30.11.2011, 09:30 Uhr

CO-TRAINER MICHORL NIMMT KHARKIV UNTER DIE LUPE

Co-Trainer Michorl nimmt Kharkiv unter die Lupe

In fast schon gewohnter Manier hat sich www.fk-austria.at im Vorfeld einer Europacup-Partie mit dem violetten Co-Trainer „Sepp“ Michorl zusammengesetzt um den Gegner Metalist Kharkiv näher zu beleuchten. Nach dem Hinspiel in Wien kennen die violetten Fans wohl alle bereits die enormen Qualitäten der starken Ukrainer, die vor allem offensiv auf sehr hochklassige Spieler zurückgreifen können.

 

Während Kharkiv in Wien noch auf ein 4-2-3-1-System zurückgriff, kam

es laut Austria-Co-Trainer „Sepp“Michorl mittlerweile zu einer kleineren Systemumstellung. „Zuletzt haben sie auf ein klassisches 4-4-2-System mit Raute umgestellt. An ihrem technisch starken Angriffsfußball hat sich dadurch aber nichts geändert.“ Neben dem offensiven Alleskönner Taison, der bereits vier Europa League-Treffer am Konto hat, stürmt mittlerweile der wiedergenese Marko Devic an seiner Seite. Der ukrainische Teamstürmer erzielte zuletzt im Länderspiel gegen Österreich den Last-Minute-Siegestreffer.


Michorl rechnet also einmal mehr mit einem Gegner, der sein Heil in der Offensive sucht: „Von ihrer Spielanlage her, können sie fast  kaum rein defensiv agieren. Für uns kann das ein Vorteil, genauso aber auch ein Nachteil sein. Die Räume werden dadurch für uns in einigen Situationen da sein, gleichzeitig wird diese Truppe, die enorm hoch steht, ordentlich anpressen und versuchen ihre Tore zu machen.“


Als Basis für neue Erkenntnisse diente beim Videostudium nicht nur das Gastspiel der Ukrainer in der Generali Arena, sondern auch die anderen Europacup-Auftritte von Kharkiv, sowie ausgewählte Meisterschaftspartien. Vorgemacht, wie man auch in Kharkiv bestehen kann, hat bisher einzig allein Alkmaar, das dort ein respektables 1:1 erkämpfte. Viele Rückschlüsse ließ ein ausgiebiger Blick auf dieses Match für Michorl aber nicht zu: „Wir haben anderes Spielermaterial als Alkmaar. Natürlich sind uns einige Details aufgefallen, aber unser Fokus gilt vor allem unserer ersten Begegnung mit ihnen.“


Das Um und Auf bei den Ukrainern ist das „magische Viereck“ aus Südamerika: Xavier Cleiton, José Sosa, Taison  und Jonathan Cristaldo. „Dieses Quartett hat enorme Qualitäten, wobei Spielmacher Cleiton als Herz der Mannschaft hier noch einmal klar heraus sticht.“ Die Spitze gibt zumeist  der argentinische Stürmer-Youngster Jonathan Cristaldo, der so wie Cleiton schon bei neun Pflichtspieltreffern hält.

 

Dessen Landsmann Taison, der im ersten Spiel über links kam und derzeit am vorderster Front dank seiner Schnelligkeit und Stärken im direkten Duell immer wieder die gegnerische Abwehr aufreißt, erweist sich dazu als ideale Ergänzung für dieses Duo. So wie auch Neuzugang Sosa (ARG), der von Neapel aus der Serie A kam und sich für Michorl schon gut in diese Mannschaft eingefügt hat, deren Stamm im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert wurde. Kleiner Vorteil für Violett: Cristaldo fehlt aufgrund einer Sperre beim heutigen Match.


Insgesamt stehen mit  Taison, Xavier Cleiton und Fininho drei Brasilianer im Aufgebot, Argentinien stellt mit Sebastian Blanco, Jonathan Cristaldo, Jose Sosa, Cristian Villagra, Marco Torsiglieri und Juan Manuel Torres dazu nicht weniger als sieben Akteure.

 

Während in der Offensive also abgesehen vom  pfeilschnellen ukrainischen Teamstürmer Marko Devic vor allem Samba und Tango den Ton angeben, ist in der großgewachsenen Hintermannschaft der 1,92 Meter große Senegalese  Gueye Papa der Chef. „Ein ähnlicher Typ wie seinerzeit bei der Austria Rabiu Afolabi. Ein ungemein athletischer und kopfballstarker Mann, der durch diese Tugenden auch leichte Schwächen im Aufbau und Stellungsspiel immer wieder wett macht und auch bei Standards nie außer Acht gelassen werden kann.“


Der Weg zu einem möglichen Punktegewinn oder sogar einem Erfolg gegen diese 60-Millionen  Truppe führt für Michorl daher nur über bedingungslosen Einsatz: „Wir müssen bis zum Umfallen kämpfen und wie im Hinspiel über weite Strecken mit umso mehr Leidenschaft dagegen halten. In solch einem Match ist nur als kompakte Mannschaft etwas zu gewinnen. Die Ukrainer müssen beschäftigt werden, um ihre Offensivkraft nicht gänzlich entfalten zu können. Wir müssen ihre Stärken und dabei besonders ihr mitunter risikoreiches Spiel zu unseren Gunsten nützen. Der Druck wird wieder hoch, aber wir haben auch in der Europa League auswärts schon zwei Mal bewiesen, dass wir unsere Qualitäten haben.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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