26.06.2011, 19:44 Uhr

1:3 – DONETSK LIEß DIE MUSKELN SPIELEN

1:3 – Donetsk ließ die Muskeln spielen

Der FK Austria Wien hat gegen Schachtjor Donetsk phasenweise einen guten Eindruck hinterlassen, letztendlich aber verloren. Ein Doppelschlag nach 20 Minuten schaffte jene klaren Verhältnisse, die man aufgrund der Stärke von Schachtjors Kader erwarten konnte. Dem ukrainischen Meister ist damit die späte Revanche für das Europacup-Jahr 2002/03 gelungen, in dem Violett Schachtjor nach einer 5:1-Gala-Vorstellung aus dem Happel-Stadion feuerte.

 

Die Mannschaften von einst und jetzt sind aber in keiner Weise mehr vergleichbar, das sagt auch der nominelle Wert der beiden Spielerkader auf www.transfermarkt.at aus. Die Ukrainer stehen mit 150 Millionen Euro zu Buche, Austria Wien mit 21 Mille…

 

Startrainer Mircea Lucescu setzte von Beginn an viele seiner Kapazunder ein, kreuzte u.a. mit Hübschman, Douglas, Texeira, Willian, Luiz Adriano oder Kapitän Dario Srna auf. Und dementsprechend ließ der aktuelle Champions-League-Viertelfinalist auch seine Muskeln spielen.

 

Der Ball lief bei den ausgezeichneten Technikern zumindest eine Stunde lang schnell zwischen den einzelnen Formationen hin und her, die Veilchen taten sich bis auf die ersten Minuten schwer den richtigen Rhythmus zu finden. Besonders im Spiel nach vorne war dies zu merken.

 

Bis zur 20. Minute hielt die neu formierte Abwehr – Rogulj mit Ortlechner in der Innenverteidigung – dem Druck stand, ehe Tore durch Mihitarian bzw. Luiz Adriano die klare Führung bedeuteten.

 

Die Austria erholte sich von diesen Schlägen in die Magengrube aber gut, konnte sich mit Fortdauer der Partie immer besser auf die flinken Donetsk-Spieler einstellen. Nach der Pause gelang dann auch der Anschlusstreffer durch Marko Stankovic. Für mehr reichte es leider nicht mehr, wenngleich Barazite nach einem Sololauf aufs Tor den Ausgleich besorgen hätte können, beim Abschluss aber zu lange zögerte (69.) und Liendl den Ball am langen Eck nur um Zentimeter daneben setzte (78.).

 

Schlussendlich setzte sich aber doch die Klasse der kleinen Weltauswahl durch, spätestens mit dem Freistoßtreffer von 16-Millionen-Euro-Mann Srna war der Sack zu.

Trainer Karl Daxbacher war dennoch nicht unzufrieden mit dem Test: "Wir hatten eine gute Phase nach dem 1:2, hätten den Ausgleich auch machen müssen. Im Endeffekt hat sich gezeigt, dass man auf diesem Niveau keine Fehler machen darf, daraus müssen wir lernen. Alles in allem hat es den Zweck aber erfüllt, wir haben uns phasenweise gut präsentiert."

 

FK Austria Wien: P. Grünwald; Klein (70., Dilaver), Rogulj, Ortlechner (46., Margreitter), Leovac (70., Suttner); Stankovic, Baumgartlinger (60., A. Grünwald), Hlinka, Junuzovic (60., Liendl); Linz (46., Barazite), Jun.

 

Tore: Stankovic (60.); Mihitarian (20.), Luiz Adriano (23.), Srna (84./F).

 

Der nächste Test findet am Mittwoch, um 15:00 Uhr, in Zell am See gegen Rapid Bukarest ebenfalls im Rahmen des Salzburgerland-Cups statt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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