03.02.2010, 11:00 Uhr

UNSERE GEGNER BEIM PREOLYMPISCHEN TURNIER: V. PILSEN, B. BORISOV & FC SOTSCHI

Unsere Gegner beim preolympischen Turnier: V. Pilsen, B. Borisov & FC Sotschi

Die Wiener Austria ist bereits heute Vormittag Richtung Sotschi abgehoben. Dort erwartet die violette Delegation gerade zu frühlingshaftes Wetter mit rund 15 Grad Plus. Ideale Temperaturen also beim preolympischen Turnier im beliebtesten Bade- und Kurort ganz Russlands, der 2014 die Olympischen Spiele ausrichten wird.

 

 

Dank der milden Temperaturen und dem Mix aus schneebedeckten Bergen (bereits 25 Kilometer entfernt warten die ersten 3000er) und Strand  entwickelte sich Sotschi bereits in Sowjetzeiten zu einem der populärsten Badeorte. Josef Stalin, Boris Jelzin und auch das aktuelle russische Staatsoberhaupt Putin – sie alle zog und zieht Sotschi an. In ihren Präsidentenresidenzen werden seit jeher reihenweise ranghohe Gäste empfangen. Vor allem die Reichen und Schönen prägen also das Bild in dieser mondänen Seemetropole, in der mit Umland etwa eine halbe Million Menschen leben.

 

 

In den kommenden Tagen steht in jenem Ort, der bisher vor allem für seine exzellente Tennis-Ausbildungsstätten bekannt ist und schon Weltstars wie Maria Scharapowa oder Jewgeni Kafelnikow hervorgebracht hat, aber König Fußball im Vordergrund. In der Folge wird www.fk-austria.at deshalb den violetten Fans die weiteren drei Teilnehmer des preolmpischen Turniers 2010 näher vorstellen:


Viktoria Pilsen
Die größte Gemeinsamkeit mit der Wiener Austria sticht jedem Violetten sofort ins Auge. Wie die Veilchen, wurde auch der Traditionsklub aus Tschechien 1911 gegründet und feiert damit im kommenden Jahr ebenfalls sein hundertjähriges Jubiläum. Den bislang letzten Österreich-Bezug zu Viktoria stellte Trainer Frantisek Straka her, der nach dem erfolgreichen Klassenerhalt 2006 Trainer beim damaligen Bundesligist Wacker Innsbruck wurde.

 

In der laufenden Meisterschaft schlägt sich der Klub aus der Braustadt mehr als wacker. Nach Platz acht in der abgelaufenen Saison überwinterte Pilsen mit einem Spiel weniger immerhin auf Rang fünf. Es heißt also aufpassen für die Violetten, ist der Stammverein von tschechischen Allzeitgrößen wie Chelsea-Keeper Petr Cech oder Pavel Nedved doch bereits seit acht Pflichtspielen ungeschlagen und schielt nicht zu Unrecht auf einen Europacup-Startplatz.

 

Abgesehen von drei slowakischen Akteuren verzichtet der Klub in dieser Saison komplett auf Legionäre. Die wichtigsten Spieler in den Reihen der Westböhmen: Kapitän und Abwehrchef Tomás Rada, Defensivkollege David Limbersky, Mittelfeldturbo Milan Petrzela sowie Sturmtank David Strihavka. Youngster im Team ist Jan Lecjaks (19 J.), der schon zahlreiche Einsätze in diversen tschechischen Nachwuchsnationalteams  aufweisen kann.

 

Bate Borisov
Weitaus jünger, aber dafür sportlich umso erfolgreicher ist der regierende weißrussische Meister Bate Borisov. Abgesehen vom dritten Titel in Serie konnten sich Borisov bereits seine ersten Sporen in der Champions League verdienen. Zwei Remis gegen Juventus Turin und ein Unentschieden gegen Zenit St. Petersburg in der Saison 2008/09 sind Indizien genug für die damalige Spielstärke der Mannschaft. Seitdem hat sich sportlich nicht viel beim Serienmeister aus Weißrussland verändert, wie Siege bei Everton oder gegen AEK Athen in der diesjährigen Europa League verdeutlichen.

Leistungsträger sind bei den Weißrussen neben  dem Tormann David Strihavka noch Teamspieler Dmitri Likhtarovich oder Rohdiamant und Top-Angreifer Maksim Skavysh. Unumstrittener Star ist zweifellos Spielmacher Igor Stasevich, der im Nationalteam gemeinsam mit Stuttgart-Star Aliaksandr Hleb die Fäden zieht.


FC Sotschi
Der russische Gastgeber Schemtschuschina Sotschi, wie der Verein mit vollen Namen heißt, ist eindeutig das unbeschriebenste Blatt bei diesem Viernationenturnier. 2009 schaffte der Klub den Aufstieg in die zweithöchste russische Liga. Damit ist der Sotschi, das von 1993 bis 1999 immerhin in der höchsten russischen Spielklasse vertreten war, am besten Weg zurück zu alter Stärke.

 

Mutmaßungen über die Kaderstärke sind an dieser Stelle angesichts von verlässlichen Quellen schwierig. Am stärksten aufgestellt sein dürfte der Zweitliganeuling im Angriff, wo mit Vladimir Shishelov und Sturmpartner Aleksandr Danishevski seit kurzem ein neues schlagkräftiges Duo für Furore sorgen soll. Letztere wurde ebenso wie Regisseur Konstantin Zuev aus der russischen Premier Liga geholt.

 

Insgesamt zehn Neuverpflichtungen dürften dafür sorgen, dass der Aufsteiger auch in der kommenden Saison einen weiteren großen Schritt nach vorne machen wird. Nettes Detail am Rande: Für Sotschis Ruslan Baltiev könnte es bereits das dritte Duell mit der Wiener Austria werden, war der kasachische Teamspieler doch schon in der UEFA-Cup-Qualifikation 2008/09 bei Tobol Kostanay in beiden Partien über die volle Zeit gegen die Veilchen im Einsatz.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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