12.05.2010, 10:30 Uhr

THOMAS PARITS: „WIR SCHAUEN AM DONNERSTAG NUR AUF UNS!“

Thomas Parits: „Wir schauen am Donnerstag nur auf uns!“

Schon vor dem Meisterschaftsstart hatte ein Blick auf die Auslosung die Phantasien von manchem Austria-Anhänger angeregt. Direkte Duelle gegen unseren Stadtrivalen und Salzburg in Runde 34 und 35 und zum Abschluss ein Heimspiel gegen Ried. Die Zutaten für einen Showdown waren da und dank eines furiosen letzten Meisterschaftsdrittels mit 11 Spielen ohne Niederlage (9 Siege, 2 Remis) halten die Veilchen schon jetzt bei einem neuen Punkterekord von 72 Zählern und haben in der letzten Runde in einem wahren Fotofinish noch eine Chance auf den Meistertitel.

 

„Wir haben eine fantastische Saison abgeliefert. Was jetzt passiert, muss man nehmen, wie es kommt. Schon vor dem Derby habe ich, auf meine Wünsche angesprochen, gemeint, dass wir drei Mal gewinnen müssen, um eine Chance zu haben. Zwei Mal haben wir das zur Überraschung vieler schon geschafft. Wir wollen die Meisterschale nach Favoriten holen. Mit etwas Glück kann es uns gelingen. Die volle Konzentration ist jetzt auf das letzte Heimspiel gegen Ried gerichtet. Hier können wir unseren Teil dazu beitragen und nur darauf wird sich unsere Mannschaft konzentrieren.“

 

Zum Salzburg-Match selbst will Parits drei Tage danach gar nicht mehr viele Worte verlieren: „Manch einer hatte dort seiner Emotionen nicht mehr im Griff. Das Tor war nicht regulär und wurde somit zu Recht aberkannt, wie der ÖFB und die Bundesliga bereits am Montag bestätigt haben. Insofern erübrigen sich alle weiteren Spekulationen und Verschwörungstheorien. Salzburg hat seine Chancen nicht verwertet und in der Nachspielzeit durch Sekagya ein unnötiges Foul an der Strafraumgrenze begangen, aus dem das entscheidende 0:1 resultierte. Darüber sollte man sich dort viel mehr ärgern. Mehr gibt es zu diesem Match nicht mehr zu analysieren.“

 

Dass das Nervenkostüm beim Titelkonkurrenten nun extrem angespannt ist, ist für Parits absolut nachvollziehbar: „Sie hatten in Kapfenberg und gegen uns zwei Mal die Chance, alles klar zu machen und haben selbst in Graz noch die Möglichkeit, aus eigener Kraft Meister zu werden.“ Ob der Ligakrösus auch im dritten Anlauf straucheln könnte, ist für Parits offen: „Der Druck ist gewaltig. Wenn man eigentlich schon fast Meister war und noch einmal so ins Wanken gerät, dann hinterlässt das in jedem Team Spuren. Es geht dort um gewaltige Prämien, auch deshalb liegen einige Nervenkostüme ziemlich blank. Wir müssen in Wahrheit aber trotzdem nur auf uns schauen und genau das werden wir auch machen.“

 

Von Sturm Graz erwartet sich Parits gegen Salzburg nur eines: „Das Team, das auf dem Platz steht, soll alles geben. Vergangene Saison haben wir sie mit dem Cup-Sieg gegen die Admira noch in den Europacup geschossen, vielleicht bedankt sich Sturm hier auf seine Art.“

 

Würde es übrigens nur rein nach der Statistik gehen, dann hätten die Veilchen sogar ausgezeichnete Karten auf den Meisterteller. Während die Wiener Austria von bisher 26 Heimspielen gegen Ried bei nur einer Niederlage und fünf Remis gleich 20 Partien gewann (Torverhältnis: 49:11), erging es Salzburg in Graz zumeist weitaus schlechter. Von bisher neun Aufeinandertreffen seit der Übernahme durch einen Getränkehersteller in der Saison 2005/06 konnten die Mozartstädter nur ein einziges Match (3 Niederlagen, 5 Remis) gewinnen. Die UPC-Arena in Graz ist seit Dienstag ebenfalls ausverkauft.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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