22.09.2011, 13:30 Uhr

FLORIAN MADER WÄCHST ZUM VEILCHEN

Florian Mader wächst zum Veilchen

Gestern Mittwoch gegen Mitternacht ist die Mannschaft der Wiener Austria nach dem 3:1-Cup-Sieg im steirischen Allerheiligen aus dem Bus gestiegen, heute Vormittag galt beim Training bereits dem Schlager am Samstag gegen Sturm Graz die volle Konzentration. Mitten drin statt nur dabei ist auch die bisher letzte Neuverpflichtung der Wiener Austria, Florian Mader.


Der Tiroler, der nach dem Wechsel von Ried sein erstes Monat in Wien Favoriten hinter sich hat, hat die Akklimatisierung im Schnelldurchlauf vollzogen. „Erstens einmal hatten wir vom ersten Tag weg gleich so viele Spiele, dass gar nicht viel Zeit zum nachdenken war. Meisterschaft, Cup, Europacup da kommt schon einiges zusammen und eigentlich konnte mir nichts Besseres passieren, weil nur durch die Matches wächst man wirklich in ein Team hinein. Dass mit Pascal Grünwald einer meiner besten Freunde aus Tiroler Zeiten bei der Austria spielt und ich auch Fabian Koch aus Wacker-Zeiten kenne, hat mir die Aufgabe zusätzlich erleichtert.“


Unterschiede gibt es für ihn im Vergleich zu seinen vorherigen Stationen einige: „Allein in der Trainingsarbeit heißt es tagtäglich schon viel aktiver zu sein. Bei der Austria wird mehr agiert als reagiert. Man ist daher anders gefordert und muss in jeder Situation präsenter auf dem Platz sein. Ich fühle mich damit und der größeren Erwartungshaltung aber schon sehr wohl.“


Bis zum blinden Verständnis mit allen Teamkollegen am Platz dauert es für ihn aber trotzdem noch ein bisschen: „Es klappt mit jedem Match und Training besser. Für mich ist das ein ganz normaler Prozess, wenn es heißt Laufwege, Bewegungsabläufe oder beispielsweise das Verhalten und die Vorlieben von einzelnen Spielern bei Standardsituationen kennenzulernen. Dinge wie, wer will den Ball bei einem Freistoß lieber zum Tor hingedreht oder eher weg, müssen wachsen und wir sind gerade dabei, solche Situationen zu perfektionieren.“


Gerade auch weil Mader unter anderem für seine gefährlichen Standards geholt wurde: „Ich habe bei Wacker und Ried viele Tore vorbereitet und denke daher, dass ich hier schon meine Qualitäten besitze. So wie aber auch einige andere Kollegen bei der Austria. Insgesamt profitieren wir aber alle davon, weil wir dadurch variabler werden und der Gegner nicht automatisch weiß, welcher Akteur und welche Variante zum Einsatz kommen.“

 

Bereits in zwei Tagen gastiert Sturm Graz im Kracher der Runde bei den Veilchen und Mader rechnet sich für dieses Spitzenspiel durchaus gute Chancen aus, warnt aber gleichzeitg: „Auch wenn Sturm mit einigen Verletzungssorgen nicht in Bestbesetzung auflaufen wird, haben sie, wie die jüngsten Aufstellungen zeigen, noch immer viel Qualität in der Mannschaft.“

Und in den nächsten zehn Tagen geht es bekanntlich Schlag auf Schlag. Kommenden Sonntag gastiert Salzburg zum nächsten Kracher in Wien und dazwischen steht noch das so wichtige Europa League-Auswärtsspiel am Programm. Mader dazu: „Wir werden auch gut vorbereitet in dieses Spiel gehen. Im Malmö sollten wir unter allen Umständen anschreiben. Sie stehen in der Meisterschaft nicht ideal da, auf uns wartet sicher ein Gegner in Reichweite. Ein Punktegewinn oder sogar mehr wären in Schweden enorm wichtig.“

 

Vorerst gilt der Fokus bis zum Wochenende aber für ihn ausschließlich Sturm Graz: „Die Aufgabe ist schwer genug. Es kommt eine spielerische Truppe zu uns, die immer für ein Tor gut ist und darauf müssen wir vorbereitet sein. Solche Partien gegen direkte Konkurrenten um die ersten Plätze sind der Schlüssel, um vorne dabei zu sein.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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