30.08.2011, 13:30 Uhr

ALEX GORGON MIT VIEL LICHT UND EINEM SCHATTEN

Alex Gorgon mit viel Licht und einem Schatten

Das Match am Sonntag gegen die Admira war für Alexander Gorgon in vielerlei Hinsicht eine turbulente Partie. Mit zwei Tagen Abstand resümiert der 22-Jährige Offensivallrounder über die 2:4-Niederlage gegen die Admira mit gemischten Gefühlen.


Als Ersatz für den derzeit verletzten Nacer Barazite schaffte das violette Eigengewächs erstmals in dieser Saison den Sprung in die Startelf und machte vor allem in der ersten Hälfte einen starken Eindruck. Viele Bälle liefen über ihn, immer wieder anspielbar und gleich mit einigen Aktionen schaltete sich „Gogo“ auch gut in der Offensive ein. „Es hat an diesem Abend zunächst eigentlich alles gepasst: „Ich habe mich gut gefühlt, schnell ins Spiel gefunden und auch diese Position im neuen System liegt mir.“


Der vorläufige Höhepunkt dann in der 26. Minute, als er einen Ball im Strafraum aus dreizehn Metern direkt volley annahm und  wunderschön im linken Eck versenkte. Sein erstes Pflichtspieltor für die Wiener Austria, ein vorläufiger Höhepunkt seit seiner Beförderung in die Kampfmannschaft. „Vor so vielen Leuten zu treffen, da war die Freude schon riesengroß, aber darauf folgte eben der bittere Beigeschmack“, so der Youngster.

 

Der perfekte Abend für Gorgon war zum Greifen nahe, wenn nicht das Schiedsrichtergespann entscheidend eingegriffen hätte. Gut eine Stunde war gespielt, da legte er nach einer tollen Kombination im 16er auf Tomas Jun zurück, der im zweiten Anlauf mit viel Engagement verwertete. Allein zuvor hatte Schiedsrichter Alexander Harkam bereits zu Unrecht auf Abseits entschieden.

 

Eine klare Fehlentscheidung also, die den Spielverlauf im Nachhinein auf den Kopf stellen sollte, kann sich doch kaum jemand daran erinnern, dass die Veilchen zu Hause eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben haben. So kassierte die Daxbacher-Elf knapp vor dem Pausenpfiff nach einem Schnitzer im Mittelfeld noch den Ausgleich. Statt 2:0 stand es völlig entgegen dem Spielverlauf plötzlich 1:1. In der zweiten Hälfte spritzte dann leider Patrick Jezek in einen Fehlpass von Gorgon und Philipp Hosiner verwertete zum 2:1 für die Gäste: „Klar ist dieser Fehler sehr ärgerlich für mich, gerade weil es bis dahin nicht schlecht für uns gelaufen ist, aber er ist nun einmal passiert.“


Die schon gewohnte Nachbesprechung der Partie bei den Veilchen folgt nach dem zweiten trainingsfreien Tag am heutigen Dienstag vermutlich am Mittwoch. Alex Gorgon hat das Match zwar noch nicht gänzlich verdaut, der Blick ist aber trotz dieser vermeidbaren Niederlage gegen die Admira schon wieder nach vorne gerichtet: „Wir haben eine Chancen ausgelassen, um uns an die Spitze zu setzen. Das Match wird analysiert und hoffentlich ziehen wir die richtigen Schlüsse, damit solch ein Patzer nicht noch einmal so schnell passiert.“


Seine Chancen auf weitere Einsätze dürften angesichts der Doppelbelastung mit sechs weiteren Europacup-Spielen in der Gruppenphase und einiger vielversprechenden Ansätze über weite Strecken des Spiels trotz des Fauxpas nicht schlecht sein. Alex Gorgon ist jedenfalls voller Tatendrang: „Wie die anderen auch, will ich natürlich zeigen, was noch alles in mir steckt!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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