27.08.2011, 14:20 Uhr

DAXBACHER RICHTET DEN FOKUS BEREITS VOLL AUF DIE ADMIRA

Daxbacher richtet den Fokus bereits voll auf die Admira

Europacup war gestern, am Wochenende steht bereits wieder die Meisterschaft auf dem Programm. Die Wiener Austria trifft am Sonntag (Anpfiff 18:30 Uhr) zu Hause auf Aufsteiger Admira. Nach dem Abstieg 2006 ist der Traditionsverein aus der Südstadt heuer wieder zurück in der Bundesliga und macht bisher durchwegs eine gute Figur.


Nach einer unglücklichen 0:2-Niederlage in Hütteldorf als besseres Team zum Auftakt, führte die Kühbauer-Elf bei der Heimpremiere gegen Kapfenberg bis zur Nachspielzeit, ehe man noch das 1:1 kassierte. Den zwei ambitionierten Vorstellungen folgten dann auch endlich die nötigen Punkte. Mit einem klaren 3:0-Sieg im Niederösterreich-Derby gegen Wiener Neustadt und einem 2:1-Erfolg gegen Mattersburg zeigten die Rot-Schwarzen gegen die beiden Abstiegskandidaten gleich einmal ordentlich Zähne.

Vergangenes Wochenende erkämpfte sich die Admira dazu noch bei Wacker ein respektables 2:2. Unter dem Strich heißt das derzeit Platz drei in der Tabelle.


Ein Mitgrund dafür ist vielleicht auch das gute Händchen von Coach Didi Kühbauer bei den Neuverpflichtungen im Sommer. Von den insgesamt sechs Neuen standen mit Rene Seebacher (TSV Hartberg), Andreas Schrott (USK Anif), Issiaka Ouédraogo (SV Grödig) gleich drei Akteure zumeist in der Startelf. Der 51-fache tschechische Nachwuchsteamspieler Martin Zeman (22 Jahre, leihweise von Sparta Prag) muss derzeit noch verletzt passen. Ex-Veilchen Emin Sulimani, der zuletzt in Innsbruck per Freistoß den Last-Minute-Ausgleich erzielte, ist am Weg zurück und auch Philipp Honischer, der vergangene Saison noch bei der Vienna aufgeigte, wird großes Potential nachgesagt.

 

Zu unterschätzen sind die Niederösterreicher, bei denen mit  Gernot Plassnegger, Patrick Jezek und dem Sulimani Brüder-Duo Emin und Benjamin gleich vier ehemalige Violette zu finden sind, daher für Austria-Trainer Karl Daxbacher keinenfalls: „Der Ligaalltag hat uns wieder. Gedanklich können wir den Einzug in die Europa League-Gruppenphase sicher feiern, aber der Fokus gilt trotzdem schon dem nächsten Match. Die Admira hat sich nach ihrem Aufstieg sehr rasch in der Bundesliga zu Recht gefunden. Sie spielt bisher mit einem sehr geordneten System, präsentiert sich bisher als eingespielte Truppe und hat auch die nötigen Einzelspieler um jeden Gegner vor Probleme stellen zu können.“


Der Anspruch der Veilchen steht für Daxbacher trotz des anstrengenden Europacup-Fights außer Frage: „Ja, wird sind Favorit, mehr aber auch schon nicht. Nach dem schweren Match in Rumänien ist in der kurzen Zwischenzeit Regneration angesagt. Nacer Barazite wird uns nach seinem am Donnerstag erlittenen Muskelfaserriss sicher fehlen. Unser neues System wird aber auch ohne ihn weiter beibehalten.“ Neben dem Fixausfall von Barazite ist auch Georg Margreitter nach einem Schlag auf das Bein noch fraglich.


Die direkten Duelle mit dem neunfachen österreichischen Meister gingen in der jüngeren Vergangenheit fast immer zugunsten der Wiener Austria aus. Von den letzten 24 Begegnungen verloren die Veilchen bei zwanzig Siegen und drei Remis nur ein einziges Match. Das bislang letzte Aufeinandertreffen fand am 24. Mai 2005 statt. Im ÖFB-Cup-Finale bezwang die Austria die Admira nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit durch zwei Acimovic-Treffer in der Verlängerung mit 3:1 und sicherte sich damit ihren 27. Cup-Sieg.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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