06.02.2010, 12:50 Uhr

TRIUMPH IN SOCHI, AUSTRIA GEWINNT DAS OLYMPIA-TURNIER

Triumph in Sochi, Austria gewinnt das Olympia-Turnier

Der FK Austria Wien reist als der große Gewinner aus Russland zurück nach Wien. Die Violetten besiegten Im Finale des Preolympischen Turniers in Sochi den tschechischen Tabellenfünften Viktoria Pilsen mit 2:0 (1:0). Die Torschützen waren Roland Linz und Schumacher, beide Tore wurden per Kopf erzielt, die Treffer fielen jeweils am Ende der beiden Spielhälften.

 

Die Generalprobe für den Bundesliga-Auftakt am 13. Februar gegen Kapfenberg ist der Wiener Austria voll geglückt. Jetzt geht es nicht nur mit einer großen Portion Selbstvertrauen in das Frühjahr, sondern auch mit einer schönen Titelprämie, denn in Sochi wurden 20.000 € für den Gewinner locker gemacht, Pilsen erhält immerhin noch 10.000 € als Trostpflaster.

 

Und das haben die Tschechen auch bitter nötig. In keiner Phase der Partie war der Erfolg der Veilchen gefährdet. Von der ersten Sekunde an wurde der Takt vorgegeben und das Tempo bestimmt, Pilsen hatte keine einzige Chance.

Trainer Karl Daxbacher: "Wir sind in der Abwehr sehr sicher gestanden, haben hinten dicht gemacht. Mit dieser offensiven Aufstellung war das nicht selbstverständlich, aber es stimmt mich natürlich sehr positiv."

 

Erst 10 Minuten vor dem Anpfiff des Finales wurde entschieden, dass die Partie auf den Kunstrasenplatz des Stadions verlegt wird, da aufgrund der heftigen Regenfälle, die seit Stunden ganz Sochi im Wasser versinken ließen, der Rasen im Zentralstadion unbespielbar wurde. Die Spieler versanken beim Aufwärmen knöcheltief im Morast, der Ball wurde von den Pfützen gebremst.

 

Aber auch auf dem gut besielbaren Kunstrasen gab es zu Beginn leichte Probleme, da die Partie wegen eines kurzen Hagelschauers in der 8. Minute kurz unterbrochen werden musste, bei strömenden Regen ging es aber gleich wieder weiter.

 

 

Die Austria ließ sich davon nicht beeindrucken, marschierte immer wieder auf das Pilsener Tor zu. Nachdem Diabang, der diesmal mit Roland Linz im Angriff begonnen hatte, zwei Möglichkeiten ausließ (1., 13.) und Junzovic mit einem Schuss vom Strafraum noch knapp das Ziel verfehlte (41.9, klingelte es erstmals unmittelbar vor dem Pausenpfiff: Eckball Junuzovic von links, ein Tscheche verlängerte unabsichtlich aufs lange Eck, wo Linz lauerte und keine Mühe hatte per Kopf zu treffen. Zweites Spiel, erstes Tor - für den Neuzugang ein perfekter Start in seine dritte Austria-Ära.

 

Nachdem Junuzovic mit einem Eckball nur die Stange traf (53.) und ein Standfest-Heber noch vor der Linie weggekratzt wurde (75.), hatte Schumacher seinen großen Auftritt: Flanke von Topic von der rechten Seite, „Schumi“ hatte aus wenigen Metern keine Probleme wie schon Linz mit dem Kopf zu treffen (89.).

"Wir waren 90 Minuten die klar bessere Mannschaft, haben phasenweise sehr gut kombiniert. Ich freue m ich natürlich über den Sieg, denn es waren zwei starke Gegner. Wir können das Positive mitnehmen, müssen aber wir auch aufpassen, denn die Meisterschaft ist wieder etwas anderes", so Daxbacher.

 

Der letzte Tick vor dem Tor hat diesmal den Ausschalg gegeben, die Angriffsmaschinerie der Austria machte viel Dampf. Und das wird nicht nur gegen BATE Borisov und Viktoria Pilsen den Unterschied gemacht haben, auch für die Bundesliga sind wir gerüstet!

 

Die Spieler scharren bereits mit den Hufen in den Startlöchern für den Cup und die Meisterschaft und mit Roland Linz dürften wir eine Waffe mehr dazu gewonnen haben.

 

FK Austria Wien spielte mit: Almer (73., Safar); Standfest, Bak, Dragovic (46., Ortlechner), Suttner; Klein, Baumgartlinger (60., Vorisek), Junuzovic, E. Sulimani (60., Liendl); Linz (68., Topic), Diabang (46., Schumacher).

 

Tore: Linz (45.), Schumacher (89.).

P.S.: Keeper Almer musste mit einer leichten Muskelverletzung in der Schulter ausgewechselt werden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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