26.07.2011, 09:30 Uhr

DAS 40ER-JUBILÄUM VOR AUGEN HAT HLINKA IM EUROPACUP NOCH VIEL VOR

Das 40er-Jubiläum vor Augen hat Hlinka im Europacup noch viel vor

Beim 2:1-Sieg gegen die SV Ried am vergangenen Wochenende brachte Peter Hlinka die Wiener Austria mit einem schönen Kopfballtreffer mit 1:0 in Front. Schlussendlich sicherte dann noch Markus Suttner mit seinem Traumtor den Veilchen einen ganz wichtigen Erfolg, wie auch Hlinka selbst weiß: „Gerade ein guter Start in eine Saison nimmt einer Mannschaft meiner Erfahrung nach sehr viel Druck. Mit starken Ergebnissen kommt dann auch die Form. In Hinblick auf die kommenden Aufgaben hat uns Markus Suttner mit seinem Goldtreffer die Ausgangslage für die kommenden Wochen doch deutlich erleichtert.“

 

Aber auch sein Tor hat beim 32-jährigen Slowaken neue Kräfte frei gemacht: „Klar treffe ich nicht so oft wie unsere Stürmer ins Tor, aber umso schöner sind diese Momente dann für mich. In Wahrheit will doch jeder die Tore schießen. Als Kind am Spielplatz war das genauso wie jetzt bei uns Profis. Am Ende geht es einfach darum und es ist schön, wenn auch wir defensiv orientierten Spieler diesbezüglich einmal glänzen können.“

 

Der erste Meisterschaftssieg ist also eingefahren und geht es nach Hlinka, soll der Erfolgsrun auch am kommenden Donnerstag in Laibach seine Fortsetzung finden: „Auf dem Papier sind wir zwar Favorit, aber gerade mit den Erfahrungen aus der letzten Saison heißt es höllisch aufzupassen. Laibach ist sicher eine Kategorie höher einzustufen als zuletzt Rudar. Wir wollen heuer unbedingt den Einzug in die Gruppenphase schaffen und dafür ist von der ersten bis zur letzten Minute höchste Konzentration gefragt.“

 

Das warnende Beispiel hat er noch in schmerzlicher Erinnerung: „Vergangene Saison hätten wir gegen Aris Saloniki schon im Hinspiel mit einem halben Dutzend hundertprozentiger Torchancen alles klar machen können und haben in der Nachspielzeit noch das Gegentor zum 0:1 kassiert. So etwas darf nicht mehr passieren. Es bringt nichts nach einem guten Match zu hadern, weil dann ist es geschehen. Vielmehr muss jeder schon während dem Spiel das Letzte aus sich herauspumpen, um solche leichtfertigen Niederlagen mit Effizienz und Konsequenz wenn möglich zu vermeiden. Für die Meisterschaft gilt das natürlich genauso wie für den Europacup.“

 

Das internationale Geschäft hat für ihn auch mehr als zehn Jahre nach seinem Debüt mit Sturm Graz gegen Panathinaikos Athen in der Champions League-Saison 2000/01 kein bisschen an Reiz verloren: „Bei Europacup-Spielen herrscht immer eine ganz spezielle Stimmung. Im Gegensatz zur Liga kennt man den Gegner und dessen Spieler kaum. Es wartet immer etwas Neues. Diese Unbekannte  gemeinsam mit neuen Stadien und dem ganzen Trubel rundherum macht die ganze Sache spannend.“

 

Da wie dort versucht der violette Routinier dieser Tage aber vor allem eines: „Ich genieße es jeden Tag Fußball spielen zu dürfen und weiterhin zu können.“ Gerade im internationalen Klubfußball hatte er dazu schon reichlich Gelegenheit. Beim Rückspiel gegen Laibach in einer Woche wird Hlinka vermutlich die 40er Marke an Europacup-Spielen knacken und geht es nach ihm, sollen in dieser Saison noch einige Partien in der Europa League Gruppenphase folgen. Wunschergebnis gibt es für ihn vor dem ersten Duell trotzdem nicht: „Mein größtes Anliegen ist, keinen Gegentreffer zu kassieren, damit wäre uns schon sehr geholfen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle