24.02.2011, 11:50 Uhr

DIE WICHTIGSTEN FACTS ZUM LASK DURCH DIE VIOLETTE BRILLE

Die wichtigsten Facts zum LASK durch die violette Brille

Am kommenden Samstag (Anpfiff  18:30 Uhr) bestreitet die Wiener Austria ihr erstes Auswärtsspiel im Jahr 2011. Wenn die Veilchen beim LASK gastieren, dann gab es zuletzt meist ein Torfestival und ein gutes Ende für Violett. Die letzten drei Meisterschafts-Begegnungen in der Stahlstadt endeten mit einem Erfolg für die Austria. Im Sommer 2009 gewann die Daxbacher-Truppe ein verrücktes Match mit 5:4, im vergangenen Frühling holte man mit dem  „Mode“-Resultat von 1:0 ebenfalls drei Zähler und auch beim ersten Gastspiel in dieser Saison hatte die Austria bei einem turbulenten 4:3-Sieg das bessere Ende für sich.

 

Objektiv betrachtet fährt die Wiener Austria als Favorit nach Oberösterreich. Die Linzer stehen auch im Frühjahr bisher nach zwei Niederlagen noch ohne Punkte am Tabellenende, haben die meisten Tore (50) kassiert und die wenigsten geschossen (14). Nicht nur das Sprichwort vom angezählten Boxer, der besonders gefährlich ist, sondern etliche Beispiele aus den vergangenen Jahren zeigen aber, dass gerade angeschlagene Gegner nie zu unterschätzen sind.

 

Umso mehr, als sich der LASK bisher gegen Mattersburg (0:1) und Ried (0:2) im Vergleich zum Herbst deutlich kompakter und insgesamt verbessert  zeigte und in beiden Spielen die realistische Chance auf Punkte hatte. Angesichts des Fehlstarts, wäre eine dritte Niederlage am Stück für die Linzer fatal, denn damit würde der Klassenerhalt in noch weitere Ferne rücken.

 

Für etliche Violette ist der Besuch in Linz eine Reise in der Vergangenheit. Angefangen bei Coach Karl Daxbacher, der den Verein nach Jahren der Zweitklassigkeit 2007 zurück in die Bundesliga führte. Damals vom aktuellen Austria-Kader ebenfalls an Bord: Florian Klein, Georg Margeitter und Niklas Hoheneder. Auch Heinz Lindner stammt bekanntlich aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt und verdiente sich einst in der Akademie der Schwarz-Weißen seine ersten Sporen. Manuel Ortlechner (Heimatstadt Ort) und Tormanntrainer Franz Gruber (Gmunden) begeben sich am Samstag zumindest auf heimatliches Terrain.

 

Die aktive Austria-Fraktion in den Reihen des LASK beschränkt sich hingegen im Vergleich zu den Vorjahren am Feld wohl allein auf Keeper Thomas Mandl, der im Doublejahr 2002/03 das Tor bei Violett hütete. Sowohl Florian Metz als auch Emin Sulimani (beide Schambeinreizung) stehen dem ehemaligen Austria-Coach Georg Zellhofer, der durch den ebenfalls damals in Favoriten tätigen Fitnesstrainer Gerhard Zallinger unterstützt wird, nicht zur Verfügung. Mit Christian Mayrleb, Thomas Krammer und Daniel Sobkova verließen übrigens allein in der Winterpause drei Akteure mit violetter Vergangenheit den LASK.

 

Zu freundschaftliche Gefühle sollten zumindest während der 90 Minuten am Platz aber ohnedies nicht aufkommen, will die Austria doch ihren Erfolgsrun nach zwei Erfolgen im Frühjahr unbedingt prolongieren und der Rolle als bestes Auswärtsteam der Liga weiter gerecht werden.

 

Einige andere Facts noch zum Gegner: Der zuletzt langzeitverletzte Stürmer-Youngster Lukas Kragl feierte im Derby gegen Ried vergangene Runde sein Comeback. Höchste Zeit, wenn man bedenkt, dass aus dem aktuellen Kader Alexander Zickler mit gerade einem Tor der einzige Angreifer war, der im Herbst überhaupt getroffen hat. Bester Torschütze bei den Linzern ist Abräumer und Ex-Teamspieler Rene Aufhauser (4 Tore), vor dem 71-fachen albanischen Internationalen Klodian Duro (2 Tore).

 

Bis zum Winter setzte der LASK weitestgehend auf heimische Fußballer, wie aktuell noch Rang  zwei in der Österreicher-Wertung hinter der Austria zeigt. Im Winter gab es hier aber eine Kehrtwende. Das spanische Trio Garcia, Santana und Hernandez sowie der neue Abwehrschef Petr Lukas sollen neben den beiden österreichischen Neuverpflichtungen Haris Bukva und Cem Atan im Abstiegskampf die entscheidenden Akzente setzen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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