13.09.2011, 10:10 Uhr

EUROPA LEAGUE STELLT AUCH ORGANISATORISCH EINE HERAUSFORDERUNG DAR

Europa League stellt auch organisatorisch eine Herausforderung dar

Während ein Bundesliga-Heimspiel für die Violetten bereits zur Routine-Veranstaltung geworden ist und bewährte Automatismen ineinander greifen, verlangt einem die Europa League deutlich mehr ab. Seit der fixen Qualifikation vor zweieinhalb Wochen wird eifrig an der Umsetzung aller Vorgaben gearbeitet.

 

Schon Wochen vor dem Play-off-Spiel gegen Gaz Metan Medias gab es seitens der UEFA einen ganztägigen Besuch in der GENERALI-Arena. Zwei Mitarbeiter prüften das Stadion auf Herz und Nieren, stellten danach einen sogenannten Site-Visit Report aus, an dem man sich orientieren muss. Die UEFA gibt einen Richtlinienkatalog vor, genaue Umsetzung wird erwartet.

 

Der offensichtlichste Punkt für alle Fans ist der Umbau der West- und Ostribüne, die komplett zur Sitzplatztribüne umgerüstet werden. Im Europacup beträgt die Kapazität aufgrund der vorgeschriebenen Sitzplatz-Regelung 11.000 Plätze, davon 550 für Gäste-Fans, d.h. 10.450 3er-Abos werden für die Austria-Familie aufgelegt. Knapp 7.000 sind bereits weg.

 

Weniger offensichtlich, dafür aber genauso wichtig ist die Umrüstung der Medienbereiche. Sowohl im Pressekonferenzraum als auch in den verschiedenen Interviewzonen (Mixed- und Flashzone) dürfen nur die Sponsoren der UEFA-Europa League aufscheinen, alles andere muss abgehängt werden. Ebenso auf der Ersatzbank, bei den Auswechslungsschildern und auf den Eintrittskarten.

 

Die UEFA stellt aber nicht nur ein hohes Maß an Anforderungen an den Klub, auch sie selber geht mit noch einem Schuss mehr Professionalität als sonst ans Werk. Während bei „normalen“ Europacup-Matches lediglich ein internationaler Schiedsrichter-Beobachter und ein UEFA-Delegierter geschickt werden, so kommen in der Gruppenphase auch ein Venue Director und ein Venue Manager dazu. Das Duo reist jeweils am Dienstag an, bleibt bis Freitag, unterstützt den Verein in der Abwicklung des Spiels und schaut penibel auf die Einhaltung des Richtlinienkatalogs.

 

Und auch bei den Tickets hat der Dachverband des europäischen Fußballs die Hände drauf. Laut eigenen Vorgaben können je nach Bedarf ein (überschaubares) Kontingent an Tickets für UEFA-Werbepartner im VIP-Bereich und den normalen Tribünen angefordert werden, die natürlich somit gesperrt und nicht in den freien Verkauf gehen können. Auch wenn sie nicht gebraucht werden.

 

Nicht vergessen darf man auch die Umrüstung des Flutlichts. Die UEFA fordert 1.400 LUX, davon waren wir bislang weit entfernt. Mit dem Neubau der Flutlichtmasten können wir nun aber sogar 1.800 LUX bieten.

 

Auch auf der Pressetribüne herrscht Ausnahmezustand: Knapp 100 Medienvertreter werden bei diesem Spiel erwartet, aus der Ukraine reisen 34 (!) Journalisten an. Das ist absoluter Rekord in den vergangenen 10 Jahren, nicht einmal im UEFA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Parma waren annähernd so viele Journalisten aus Italien da. Zum Vergleich: Im Normalfall kommen vom gegnerischen Team zehn Personen zur Berichterstattung mit.

 

Ein Spieltag in der Europa League – vieles ist anders als an einem normalen Bundesliga-Spieltag, die 22 Spieler auf dem Feld und die Fans auf den Tribünen bleiben da wie dort aber das Wichtigste!

 

>>> Infos für Karten für das Europa-League-Spiel

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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