08.03.2011, 10:41 Uhr

FLO KLEIN DENKT NUR „STEP BY STEP“

Flo Klein denkt nur „Step by Step“

Die Aktie „Austria Wien“ ist derzeit allerorts hoch im Kurs. Beim nicht börsennotierten AG-Klub läuft es rund, von einem (abgehobenen) Höhenflug innerhalb der Mannschaft merkt man dennoch nichts. Die Bodenhaftung ist trotz Tabellenführung und ausgezeichnetem Start in die Frühjahrssaison voll gegeben. Die Gedanken an das „Was wäre wenn…“ sind kein Thema in den Köpfen der Spieler, der Fokus liegt einzig und allein auf dem Gegner am Sonntag.

 

Acht Punkte Vorsprung auf den Erzrivalen hat die Austria im Moment, nach dem Derby (Anpfiff um 16 Uhr) könnte die Schere noch weiter auseinander klaffen. Unterschätzen wird man die Hütteldorfer aber nicht, zudem haben auch sie ihre letzte Partie gewonnen, Winterkönig Ried mit 2:0 geschlagen.

 

„Ich freue mich schon auf das Derby, es ist immer ein Highlight der Saison“, sagt Florian Klein, der aufgrund der scheinbar klaren Verhältnisse dennoch keine großen Sprüche klopfen möchte. „Auch wenn Rapid nach hinkt, muss man in solche Duelle immer mit allem reingehen, was man in sich hat.“

 

Wenn Klein das sagt, klingt das nicht nur nach verbalem Ballyhoo, sondern nach verinnerlichter Einstellung. Der Teamspieler bestätigt: „Wir denken derzeit nicht, dass wir Tabellenführer sind und auf Titelkurs liegen könnten. Wir wollen immer nur drei Punkte machen und das nächste Spiel gewinnen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

 

1:0, 4:0, 4:0, 2:2, 3:0 – besser geht’s kaum, aus den Startlöchern sind die Violetten jedenfalls wie jamaikanische Sprintraketen gekommen. Kleins Begründung für den Lauf: „Das ist alles ein Produkt harter Arbeit. Wir waren beim 3:0 in Innsbruck vielleicht nicht so stark wie es das Ergebnis aussagt, aber wir waren nie überheblich, sondern stets konzentriert und gewinnen, weil wir auch spielerisch immer wieder zulegen können und nicht von einem einzelnen abhängig sind.“

 

Niemand im Veilchen-Lager hätte etwas dagegen, wenn dieser Rhythmus der Erfolge noch eine Weile anhalten würde und Violett noch länger der Gejagte als der Jäger wäre. Auch Klein nicht. „Mir ist es viel lieber, wenn ich von der Spitze alles bestimmen kann als umgekehrt“ sagt der Dauerbrenner (mit 2.150 Einsatzminuten die meisten der Austria-Spieler), „denn so sind wir nicht abhängig von den Resultaten der anderen, können alles selber kontrollieren.“

 

Läuft es weiter so, könnte die Viola-Aktie noch mehr steigen…

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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