04.03.2011, 12:38 Uhr

FABIAN KOCH & CO. ALS MORALISCHE SIEGER RICHTUNG INNSBRUCK

Fabian Koch & Co. als moralische Sieger Richtung Innsbruck

Für Fabian Koch ist das anstehende Auswärtsspiel der Wiener Austria in Innsbruck definitiv kein Match wie alle anderen. Bei Wacker schaffte der heute 21-Jährige über den Nachwuchs und die Amateure den Durchbruch im Profigeschäft und auch sein Stammverein Natters liegt nur wenige Kilometer vom Tivoli entfernt, wo die Wiener Austria am Samstag ab 18:30 Uhr ihren Erfolgsrun fortsetzen will.

Mitten drin statt nur dabei ist hier auch der junge Tiroler, der sich innerhalb von kürzester Zeit einen Platz in der Mannschaft erkämpft hat: „Ich habe mir diesen Einstieg zwar erhofft, aber um ehrlich zu sein, nicht ganz erwartet. Ich bin froh über das Vertrauen, und gebe mein Bestes, um es der Austria und ihren Fans zurückzuzahlen.“

Gemeinsam mit Florian Klein kurbelte der Wirbelwind in den letzten Partien gegen Wiener Neustadt, den LASK und Sturm Graz von Beginn an gleich ordentlich und gefiel besonders im Zusammenspiel mit Florian Klein am rechten Flügel. „Unser großer Vorteil ist, dass beide auf dieser Position sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld gut ausfüllen können. Dadurch rochieren wir sehr viel und oft. In Wahrheit ist komplett gleichgültig, wer nominell wo aufgestellt wird“, sagt Coach Karl Daxbacher. 

Ein weiteres Merkmal der violetten Turbo-Zwillinge auf der rechten Außenbahn: Dank ihrer Schnelligkeit hat das Duo das Rüstzeug, um den Gegenspielern entwischen zu können. Am Zenit ist diese Kombination für Koch aber noch lange nicht: „Wir haben gerade einige Spiele gemeinsam bestritten, es geht immer noch besser.“

In diesem Kontext sieht der bescheidene Youngster auch seine Performance im Schlager am Mittwoch gegen Sturm Graz: „Ich war bemüht, alles ist nicht aufgegangen, ein paar Fehler waren dabei, aber man kann nicht in jedem Spiel automatisch alles zerreißen.

Das 2:2-Remis gegen die Steirer ist für ihn trotzdem eindeutig ein gewonnener Punkt: „Wir sind noch einmal zurückkommen und hätten beinahe sogar gewonnen. Für die Moral war dieses Comeback enorm wichtig. Ein Punkt für das Selbstvertrauen, das wir am Tivoli auch brauchen werden.“

Die Heimstätte der Tiroler ist für gegnerische Teams ein heißes Pflaster, auch wenn die Veilchen dort bekanntlich im November dieser Saison schon einen 1:0-Sieg einfahren konnten. „Neben dem lautstarken Publikum ist es bei Wacker vor allem die Eigenschaft, wie aus dem Nichts ein Tor erzielen zu können, die sie so gefährlich macht“, weiß der violette Neuzugang.

Genau das wollen Koch & Co. in der kommenden Runde mit einer weiteren, ambitionierten Defensivleistung verhindern. Übrigens vor den Augen seiner Familie, die selbstverständlich beinahe vollzählig in der EM-Arena von 2008 versammelt sein wird, um dem U21-Teamspieler die Daumen zu drücken.

Seinen Einstand in der neuen Wahlheimat Wien hat er übrigens bereits bestens gemeistert. Dank der Mithilfe von Schwester und Cousin und vor allem auch seiner Mannschaftskollegen, gibt es kaum Heimweh. „Wir unternehmen im Team alle sehr viel zusammen, egal, ob Essen gehen oder Kino. Ich habe mich hier bereits wunderbar zu Recht und auch sportlich schon meinen Platz gefunden.“

Der Wechsel nach Wien entpuppt sich für ihn insgesamt schon nach kürzester Zeit als runde Sache, so wie hoffentlich auch die Vorstellung der Wiener Austria bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Innsbruckern. Sein persönliches Gespür für das „besondere“ Duell: „Wir haben durch die Aufholjagd gegen Sturm noch einmal einen richtigen Schub bekommen. Diese positive Energie heißt es jetzt zu nützen. Ich freue mich auf das Treffen mit meinen ehemaligen Kollegen und habe ein gutes Gefühl.“

Bereits heute Nachmittag reist die Mannschaft nach Tirol, ehe am Samstagabend vor toller Kulisse das nächste Kapitel der violetten Erfolgsgeschichte im Frühjahr geschrieben werden soll.



Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle