20.01.2010, 14:10 Uhr

ROBERT ALMER HOFFT AUF DEN ENDGÜLTIGEN DURCHBRUCH IN VIOLETT

Robert Almer hofft auf den endgültigen Durchbruch in Violett

Die Wiener Austria befindet sich als einer der ganz wenigen Bundesligavereine in der glücklichen Lage, nicht nur auf dem Papier zwei echte Einsertorhüter in ihren Reihen zu haben. Neben Routinier Szabolcs Safar, beweist Robert Almer immer mehr, dass er in den vergangenen zwei Jahren bei der Wiener Austria zu einem beinahe gleichwertigen Keeper gereift ist. Bester Beweis, dass seine Leistungen honoriert werden, war kürzlich die erste Einberufung in das A-Team von Didi Constantini.

 

Auch von den nackten Zahlen her, darf sich Almer schon in der Winterpause über seine bisher erfolgreichste Saison bei den Veilchen freuen. Bereits zwölf Pflichtspieleinsätze und damit gleich drei mehr als in der gesamten Vorsaison stehen bei ihm zu Buche. Darunter nicht weniger als fünf erfolgreiche Bewährungsproben im Europacup. Gegen Novi Sad rettete der baumlange Steirer mit einem großartigen Reflex in den Schlusssekunden den Aufstieg und auch in den zwei Duellen mit Werder Bremen gab sich Almer dank einiger starker Reaktionen kaum eine Blöße.

 

Trotz all dieser Highlights will er auf Sicht aber doch noch mehr: „Ich hatte echt einige sehr gute Partien im Herbst, aber mein Ziel muss trotzdem der Platz in der Startelf sein.“ Auf diese Position arbeitet der 25-Jährige hin und diesen Anspruch will er auch im Trainingslager in Marbella bekräftigen. „Die Austria hat den Luxus mit Szabolcs Safar und mir über zwei sehr gute Torhüter im Kader zu verfügen. Mit Heinz Lindner gibt es dazu noch einen extrem talentierten Youngster, der nachdrängt.“

 

Diese Konkurrenz sorgt speziell im Training für ein sehr hohes Level, von dem alle profitieren. Spielen kann schlussendlich in der Kampfmannschaft aber trotzdem nur einer. „Das ist das Los im Torhütergeschäft“, weiß Almer. „Für einen gewissen Zeitraum ist diese Konstellation auch in Ordnung und im Sinne des Konkurrenzgedankens und für den Verein sogar förderlich. Als Spieler selbst muss man aber aufpassen, nicht den richtigen Zeitpunkt für den entscheidenden, nächsten Schritt  zu verpassen. Im Klartext ist das der Stammplatz und die dadurch gewährleistete, nötige Spielpraxis. Mitunter muss man hier wirklich versuchen, sein Glück auch zu erzwingen.“

 

Eine trotz allem sehr objektive Analyse, die den besonnenen aber doch ehrgeizigen Almer auszeichnet und die es nur eine Frage der Zeit erscheinen lässt, bis er Woche für Woche zwischen den Pfosten stehen wird. Bis dahin heißt es weiter ordentlich Gas geben. Beste Gelegenheit dazu ist das Trainingslager der Veilchen in Marbella.

 

Am frühen Mittwochnachmittag landete die Daxbacher-Truppe bereits in Spanien, wo in den kommenden zehn Tagen bei idealen Bedingungen die Basis für eine erfolgreiche Frühjahrsmeisterschaft gelegt werden soll. In den wärmeren Gefilden können endlich auch die violetten Torhüter wieder ihr volles Programm fahren, wie Almer verrät: „In Wien waren wir aufgrund des gefrorenen Bodens beispielsweise bei Hecht-  oder Wurfübungen leicht gehandicapt.“

 

In den nächsten eineinhalb Wochen heißt es dafür umso mehr Einsatz zu zeigen: „Wir werden mit unserem Tormanntrainer Franz Gruber wie gewohnt ein noch differenzierteres Programm als die Feldspieler fahren. Bei uns Torhütern stehen im konditionellen Bereich vor allem die Sprints und Schnellkraft im Vordergrund, da sich unser Bewegungsablauf von jenem der anderen Akteure doch deutlich unterscheidet.“ Selbstverständlich darf bei aller Spezialisierung auch auf dieser Position die Grundlagenausdauer nicht zu kurz kommen.  „Wer unseren Coach Gruber besser kennt, weiß, dass wir uns diesbezüglich nicht die geringsten Sorgen machen müssen“, schmunzelt Almer.

 

Dank der angenehm milden Temperaturen, wartet also ein intensives Programm auf das Tormann-Trio Szabolcs Safar, Rober Almer und Heinz Lindner. Damit dürfte es im Frühjahr einmal mehr fast die Garantie geben, dass sich die Veilchen, unabhängig davon, wer zum Zug kommt, wieder auf einen ganz starken violetten Rückhalt im Tor verlassen können.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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