10.06.2011, 09:10 Uhr

DAS SIND DIE FIGO-ALL-STARS: DER KARPATEN-MARADONA HAGI IST RUMÄNIENS „SCHNECKERL“

Das sind die Figo-All-Stars: Der Karpaten-Maradona Hagi ist Rumäniens „Schneckerl“

In den kommenden Tagen bis zum Jubiläumsspiel der Wiener Austria gegen die FIGO-All-Stars am Freitag in einer Woche präsentiert www.fk-austria.at einige der größten Stars der beeindruckenden Weltauswahl, die gegen die Veilchen antreten wird. Im zweiten Teil der Serie wird mit Georghe Hagi der beste Fußballer Rumäniens aller Zeiten näher beleuchtet. Der herausragende Spielmacher glänzte wie Namens- und Teamkollege Gheorghe Popescu auch weit mehr als ein Jahrzehnt in der Nationalmannschaft. Besonders bei Galatasaray Istanbul, das der klassische 10er zu etlichen Meistertiteln und zum UEFA-Cup-Triumph 2000 führte, ist der Karparten-Maradonna eine lebende Legende. So wie Hebert Prohaska in Österreich wurde Hagi in Rumänien zum besten Fußballer des abgelaufenen Jahrhunderts gekürt.


Hagi begann seine Fußballerkarriere 1978 beim FC Constanta an der Schwarzmeerküste Rumäniens, wo er im Alter von 17 Jahren sein Meisterschaftsdebüt feierte. Sieben Tore in seiner ersten Saison ebneten ihm den Weg in die rumänische Hauptstadt Bukarest zu Sportul Studentesc. Dort hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass sich sein Verein in der Folgezeit alljährlich für den UEFA-Pokal qualifizierte.


In der Winterpause der Saison 1986/87 wurde Hagi zu Steaua Bukarest transferiert. Dort feierte er seinen Einstand mit dem einzigen Treffer im Endspiel des Europäischen Supercups gegen Dynamo Kiew. Mit Steaua gewann er drei Mal die nationale Meisterschaft und zwei Mal den Pokal. 1989 war er hauptverantwortlich dafür, dass Steaua bis ins Finale des Europapokals der Landesmeister vorstieß.


Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien erhielt Hagi von seinem Verein die Freigabe für das Ausland. Von Real Madrid ging es zu Brescia Calcio in die Serie A und nach der so erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaft 1994 wurde der FC Barcelona erneut auf ihn aufmerksam und er wechselte ein zweites Mal nach Spanien. 1996 schließlich entschied er sich für einen Wechsel zu Galatasaray Istanbul. Dort wurde er vier Mal türkischer Meister, zwei Mal türkischer Pokalsieger und gewann 2000 den UEFA-Pokal und seinen zweiten Europäischen Supercup.

 

Hagi war schon als Aktiver bei Galatasaray eine Legende. So konnte er mehr oder weniger selbst bestimmen, wie lange er spielen wollte. Die Trainer und Mannschaftskollegen tolerierten die exzentrischen Eigenheiten ihres Spielmachers, da seine Leistung auf dem Platz meist stimmte. Am 24. April 2001 verabschiedete sich Hagi mit einer eigens für ihn angerichteten Gala aus dem aktiven Fußball. Bei allen Klubs außer dem FC Barcelona (11) trug Hagi die legendäre Rückennummer 10.


Mit im Gepäck hat er kommenden Freitag übrigens seinen langjährigen Teamkollegen Gheorghe Popescu, der über PSV Eindhoven, Tottenham, den FC Barcelona oder Galatasaray (ebenfalls UEFA-Cup-Sieger 2000) als beinharter Verteidiger eine ähnlich beachtenswerte Karriere hinlegte und als sechsfacher rumänischer Fußballer des Jahres gemeinsam mit Lichtgestalt Hagi im Team jahrelang für Furore sorgte.


