30.12.2011, 12:00 Uhr

DIE HIGHLIGHTS DES VIOLETTEN JAHRES 2011 TEIL II

Die Highlights des violetten Jahres 2011 Teil II

Im zweiten Teil der Highlight-Serie beleuchtet www.fk-austria.at den Herbst 2011, in dem die Wiener Austria in der Meisterschaft zwei Gesichter zeigte, wo hingegen im Europacup von einem kleinen Wehrmutstropfen abgesehen, durchwegs positiv resümiert werden kann.


- Bereits vor dem Meisterschaftsstart hatte die Wiener Austria mit dem Europacup-Gastspiel bei Rudar Pljevlja aus Montenegro das erste Pflichtspiel und einen von vielen erfolgreichen Auftritten in dieser Euroapcup-Saison in den Beinen. Ein Barazite-Doppelpack sowie ein Treffer von Tomas Jun sicherten einen 3:0-Auswärtserfolg, der das Rückspiel zur Formalität machte. Die beiden Torschützen aus dem Hinspiel sicherten in Wien einen ebenfalls ungefährdeten 2:0-Sieg der Veilchen.


- In der Meisterschaft setzte es zum Liga-Anpfiff eine 0:2-Niederlage bei Salzburg. Eine Stunde lang hielt die Daxbacher-Elf gut dagegen, ein Doppelschlag innerhalb von nur zwei Minuten sorgte aber für die Entscheidung zugunsten der Mozartstädter.


- Es sollte für längere Zeit die letzte Niederlage in der Bundesliga bleiben, holte die Austria doch aus den kommenden vier Runden gleich zehn von zwölf möglichen Zählern. Den Anfang machte dabei ein 2:1-Heimsieg gegen die SV Ried. Held des Abends war eindeutig Markus Suttner. Peter Hlinka sorgte per Kopf für die Pausenführung, die Austria vergab einige Sitzer und musste kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich durch Casanova hinnehmen, ehe „Sutti“ mit einem Traumtor aus 25 Metern doch noch für den Dreipunkter sorgte. Auf ein 0:0 in Innsbruck folgte eine 5:0-Kantersieg  gegen Kapfenberg, bei der Roland Linz mit gleich vier Treffern Mann des Abends war.


- In der Zwischenzeit hatte die Austria in der Europa League-Qualifikation bereits den nächsten Gegner ausgeschaltet. Mit Olympia Laibach wartete hier bereits ein deutlich anspruchsvollerer Gegner. In Slowenien gelang den Veilchen gegen die  Mannschaft von Laibach-Sportdirektor und Ex-Austria-Kapitän Milenko Acimovic  beim 1:1-Remis durch Roland Linz das wichtige Auswärtstor. Das Rückspiel in Wien wurde zum Triumphzug von Nacer Barazite. Sein Triplepack beim 3:2-Heimsieg in einer spannenden und knappen Partie sicherte den Aufstieg ins Play-Off um den Einzug in die Gruppenphase.


- Der Gegner für diese Endspiele hieß Gaz Metan Medias aus Rumänien, der zuvor immerhin bereits den deutschen Bundesligisten Mainz 05 aus dem Bewerb eliminiert hatte. Die Austria ließ im Gegensatz zum neuen Klub von Julian Baumgartlinger in Wien nichts anbrennen. Eine abgerissene Flanke, die sich ins violette Tor senkte, egalisierte die Führung durch Roland Linz, doch Euro-Bomber Nacer Barazite brachte die Austria mit einem Doppelpack zum 3:1-Endstand auf Kurs.


- Die Moralspritze für das Rückspiel holten sich die Veilchen ausgerechnet im Wiener Derby. Vor über 30.000 Zuschauern wurden die Hütteldorfer mit einer 3:0-Gala-Vorstellung aus dem Wiener Prater geschossen. Nacer Barazite vor, sowie Zlatko Junuzovic und Roland Linz nach der Pause sorgten bei dieser Machtdemonstration für klare Verhältnisse.


- Nur vier Tage später folgte die mit Sicherheit „schönste“ Niederlage dieser Saison, denn mit einem 0:1 in Cluj gegen Gaz Metan Medias sicherte sich die Austria den Einzug in die Europa League-Gruppenphase.


- Es folgten drei unglückliche Spiele in der Liga und im Europacup. Zunächst eine 2:4-Heimpleite gegen die Admira, bei der nach dem Gorgon-Premierentreffer das vermeintlich vorentscheidende und völlig reguläre 2:0 durch Tomas Jun aberkannt wurde. Ähnliches wiederholte sich in der Runde darauf, als man durch Roland Linz plangemäß mit 1:0 in Front ging und ein Brutalo-Elfmeterfoul an Nacer Barazite wohl die Zwei-Tore-Führung für Violett bedeutet hätte. Stattdessen hieß es am Ende 1:1. Und auch in der Europa League Gruppenphase reichte es knapp nicht. Gegen Gruppenfavoriten Metalist Kharkiv lieferte die Austria eine starke Performance ab und ging durch ein Tor von Tomas Jun mit einer 1:0-Pausenführung in die Kabine. Der leichtfertige Ausgleich nach einem Corner und ein spätes Elfmetertor machten einen durchaus möglichen Punktegewinn gegen die Ukrainer aber noch zunichte.


- Gleich fünf Siege am Stück in der Liga, im Cup und Europacup ließen die violette Fangemeinde dann aber wieder ordentlich jubeln.  Nacer Barazite, ein Doppelpack von Alex Grünwald sowie Dario Tadic sorgten für einen ungefährdeten 4:2-Sieg in Mattersburg. Tadic legte mit einem Doppelpack im ÖFB-Cup beim 3:1- in Allerheiligen gleich ordentlich nach.


