17.11.2010, 11:39 Uhr

ZUM 75ER KANN „SUTTI“ ENDLICH JUBELN!

Zum 75er kann „Sutti“ endlich jubeln!

59 Meisterschaftsspiele, 5 Cup-Partien und 11 Europacup-Matches machen zusammen bisher bereits 75 Pflichtspiele von Markus Suttner für die Wiener Austria und ausgerechnet da klappte es für den 23-Jährigen endlich mit seinem allerersten Pflichtspieltor für die Veilchen. Eben erst eingewechselt, donnerte „Sutti“ einen Freistoß-Hammer aus gut 25 Metern in die Maschen des Kapfenberger Tores. Der Torjubel war dann fast genauso groß wie der Stein, der dem Verteidiger in den Sekunden danach von der Seele fiel.
 
„Die Erleichterung und die Freude waren schon gewaltig. Es ist höchste Zeit gewesen, dass ich endlich angeschrieben habe. Zuletzt hatte die Mannschaft mich, oder auch Julian Baumgartlinger, doch schon ordentlich auf der Schaufel, aber das ist jetzt Geschichte.“ Sein Tor zum 5:0 versetzte also nicht nur die violetten Fans in Jubelstürme, auch der Außenverteidiger kann jetzt endlich einmal ordentlich durchschnaufen.
 
Überraschend kam der Torerfolg ohnedies nicht, war doch gerade Suttner schon in seinen Anfängen bei den Austria Amateuren ein Verteidiger mit ausgezeichneter Schusstechnik, der auch im Training beim Eins gegen Eins nicht selten zehn von zehn Versuchen souverän versenkte.


Angeklopft hatte er in den vergangenen zwei vollen Saisonen mit präzisen Weitschüssen oder Freistößen schon oft genug, scheiterte aber etliche Mal knapp an einer Glanzparade des gegnerischen Keepers oder auch an Aluminium. Die Last ist also abgefallen und umso befreiter will Suttner im Herbstfinish noch einmal zeigen, was alles in ihm steckt.
 
Die Ausgangslage ist für ihn dabei im Moment nicht unbedingt die leichteste, bekam doch nach seiner Verletzung zumeist Marin Leovac auf der linken Abwehrseite den Vorzug. „Er hat zuletzt gut gespielt, also gab es für den Trainer keinen Grund, ihn aus der Startelf zu nehmen. Kein Fußballer ist in dieser Situation überglücklich, aber ich gebe im Training alles und meine Chance wird kommen. In Wahrheit zeichnet es den Verein ja aus, wenn es auf vielen Positionen gleichwertigen Ersatz gibt.“
 
Kein Verzagen also, sondern das Annehmen des starken Konkurrenzkampfes ist das Motto bei Suttner, der im klaren 5:1-Sieg gegen Kapfenberg am Samstag kein Zufallsprodukt sieht: „Wir waren schon in den vergangenen Wochen stark. Leider haben wir die vielen Chancen nicht in Tore umgemünzt, aber innerhalb von einer Saison kommt alles wieder zurück.“
 
Suttner hält auch nicht damit hinter dem Berg, welche Chancen sich viele in der Mannschaft auf höhere Ziele ausrechnen: „Wir machen uns nur selbst Druck, wenn ich oder ein anderer jetzt die Meisterparole ausrufen würde. Aber wenn man die Top 4 der vergangenen Saison beobachtet, ist viel drin. Salzburg und unser Stadtrivale bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Einzig Sturm ist neben uns von den vermeintlichen Favoriten vorne dabei. Platz eins ist für mich drin, nur dafür heißt es gerade auch jetzt in den vier letzten Spielen bis zur Winterpause konsequent Ergebnisse einzufahren.“
 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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