15.07.2011, 13:49 Uhr

AUSTRIA TRIFFT BEI AUFSTIEG IM EUROPACUP AUF ACIMOVIC-KLUB OLYMPIA LAIBACH ODER BOHEMIANS DUBLIN

Austria trifft bei Aufstieg im Europacup auf Acimovic-Klub Olympia Laibach oder Bohemians Dublin

Bereits heute wurden der Wiener Austria ihre nächsten möglichen Gegner in der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League-Gruppenphase zugelost. Im Fall des Aufstiegs gegen Rudar Pljevlja (Hinspiel 3:0) würden die Veilchen entweder auf Olympia Laibach aus Slowenien mit Sportdirektor Milenko Acimovic oder Bohemians Dublin aus Irland treffen.


Das erste Match zwischen Laibach und Dublin endete mit einem 2:0-Sieg für die Slowenen, die damit auch als leichter Favorit in das Rückspiel kommenden Donnerstag gehen. Spieltermine für die 3. Qualifikationsrunde sind der 28. Juli (auswärts) und 4. August (heim).

 

Trainer Karl Daxbacher nahm das Los mit einem kleinen Schmunzeln zur Kenntnis: „Vom Resultat her spricht zurzeit einiges für die Slowenen, man darf aber auch Dublin nicht außer Acht lassen. Wir werden uns über beide Teams ausführlich informieren und DVDs besorgen, von der Spielstärke kenne ich beide nicht wirklich.“

 

Seit Milenko Acimovic dort das Amt des Sportdirektors im Jänner übernommen hat, geht es bergauf. Daxbacher streut seinem früheren Kapitän Rosen: „Scheinbar wird dort jetzt gut gearbeitet. Die erste Runde hat die Mannschaft gegen Siroki Brijeg souverän gemeistert, auch jetzt stehen sie vor dem Aufstieg. Ich muss zugeben, dass es eine reizvolle und interessante Aufgabe wäre, gegen Acimovic zu spielen.“ 

 

Acimovic, der ebenfalls bei der Auslosung in Nyon war und sich dort mit Austria-Teammanager Markus Schaffer sehr über die Auslosung freute, wollte zunächst keine große Stellungnahme abgeben. „Wir sind mit dem 2:0 zwar auf einem guten Weg, sind aber noch nicht über diese Hürde drüber. Wir müssen vorsichtig sein.“

 

Ein Duell mit den Violetten wäre für Laibach jedenfalls ein Traum. Acimovic: „Auf so einen Gegner und so ein Spiel haben wir gewartet. Wir haben seit einem Jahr ein neues Stadion, das gegen die Austria mit 16.000 Zuschauer voll wäre.“ Die Slowenen starten wie wir erst am Sonntag in die nationale Meisterschaft.

 

 

Steckbrief Olympia Laibach:
Voller Name. NK Olimpija Ljubljana
Gegründet: 1911
Vereinsfarben: Grün-Weiß
Stadion: Stadion Stožice  (16.000)
Trainer: Dušan Kosic
Homepage: www.nkolimpija.com
Ligaplatzierung 2010/11: 4. Platz
Erfolge: 4x slowenischer Meister, 4x Cupsieger (1993, 1996, 2002, 2003)

 

Olimpija wurde wie die Wiener Austria 1911 gegründet. 1966 stieg der Klub unter dem heutigen Namen in die erste jugoslawische Liga auf, in der sich der Klub bis 1984 halten konnte. Beste Platzierung war dabei Platz sieben in der Spielzeit 1970/71. In Saison 1969/70 hatte Olympia das Finale des jugoslawischen Pokals erreicht, unterlag dort aber Roter Stern Belgrad mit 2:2 und 0:1. In der Saison 1988/89 gelang der Mannschaft der Wiederaufstieg in die höchste jugoslawische Spielklasse, die der Klub im Sommer 1991 in Richtung neu gegründete slowenischen Liga verließ.

In den Jahren 1992 bis 1995 konnte der Verein vier Mal in Folge die slowenischen Meisterschaft gewinnen. In den Jahren 1993, 1996, 2002, 2003 siegte die Mannschaft außerdem im slowenischen Pokal. 2005 wurde der Verein aufgrund finanzieller Probleme aufgelöst und anschließend als NK Bežigrad wiedergegründet. Bežigrad begann in der fünfthöchsten Spielklasse und stieg zwei Mal in Folge auf.

 

Im Sommer 2007 nahm der Klub wieder den alten Namen NK Olimpija Ljubljana an und stieg am Ende der Saison 2007/08 in die 2. SNL auf. In der Saison 2008/09 wurde der Verein erster und stieg somit wieder in die höchste slowenische Liga auf, wo man sich mit Platz vier heuer in der Meisterschaft erstmals nach sieben Jahren für das internationale Geschäft qualifizieren konnte.

In den bisher drei Europacupbegegnungen dieser Saison präsentierten sich die Slowenen souverän. Austrias letztjähriger Gegner Siroki Brijeg wurde locker ausgeschaltet (3:0, 0:0) und auch im gestrigen Heimspiel schuf man sich gegen Dublin mit einem 2:0-Erfolg eine ausgezeichnete Ausgangsposition. Nur wenige Wochen nach der endgültigen Verabschiedung unseres ehemaligen Kapitäns Milenko Acimovic beim FIGO-All-Star-Spiel ist ein weiteres Aufeinandertreffen mit ihm durchaus wahrscheinlich.

In diesem Fall würde auch die violetten Fans im Auswärtsspiel ein nagelneues Multifunktionsstadion warten. In einem modernen, erst 2010 eröffneten Sportpark gelegen, ist das Stadion Stožice  sowohl Heimat von Olympia, als auch von der slowenischen Nationalmannschaft.

 

 

Steckbrief Bohemians Dublin:
Voller Name: Bohemian Football Club (Gälisch: An Cumann Peile Bóithéimeach)
Gegründet: 6. September 1890
Vereinsfarben: Rot-Schwarz
Stadion: Dalymount Park (8.000)
Trainer: Pat Fenlon
Ligaplatzierung 2010/11: 2. Platz
Homepage: www.bohemians.ie
Erfolge: 11x irischer Meister, 7x irischer Pokalsieger, 1x irischer Ligapokalsieger

Der Bohemian Football Club ist einer der ältesten durchgehend bestehenden Fußballklubs der Republik Irland. Das Team gehört als einziges der ersten irischen Liga ausschließlich den Mitgliedern des Vereins. Der Verein trägt seine Heimspiele seit 1901 im Dalymount Park aus, bis in die 1970er Jahre das wichtigste Stadion der irischen Republik.

Nach der Abspaltung des Fußballverbandes der Republik Irland vom Nordirischen 1921 wurden die Bohemians Gründungsmitglied der irischen Liga, in den folgenden 1920/30er Jahre prägten sie den irischen Fußball mit etlichen Meister- & Cuptiteln. Bis 1969, als die ersten beiden Halbprofis zu den Bohs kamen, waren sie eine reine Amateurmannschaft. Später entwickelten sie sich zu einer vollprofessionellen Mannschaft. Sie spielen seitdem regelmäßig um die nationalen Titel mit.

Die „Bohs“ spielten bisher 21 Mal in europäischen Wettbewerben, einschließlich der Qualifikation und des UI-Cups, schieden aber, falls sie überhaupt die erste Runde erreichten, fast immer in den ersten beiden Runden aus.

 

 

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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