07.12.2010, 14:10 Uhr

PETER HLINKA: „MATTERSBURG KEINENFALLS UNTERSCHÄTZEN!“

Peter Hlinka: „Mattersburg keinenfalls unterschätzen!“

Routinier Peter Hlinka ist bei der Wiener Austria in diesem Herbst einer der absoluten Dauerbrenner. Bisher stand der Slowake in jedem Ligaspiel für die Veilchen am Feld, was sonst nur noch Florian Klein und Kapitän Roland Linz gelang. In der letzten Trainingswoche vor der Winterpause reflektiert der Routinier ein wenig über die bisherige Herbstmeisterschaft, lässt das Salzburg-Match Revue passieren und spricht über die letzte Partie in Mattersburg. Sein Resümee zur ersten Saisonhälfte ist gleichzeitig auch ein erster Ausblick auf das Frühjahr: „Es ist bei uns noch einiges mehr drin!“


Wie siehst du die Performance der Austria vergangenes Wochenende in Salzburg im Rückblick?
Über weite Strecken war die die Leistung sehr zufriedenstellend. Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir tollen Fußball gezeigt. Den Zuschauern wurde mit fast dreißig Torschüssen und vielen flüssigen Kombinationen ein wirklich attraktives Spiel geboten. Umso unverständlicher war es für mich, dass nicht einmal 6.000 Fans ins Stadion gekommen sind. Diese Partie hätte sich eine größere Kulisse verdient. Sportlich können wir zufrieden sein, weil sehr spät noch der Ausgleich gelungen ist, wobei wieder einmal sogar noch mehr möglich gewesen wäre.


Hört man hier auch leichte Wehmut durch, wenn man das klare Chancenplus nicht nur in der Mozartstadt hernimmt?
Absolut, weil wir viele Tormöglichkeiten herausspielen und leider nicht immer nützen. Es schmerzt mitunter, wenn man dann am Ende nicht mit den vollen Punkten oder trotz guter Vorstellung sogar mit leeren Händen da steht. Wir wissen diese letzte Effizienz fehlt manchmal noch und wir arbeiten daran. Man darf nie vergessen, dass am Ende die Mannschaft mit den meisten Punkten oben steht und das muss nicht jenes Team sein, das den schönsten Fußball spielt. In diesem Bereich gibt es also noch Aufholpotential. Aufbauen können wir auf Spielen wie in Salzburg trotzdem. Der Spirit ist da, die Stimmung ist gut und wir haben noch ein wichtiges Match vor der Winterpause undbedingt positiv zu bestreiten.


Kommenden Samstag steht das eben angesprochene letzte Spiel in Mattersburg am Programm. Wie siehst du die Ausgangslage?
Mattersburg ist vielleicht angeschlagen, aber meiner Meinung nach gerade zu Hause gefährlich. Ich habe Teile ihrer letzten Partie gegen Wiener Neustadt gesehen. Sie waren sicher nicht das schlechtere Team, sondern es fehlt eher das letzte Quäntchen Glück. Die Mannschaft dort ist intakt und hat mit Leuten wie Stürmer Patrick Bürger, Michael Mörz und einigen bissigen Youngsters Leute, die für jedes Team gefährlich sein können. Trotzdem, wir sollten eher auf uns sehen, unser Spiel durchziehen und den Fokus nicht zu sehr auf den Gegner legen.


Aleksandar Dragovic  hat in Salzburg erstmals in seiner Profikarriere getroffen. Kannst du dich noch an dein erstes Pflichtspieltor erinnern?
Ja, sogar noch ganz genau. Auch bei mir hat es ähnlich wie bei Drago an die sechzig Spiele gedauert. Dann habe ich für meinen Stammverein Tatran Presov in der ersten slowakischen Liga aber gleich das Siegestor erzielt. Es war ein leicht abgefälschter Distanzschuss aus gut 25 Metern und sogar mit links. Die Erleichterung war bei mir damals ähnlich groß, wie bei ihm. Wir haben uns alle unheimlich mit Aleks gefreut.


Wie sieht dein Urlaubsprogramm nach dem letzten Match aus?
Noch denke ich nicht wirklich daran, weil wir in Mattersburg ein enorm wichtiges Spiel zu bestreiten haben. Nächste Woche steht in Schielleiten nahe dem Stubenbergsee gemeinsam mit Szabolcs Safar oder beispielsweise Joachim Standfest noch ein weiterer Teil unserer Trainerausbildung am Programm. Dann werde ich die Feiertage in meiner Heimat der Slowakei verbringen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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