- Im Schlager der 9. Runde empfing die Wiener Austria schließlich Titelverteidiger Sturm Graz. Lange sahen die Steirer in dieser knappen Begegnung nach einem frühen Bodul-Treffer wie der Sieger aus, schlussendlich gingen sie aber nach einer tollen Aufholjagd der Austria ganz leer aus. Super-Joker Michael Liendl traf mit der ersten Ballberührung aus 25 Metern zum Ausgleich und Nacer Barazite beendete einen wahren violetten Sturmlauf mit dem wichtigen Siegestreffer zum 2:1.


- Noch dramatischer aber ebenfalls mit einem „Happy End“ ende das Spitzenspiel gegen Salzburg. Die zweimalige Führung durch Zlatko Junuzovic und Nacer Barazite konnten die Mozartstädter zwar ausgleichen, aber nach dem 3:2-Siegestreffer durch Alex Grünwald in der 93. Minute folgte nur mehr der Schlusspfiff und grenzenloser Jubel.


- Zwischenzeitlich feierte die Austria auch am internationalen Parkett einen denkwürdigen Sieg. Der 2:1-Erfolg bei Malmö FF war gleichzeitig der erste Auswärtserfolg der Wiener Austria in einer europäischen Gruppenphase nach sieben Jahren. Nacer Barazite und Alex Grünwald trafen mit sehenswerten Toren zum 2:0-Halbzeitstand. Statt eine der guten Möglichkeiten zum entscheidenden dritten Tor nützen zu können, kassierte man zwar noch den Anschlusstreffer, aber eine couragierte Abwehrleistung und ein an diesem Abend überragende Pascal Grünwald im violetten Tor sicherten die drei Punkte.


- Gegen eine Prolongation dieses Siegeslaufes hatte Referee Christian Dintar wohl etwas, als er die Austria bei der 1:2-Niederlage in Ried gleich mit drei Entscheidungen für Aufsehen sorgte. Erst erkannte er zwei Treffer der Veilchen ab, dann fiel er noch auf eine plumpe Schwalbe herein, die er statt mit einer gelben Karte, wegen Schauspielerei, mit einem Elfmeter ahndete.


- Fünf der folgenden acht Partien endeten danach kurioserweise mit einem 1:1-Remis. Beim holländischen Tabellenführer in Alkmaar führte die Austria nach einer ersten Hälfte, in der sie den Gegner förmlich schwindlig spielte schnell mit 2:0, erst in der Schlussphase konnte AZ noch ausgleichen.


- Zwischen dem Rückspiel gegen die Niederländer in Wien war sowohl beim 1:1 im Heim-Derby, als auch beim 2:2 in Kapfenberg durchaus mehr möglich, ehe abermals ein Achtungserfolg gegen Alkmaar gelandet werden konnte. Die Holländer führten in der Generali Arena schon 2:0, ehe Manuel Ortlechner und Nacer Barazite mit seinem bereits zehnten Europacup-Treffer noch auf 2:2 stellten.


- Die gleiche Aufholjagd mit selbem Ausgang folgte am Wochenende darauf, als die Veilchen ebenfalls schon mit 0:2 zurück lagen. Michael Liendl und Zlatko Junuzovic mit einem Last-Minute-Tor in der 93. Minute sicherten aber noch einen Punkt.
- Deutlich besser lief es im Vorfeld der 100-Jahre-Jubiläumsshow Mitte November, als die Veilchen bei der bis dahin zu Hause noch ungeschlagenen Admira zu Gast waren. Mit einer der besten Saisonleistungen wurde das Überraschungsteam der  Saison gleich mit 3:0 aus dem eigenen Stadion geschossen. Zwei Mal Nacer Barazite und Georg Margreitter trafen.

 

- Die nächsten vier Pflichtspiele liefen dann allerdings gar nicht nach dem Geschmack der violetten Fans. In Kharkiv setzte es trotz eines wunderschönen Tores von Florian Mader eine 1:4-Pleite, gefolgt von einem mageren 2:2 in der Generali Arena gegen Wiener Neustadt. Als sicherer Sieger scheinend, kassierten die Veilchen trotz einer Chancenflut in der Nachspielzeit noch den mehr als unnötigen Ausgleich. Mattersburg trotzte der Austria zu Hause ebenfalls ein 0:0-Remis ab und als die Daxbacher Elf in der Runde darauf in Graz kurz vor der Pause durch einen Kopfball von Zlatko Junuzovic wunderschön den Ausgleich erzielte, schien Besserung in Sicht. Am Ende einer rabenschwarzen zweiten Hälfte stand es allerdings 5:1 für die „Blackies.“


- Die Zeit für einen Befreiungsschlag war also mehr als reif und der gelang ausgerechnet im Europacup, im letzten Gruppenspiel gegen Malmö FF. Trotz einer nominell stark geschwächten Truppe fighteten die Veilchen das schwedische Spitzenteam vor eigenem Publikum vor allem dank einer starken zweiten Hälfte mit 2:0 nieder. Auch wenn es zum Herbstfinale bei Salzburg zum Abschluss noch eine empfindliche 0:3-Niederlage in Salzburg setzte, liegt die Wiener Austria über die Winterpause auf Schlagdistanz zur Spitze. Umso wichtiger wird der Auftakt im Frühjahr, wo mit Ried und dem 300. Wiener Derby gleich zwei echte Kracher warten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
» zur Gesamttabelle