18.03.2010, 15:10 Uhr

SALZBURG-SPEZIALIST JUNUZOVIC – ALLER GUTEN DINGE SIND DREI!

Salzburg-Spezialist Junuzovic – Aller guten Dinge sind drei!

Gleich zum Meisterschaftsstart gelang Zlatko Junuzovic mit seinem Traumtreffer zum 1:0 in Salzburg ein denkbar guter Startschuss für Violett. Erst ein Tor in der Nachspielzeit zum 1:2 verhinderte damals einen Punktegewinn in Wals-Siezenheim. Beim Rückspiel in Wien durften sich die Veilchen dafür über einen hochverdienten 1:0-Sieg im Horr-Stadion freuen. Torschütze dabei einmal mehr Zlatko Junuzovic, der sich gegen die Bullentruppe wieder einiges vorgenommen hat.

 

Der Ärger über die fragwürdigen Vorkommnisse beim Wiener Derby ist bei ihm trotzdem noch nicht völlig verraucht: „Wenn Steffen Hoffmann Grobi zu Schiedsrichter Gerald Grobelnik sagt, dann kann sich jeder ausrechnen, was es geschlagen hat. Wir erhielten im gesamten Spiel fünf Freistöße, Rapid trotz annähernd gleicher Zweikampfanzahl zwanzig. Auf ein ganzes Spiel gesehen ist solch eine Situatioin sehr zermürbend. Im Hanappi-Stadion darf man den Referees keinen einzigen kleinen Anlass zum Pfeifen geben, sonst bist du verloren. Ein Wiener Schiedsrichtergespann ist schlichtweg ein Skandal, weil jeder Mensch, der hier geboren ist, eine Tendenz zu Austria oder Rapid hat. Es kann mir keiner erzählen, dass man sich diesem natürlichen Einfluss im Match dann plötzlich völlig entziehen kann. Ich war mit dem GAK, mit Kärnten und mit der Austria in Hütteldorf und jedes Mal war es eigenartig. Jetzt heißt es, die vielen positiven Aspekte von unserer Vorstellung im Derby mitzunehmen und gegen Salzburg zu bestätigen.“

 

Konkret sind damit gleich einige erfreuliche Entwicklungen gemeint: „Wir haben unsere Vorgaben zu hundert Prozent umgesetzt. Die Mannschaft ist sehr kompakt gestanden und wäre ohne den Elfmeterpfiff über die neunzig Minuten ohne Gegentreffer geblieben. Gleiches gilt es auch am Sonntag umzusetzen. Zu Hause werden wir sicher mehr versuchen, das Spiel zu machen. Unnötige Risiken wären fehl am Platz. Die Tormöglichkeiten kommen in jedem Spiel und wir haben mit Roland Linz und Schumacher zwei Stürmer, die diese auch nützen können.“

 

Dass in den kommenden zwei Runden mit der Rotsperre für Kapitän Milenko Acimovic mehr Verantwortung als sonst auf den Schultern unserer Nummer 16 lastet, sieht er gelassen: „Milenko ist unser bester Mann. Seine Ideen werden uns sicher fehlen, aber wir haben genügend Qualität im Kader, um ihn zu ersetzen. Dafür muss nicht nur ich, sondern jeder einzelne mehr Verantwortung übernehmen. An der Motivation wird es nicht mangeln. Was gibt es Schöneres, als am Sonntag im Live-Spiel den Tabellenführer bei Frühlingstemperaturen im Horr-Stadion zu empfangen.“ Mit 21 Grad und Sonnenschein wartet am Matchtag übrigens der bislang wärmste Tag des Jahres auf die beiden Mannschaften und die violetten Fans.

 

Einzig die Ausgangslage könnte nach zwei Liga-Niederlagen besser sein. Für Junuzovic ist das aber alleine eine Frage der Einstellung: „Der Titel ist weit weg. Wir stehen vor einer der schwierigsten Situationen in dieser Saison und genau deshalb heißt es jetzt Charakter zu zeigen. Wir haben für mich nominell die stärkste Mannschaft in Österreich. Dass es aufgrund von Verletzungspech oder anderen Faktoren vermutlich nicht ganz für die Meisterschaft reichen wird, ist zwar bitter, aber nicht zu ändern. Im Fußball ist nichts planbar. Wir müssen uns nun auf die Europacup-Qualifikation konzentrieren. Schlagen können wir in der Liga jeden und genau deshalb werden wir am Ende der Saison auch unter den Top 3 zu finden sein!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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