wollen wir in der kommenden Runde unbedingt nachlegen.“


Der Gegner ist für ihn dabei keinenfalls zu unterschätzen: „Keine Mannschaft schlägt Rapid zufällig mit 2:0“, so Margreitter der bei Wiener Neustadt in der Aufstiegssaison selbst noch eine tragende Säule im Spiel der Niederösterreicher war und noch viele Spieler kennt. „Es wird dort sehr professionell gearbeitet und was die Qualität angeht, hat diese Mannschaft definitiv das Potential für das obere Tabellendrittel. Es wird ein hartes Stück Arbeit, das wir genauso ernsthaft angehen müssen wie das Match gegen Ried.“


Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle auch für ein Highlight, das erst in knapp einem Monat auf dem Programm steht. Heute Donnerstag beginnt der freie Vorverkauf für das große Wiener Derby. Bereits im geschützten Vorverkauf gingen die Tickets so schnell weg, wie noch nie. Wer also am 13. März noch live dabei sein will, sollte sich wirklich beeilen.

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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