15.03.2010, 10:11 Uhr

PARITS: "FEHLENTSCHEIDUNG IST DURCH NICHTS VERTRETBAR"

Parits: "Fehlentscheidung ist durch nichts vertretbar"

Es kommt keine große Lust auf, die Geburtstagstorte anzuschneiden, obwohl es allen Grund dafür geben würde. Der FK Austria Wien ist mit dem heutigen Tag 99 Jahre jung und fiebert bereits dem runden 100er in einem Jahr entgegen. Happy birthday, Austria Wien! Die Violetten aber sind angeschlagen. Nicht altersbedingt, sondern aufgrund der desaströsen Leistung des Schiedsrichter-Teams beim 0:2 im Derby am Sonntag.

 

Auch AG-Vorstand Thomas Parits ist am Tag nach dem Spiel noch immer sehr verstimmt auf das Team der Unparteiischen. „Diese Fehlentscheidung ist durch nichts vertretbar. Der Assistent kann doch von der Linie aus gar nicht gesehen haben, was sich dreißig Meter weiter drinnen abspielt.“ Selbst Rapid-Verantwortliche sprachen nach der Partie von einem geschenkten Elfmeter, den Referee Gerhard Grobelink erst gepfiffen hatte, als Asisstent Alain Hoxha, der in seiner Jugend bei Rapid spielte und in den letzten drei Derbys im Hanappi-Stadion bei drei verschiedenen Schiedsrichtern (Grobelnik, Stuchlik, Schörgenhofer) an der Linie war, die Fahne gehoben hatte. Er wollte einen Ellbogencheck von Jacek Bak an Mario Konrad gesehen haben.

 

Selbst unter diversen Fußball-Experten und den Pressevertretern war ein Aufschrei der Entrüstung die logische Folge. „Wenn sich der Schiedsrichter, der weiterspielen hätte lassen, von seinem Assistenten overrulen lässt, sagt das schon alles über seine Persönlichkeit aus. So etwas hätte es zu meiner Zeit bei Benkö oder Kappl nie gegeben, die hätten sich nie und nimmer beeinflussen lassen“, so Parits weiter, der auch alle Erklärungsversuche von Hoxha im Nachhinein als indiskutabel erachtet. „Wenn er nach dem TV-Studium der Bilder versucht, seine Entscheidung als richtig hinzustellen, dann tut er mir leid. Es war ein normaler Zweikampf und sonst gar nichts. Wird so etwas immer gepfiffen, haben wir pro Spiel sechs Elfmeter.“

 

Grobelnik entschied dennoch auf Strafstoß, der als Anfang vom Ende der Träume gesehen werden muss. Zum Ausschluss von Milenko Acimovic sagt er: „Ich verstehe die Emotionen, aber als Kapitän sollte er sich auch trotz der krassen Benachteiligung unter Kontrolle haben.“

 

Der Spielmacher wird somit am Sonntag gegen Salzburg ebenso fehlen wie Julian Baumgartlinger, der mit Gelb-Rot nach zwei Fouls vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde. „Wir befinden uns jetzt in keiner angenehmen Situation, aber müssen die Ruhe bewahren und dürfen keine Schuldbekenntnisse machen. Wir sind alle satt, müssen uns nun aber wieder dahingehend aufrappeln, um den so wichtigen dritten Tabellenplatz zurückzuerobern“, meint Parits. Zugleich ist er zu tausend Prozent überzeugt, „dass wir aus dieser Situation wieder rauskommen. Wir müssen die Ausfälle kompensieren, auch wenn einige vielleicht etwas der Form hinterherlaufen.“

 

Weiters habe er eine Mannschaft gesehen, die „gegen Rapid nicht verlieren wollte, keinen Deka schlechter war und durch Diabang oder Sulimani auch zwei Topchancen kurz vor dem Ende hatte“. An diesem Tag hatten wir kein Glück, ebenso wenig wie mit dem überforderten Schiedsrichter-Team.        

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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