14.04.2011, 12:00 Uhr

EMIR DILAVER: „ICH BIN EIN SPIELER, DER WILL!“

Emir Dilaver: „Ich bin ein Spieler, der will!“

In der 21. Runde beim 4:1 gegen Wiener Neustadt feierte Austria-Youngster Emir Dilaver (19 Jahre) sein Bundesligadebüt. Kurz darauf lieferte der U21-Teamspieler im Wiener Derby eine sehr ambitionierte Vorstellung ab und gut möglich, dass es am kommenden Samstag gegen Mattersburg zu seinem dritten Einsatz für die Veilchen in der Generali-Arena kommen könnte.


Mittelfeldmotor Julian Baumgartlinger muss nach seiner fünften gelben Karte im Match gegen Mattersburg eine Partie pausieren, damit dürfte ein Kandidat aus dem Trio Emir Dilaver, Niklas Hohenender oder Peter Vorisek  im defensiven Mittelfeld der Austria seine Chance bekommen.


Unabhängig davon zieht Dilaver, der seit dem Wintertrainingslager zur Kampfmannschaft befördert wurde, sein Programm beinhart durch: „Ich bereite mich immer gewissenhaft auf jedes Match vor, der Rest ergibt sich. Klar will ich unbedingt spielen, aber das wollen alle. Insgesamt muss ich noch mehr Dominanz zeigen und Verantwortung übernehmen, auch wenn ich der Jüngste bin, nur so kann man sich aufdrängen.“


Seit seiner Ankunft hat er auch abgesehen von den üblichen Trainingseinheiten einen Gang zugelegt: „Nach einer Anpassungsphase bin ich jetzt echt in der Kampfmannschaft angekommen. Ich weiß, worum es geht, schiebe selbstständig viele Lauf- und Krafteinheiten daneben und  trainiere zusätzlich noch mit einem Koordinationsprogramm, das wir als Vorbereitung auf die U20-WM in Kolumbien vom ÖFB bekommen haben. Ohne Selbstverantwortung und Eigeninitiative kommt man heutzutage nicht mehr voran. Ich bin ein Spieler, der will und genau das werde ich beweisen.“


Auch mannschaftlich geht für Dilaver nach dem Match im Kapfenberg noch mehr: „Ich weiß selbst nicht warum, aber wir waren etwas zu locker, haben nach jedem Gegentreffer zwar einen Gang zugelegt, dann aber wieder zurückgeschaltet. Solche Spiele gibt es aber. Entscheidend ist jetzt, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und es in den nächsten Matches nicht dazu kommen zu lassen.  Gerade in solchen Partien ist höchstmögliche Aggressivität gefragt, um nicht leichtfertig Zähler liegen zu lassen, die möglich gewesen wären. Ab jetzt zählt wirklich jeder Punkt!“


Gleiches gilt für ihn auch für das Duell mit Mattersburg am Samstag: „Sie sind Vorletzter, werden kratzen und beißen.  Mattersburg wird uns nichts schenken und weiß genauso, dass wir zu Hause als Erster gewinnen müssen.“ Der Schlüssel für ihn dazu ist denkbar einfach: „Spielerische Überlegenheit ist das eine, aber für mich sind gewonnene Zweikämpfe die Basis dafür. Die müssen wir annehmen, denn gerade der SVM wird nicht zurückstecken und voll durchziehen. Wenn man Statistiken ansieht, gewinnt fast immer das präsentere Team, allein schon weil es den Gegner dadurch hindert, richtig ins Spiel zu kommen.“


Höchst erfreuliche Nachrichten gibt es auch von Peter Hlinka. Unser Mittelfeldroutinier, der bis zum Winter noch in jedem Meisterschaftsspiel zum Einsatz kam, trainierte am Mittwoch erstmals seit langem wieder mit dem Ball und ist nach langwierigen Achillesfersenproblemen beinahe schmerzfrei. Damit dürfte auf der Sechserposition bald eine weitere Alternative wieder zur Verfügung stehen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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