13.09.2010, 15:10 Uhr

ROBERT ALMER – DER „PINK PANTHER“ LIEß IN HÜTTELDORF NICHTS ANBRENNEN

Robert Almer – der „Pink Panther“ ließ in Hütteldorf nichts anbrennen

Das gestrige 294. große Wiener Derby war das erste Bundesligapflichtspiel für Robert Almer seit Februar dieses Jahres. Mangelnde Spielpraxis war beim Steirer trotz dieser langen Pause in keiner Situation zu bemerken. Gewohnt sicher fischte er die Flanken und Ecken der Gastgeber herunter und war damit ein ganz wichtiger Puzzlestein beim vielumjubelten 1:0-Auswärtssieg in Hütteldorf.


Nervosität machte sich bei Almer ob des kurzfristigen Einsatzes nie breit. Am Samstagabend erfuhr er erstmals von seinem möglichen Einsatz, am Sonntag kristallisierte sich schon heraus, dass Heinz Lindner leicht verletzt passen musste. „Es war überhaupt kein Problem für mich. Ich kenne diese Situation doch bereits gut und kann dementsprechend damit umgehen“, gab sich der 1,94-Hühne, der vergangenen Oktober erstmals ins Nationalteam einberufen wurde, gewohnt cool.


Im Match selbst zeigte Almer, der im grellpinken Outfit für den Farbklecks der Partie sorgte, wie die gesamte violette Hintermannschaft eine starke Performance: „Wir sind über weite Strecken sehr gut gestanden und sind erst in der Schlussphase wirklich unter Druck geraten. Für eine Viererkette mit einem Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren waren wir verdammt abgeklärt. Aleks Dragovic und Georg Margreitter haben in der Mitte dicht gemacht und auch an den Seiten waren wir zumeist staubtrocken. Dass Rapid dennoch zu einigen Möglichkeiten kommen würde war klar, aber mit Glück und Können haben wir das Match für uns entschieden.“


Danach wurde ausgiebig mit den Fans vor dem Sektor gefeiert und Almer genoss jede Sekunde: „Oft gewinnt man nicht im Hanappi-Stadion. Bis auf Szabolcs Safar ist das noch niemanden von uns mit der Austria gelungen. Grund genug also, um den Emotionen gerade in solch einem Moment freien Lauf zu lassen.“ Ein anschließendes Abendessen gemeinsam mit der Mannschaft rundete einen denkwürdigen Abend ab. Mittlerweile dürfen sich Almer & Co. nach dem heute absolvierten Vormittagstraining über eineinhalb freie Tage freuen. Für den violetten Keeper, der gestern einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte, geht es zur Erholung in die Therme.


Am Mittwoch ist der Blick für alle dann bereits auf die zwei nächsten Aufgaben gerichtet. Am Samstag warten im ÖFB-Cup die Kapfenberg Amateure, am Mittwoch darauf gastiert Salzburg im Horr-Stadion.

 

Der Sieg im Derby war in Blickrichtung auf die kommenden Partien für Almer enorm wichtig: „Dank dieses Erfolges sind wir jetzt nicht wie Rapid oder Salzburg gehörig unter Druck. Wir haben ein Zeichen gesetzt und wollen gegen Salzburg ähnlich couragiert auftreten. Gelingt uns gegen sie ein ähnlich gutes Ergebnis, dann wäre dort mit fünf Punkten nach sechs Runden gewaltig Feuer am Dach. In Wahrheit müssen wir aber nur auf uns schauen. Stimmt die Einstellung so wie im Derby, dann können wir auch Salzburg besiegen.“

 

Vorrang hat aber für ihn und das gesamte Team in den nächsten Tagen natürlich zunächst der ÖFB-Cup. „Wir müssen nicht über die Favoritenrolle streiten, aber gerade solche Matches dürfen nicht unterschätzt werden. Vermutlich wird dort ordentlich Beton angerührt. Gelingt uns ein schnelles Tor in Kapfenberg, würde das die Aufgabe deutlich erleichtern. Wir selbst und jeder Austrianer erwarten von uns den Aufstieg in die nächste Runde und dementsprechend müssen wir in der Steiermark auftreten!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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