Im Nationalteam begeisterte der Karpaten-Maradona Hagi in 125 Länderspielen Fußballfans in aller Welt, denn vor allem im rumänischen Nationaltrikot hatte er die größten Momente seiner Fußballerlaufbahn. Hagi debütierte bereits mit 18 Jahren für die Nationalmannschaft.  Erinnern wird man sich an seine Auftritte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA, als er seine Mannschaft überraschend bis ins Viertelfinale führte und unter anderem den Vize-Weltmeister Argentinien ausschaltete.


Sein erstes großes Turnier spielte er 1984 als 19-Jähriger bei der Europameisterschaft in Frankreich. Dort verlor er in den Gruppenspielen u. a. gegen Deutschland. Nach drei WM-Teilnahmen 1990, 1994 und 1998 sowie einer weiteren EM-Teilnahme 1996 war sein letzter großer Auftritt bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden. Im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Italien erhielt er die gelb-rote Karte. So endete seine Karriere für Rumänien etwas unrühmlich. Anlässlich seines 109. Länderspiels am 22. April 1998 wurde Hagi als neuer rumänischen Rekordnationalspieler geehrt.


Im Juli 2001 startete Hagi seine Trainerkarriere als Nationaltrainer Rumäniens, weitere Stationen als Klub-Coach: Galatasaray Istanbul, Bursaspor, FCU Politehnica Timisoara, Steaua Bukarest und noch einmal Galatasary Istanbul bis zum März 2011. Seinen größten Erfolg auf der Trainerbank feierte er bisher 2005, als er mit Galatasaray durch einen 5:1-Kantersieg gegen Erzrivalen Fenerbahce den türkischen Pokal holte.

 

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Austria feiert am 17.6. ein violettes Volksfest mit internationalen Stars

 

 

Steckbrief Georghe Hagi 
Nationalität: Rumänien
Geboren am: 05.02.1965
Position: Mittelfeld
Nationalteam: 125 Einsätze (35 Tore)


VEREINE
1982 – 1983: FC Constanta
1983 – 1987: Sportul Studentesc
1987 – 1990: Steaua Bukarest
1990 – 1992: Real Madrid
1992 – 1994: Brescia Calcio
1994 – 1996: FC Barcelona
1996 – 2001: Galatasaray Istanbul


ERFOLGE
WM-Teilnehmer  1990, 1994, 1998
EM-Teilnehmer  1984, 1996, 2000
Rumänischer Meister: 1987, 1988, 1990
Rumänischer Cupsieger: 1987, 1989
Spanischer Supercup: 1990, 1994
Türkischer Meister: 1997, 1998, 1999, 2000
Türkischer Cupsieger: 1999, 2000
UEFA Cup: 2000
UEFA Super Cup: 1986, 2000

AUSZEICHNUNGEN
Rumäniens Fußballer des Jahrhunderts
Rumänischer Torschützenkönig 1985, 1986
Torschützenkönig des Europacups der Meister 1988
Rumänischer Fußballer des Jahres 1985, 1987, 1993, 1994, 1997, 1999, 2000
FIFA 100

 

 

Steckbrief Georghe Popescu
Nationalität: Rumänien
Geboren am: 09.10.1967
Position: Verteidiger
Nationalteam: 115 Einsätze (16 Tore)
VEREINE
1985 – 1988: Universitatea Craiova
1988: Steaua Bukarest
1988 – 1990: Universitatea Craiova
1990 – 1994: PSV Eindhoven
1994 – 1995: Tottenham Hotspur
1995 – 1997: FC Barcelona
1997 – 2001: Galatasaray Istanbul
2001 – 2002: US Lecce
2002 – 2003: Dinamo Bukarest
2002: Hannover 96


ERFOLGE
WM-Teilnehmer 1990, 1994, 1998
EM-Teilnehmer 1996, 2000
Europacup der Cupsieger: 1997
UEFA-Cup: 2000
UEFA Supercup: 2000
Spanischer Cup: 1997
Spanischer Supercup: 1996
Niederländischer Meister: 1991, 1992
Niederländischer Supercup: 1992
Türkischer Meister: 1998, 1999, 2000
Türkischer Cup: 1999, 2000
Rumänischer Meister: 1988
Rumänischer Cup: 1988


AUSZEICHNUNGEN
Rumänischer Fußballer des Jahres 1989, 1990, 1991, 1992, 1995, 1996

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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