13.01.2011, 14:15 Uhr

DAVID OBERORTNER – EIN TIROLER ORIGINAL ZEIGT BEI DEN AMATEUREN AUF!

David Oberortner – ein Tiroler Original zeigt bei den Amateuren auf!

Was Neuzugang Fabian Koch bei der violetten Kampfmannschaft ist, das verkörpert David Oberortner bei den Austria Amateuren. Die beiden teilen nicht nur die gemeinsame Herkunft nahe oder in Innsbruck, sondern gehören auf der rechten Seite zu den absoluten Sprintraketen in ihren Teams.

 

Während Koch, abgesehen vom Herbst bei Wacker, allerdings in den letzten Jahren zumeist auf der Position des rechten Außenverteidigers zum Einsatz kam, ist für Oberortner die Rolle am Flügel noch relativ neu: „Eigentlich habe ich immer hinter den Spitzen als Spielgestalter agiert, aber mittlerweile gefällt  es mir rechts immer besser.“

 

Mit seinem eben verpflichteten Landsmann hatte „Obschi“ übrigens schon früher Berührungspunkte. „Bevor ich mit 14 Jahren in die Austria-Akademie gekommen bin, haben wir im Tiroler BNZ in der U17 bereits zusammengespielt. Damals war Fabian aber noch eher im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause“, wie sich dieser übrigens auch noch schmunzelnd erinnert.

 

Für Oberortner verlief der vergangene Herbst in der Ostliga nach anfänglichen Verletzungssorgen besonders erfreulich: „Einerseits, weil ich in den vergangenen Monaten wirklich den Umstieg vom Akademie- auf den Profifußball erfolgreich geschafft habe und andererseits weil ich mir beinahe einen Stammplatz erkämpft habe.“

 

Von seinem neuen Trainer Ivica Vastic hält der Youngster einiges: „In den letzten Monaten haben wir jeder für sich und alle zusammen schon viel von ihm profitiert. Er hat zu jeder Trainings- uns Spielsituation etwas zu sagen und prinzipiell so gut wie immer Recht. Auch die Mätzchen, die im Profigeschäft unerlässlich sind, wenn man weiter kommen will,  bringt er uns bei. Beispielsweise wie man an einem Gegner auch in verzwickten Situationen trotzdem vorbeikommt, wie man sich am besten wehren kann und wo auch einmal ein kleines verstecktes Foul erlaubt ist. All das bereitet uns bestmöglich auf die nächsten tollen Aufgaben vor.“

 

Und auch Coach Vastic sieht die Entwicklung seines Schützlings durchwegs positiv: „Er hat tolle Anlagen und gibt immer alles. Die zwei wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere sind also vorhanden. Vor dem Tor muss er noch etwas ruhiger werden, aber das wissen wir beide und arbeiten hart daran.“

 

Geschuftet wird bei Oberortner auch abseits des Platzes. Bis zum Sommer stehen die letzten Prüfungen und Projektarbeiten für den Schulabschluss in Hollabrunn an. Wohnung in Kaisermühlen, Schule in Niederösterreich und Training in Wien Favoriten bedeuten reichlich Kilometer. „Es ist jetzt der Endspurt und ich werde, wie in den vergangenen Jahren auch, noch einmal alles unter einen Hut bekommen. Trotzdem, auf die Zeit danach, wenn ich mich vorerst nur mehr auf den Fußball konzentrieren kann, auf die freue ich mich schon wirklich.“

 

Ziele für das anstehende Frühjahr gibt es beim U19-Teamspieler jedenfalls genug, wie er kompakt  zusammenfasst: „Stammplatz und viel Spielzeit, auf meine Stärken bauen, an den Schwächen arbeiten und dann wäre da noch die U20-WM in Kolumbien, bei der ich unbedingt dabei sein will.“

 

Im Sommer verpasste er aufgrund seiner Verletzung zwar die entscheidenden Qualifikationsspiele der Nachwuchsauswahl, aber trotzdem erhofft er sich ein Ticket für dieses Großevent: „Wenn ich die letzten Meldungen richtig deute, dann wäre ich nach derzeitigem Stand dabei, aber verlassen kann und will ich mich darauf nicht. Die beste Versicherung ist eine starke Performance in der Rückrunde und der Rest wird sich ergeben.“

 

Frisch erholt vom Heimaturlaub und ausgiebigen Schitagen rund um Innsbruck geht es also mit vollem Tatendrang in die Vorbereitung: „In den ersten Tagen haben wir schon ein hartes Programm gefahren. Momentan steht die Ausdauer im Vordergrund, aber wer den Trainer kennt, weiß, dass auch spielerisch bei uns bald wieder ausgiebig gearbeitet wird.“

 

Seine Prognose für das Frühjahr gleicht jedenfalls bereits einer Kampfansage: „Von Platz eins bis drei ist alles möglich. Wir wissen was wir können und wollen das im Frühjahr als gefestigte Mannschaft noch besser umsetzen als im Herbst.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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