19.05.2010, 11:00 Uhr

MARKUS KRAETSCHMER: "DIE AUSTRIA IST ÖSTERREICHS ERFOLGREICHSTES TEAM DES JAHRZEHNTS!"

Markus Kraetschmer: "Die Austria ist Österreichs erfolgreichstes Team des Jahrzehnts!"

Im ersten Teil unserer großen Saisonbilanz mit www.fk-austria.at resümiert Austrias AG-Vorstand  Markus Kraetschmer über eine sportlich sehr erfolgreiche Saison, spricht über seine persönlichen Highlights, die gelungene Transferpolitik und den neuen Weg der Wiener Austria, der auch in Zukunft konsequent fortgesetzt wird.

 

Das Meisterschaftsfinale 2009/10 ist geschlagen, wie fällt ihre sportliche Bilanz aus?

Durchwegs positiv, wir haben mit 75 Zählern einen neuen Punkterekord eingefahren und sind österreichischer Vizemeister. Normalerweise holt man mit solch einer Ausbeute den Titel, dafür hat es am Schluss ganz knapp nicht gereicht. Trotzdem dürfen wir mit dieser Saison mehr als zufrieden sein. Wir haben den Einzug in die Europa League-Gruppenphase geschafft. Die Zielsetzung Europacup-Startplatz wurde auch in dieser Saison bereits vorzeitig erreicht und wir hatten bis zur letzten Runde die Chance auf die Meisterschaft. Wenn man bedenkt, dass uns über weite Strecken der Einser-Sturm Tomas Jun und Rubin Okotie mit schweren Verletzungen ausgefallen ist, Szabolcs Safar das gesamte Frühjahr und auch Robert Almer Teile der Saison nicht dabei sein konnten und dazu noch Kapitän Milenko Acimovic im Schlussviertel verletzt passen musste, ist diese Leistung umso bemerkenswerter. Insofern darf sich die Wiener Austria über eine gelungene Saison freuen, auch weil wir unseren Stadtrivalen auf der Zielgeraden noch einholen konnten und die Nummer eins in Wien sind. Dafür gilt dem gesamten Team und allen Betreuern mein großer Dank.

 

Was waren für sie sportlich gesehen die Highlights dieser Saison?

Mit unseren Europacup-Aufholjagden gegen Novi Sad und Metalurg Donezk Metalurg im Horr-Stadion und der verrückte 5:4-Sieg beim LASK gab es zu Saisonbeginn gleich einige Highlights. Die zwei starken Vorstellungen gegen Werder Bremen in der Europa League-Gruppenphase bleiben für mich genauso unvergessen wie unser sensationelles Saisonfinish. Zwölf Spiele ohne Niederlage, der Derby-Sieg vor zwei Wochen und der sensationelle Auswärtserfolg in Salzburg mit einem Treffer in der Nachspielzeit waren sehr schöne und bewegende Momente in einer starken Saison der Wiener Austria.

 

Gibt es dennoch ein wenig Wehmut, wenn man bedenkt dass die Veilchen nach der Meisterschaft 2005/06 und vier Cup-Erfolgen in Serie dieses Mal keine Trophäe stemmen konnten?

Überhaupt nicht, weil wir uns auch in der letzten Saison toll weiterentwickelt haben und fast alle sportlichen Ziele erreicht haben. Wir wussten, dass dieser Tag einmal kommen muss. Man darf nie vergessen, dass die Wiener Austria mit zwei Meistertiteln, fünf ÖFB-Cup-Siegen und zwei Supercup-Erfolgen die erfolgreichste heimische Mannschaft im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist. Darauf sind wir stolz!

 

Stolz kann man auf die abgelaufene Saison auch sein, wenn man bedenkt, wie viele Leistungsträger erst vor einem Jahr zum Verein gestoßen sind.

Es ist ein großer Verdienst unseres Trainerteams, dass es ihnen so schnell  gelungen ist, aus diesen vielen, sehr talentierten Spielern, eine schlagkräftige Einheit zu formen. Wir sind mit einer Startelf in die Saison gegangen, in der die meisten Positionen neu zu besetzen waren und trotzdem haben sich die Erfolge sehr rasch eingestellt. So gut wie alle Neuzugänge haben voll eingeschlagen. Nicht nur das Leistungspotential stimmt also, sondern auch der Charakter der Mannschaft ist einfach toll. Für die kommende Saison bleibt der Stamm nahezu gleich. Das Gerüst steht und mit einzelnen, punktuellen Verstärkungen werden wir hoffentlich sogar noch stärker. Thomas Parits und ich haben hier in den kommenden Wochen noch einiges vor.

 

Kontinuität wird groß geschrieben, wie sieht es in Zukunft mit der Heranführung eigener Talente an die Kampfmannschaft aus?

Wir bieten den besten heimischen Talenten eine ideale Plattform, um sich sowohl national aber auch international präsentieren zu können. Dieser sehr gute Ruf hat sich mittlerweile herumgesprochen und wir sind froh, beispielsweise mit U21-Teamkapitän Georg Margreitter, ein weiteres österreichisches Top-Talent verpflichtet zu haben. Die Perspektive bei der Austria passt. Schon vergangene Saison haben wir mit Zlatko Junuzovic und Julian Baumgartlinger zwei der besten heimischen Talente verpflichtet, die beide jetzt auch für das Nationalteam zum Einsatz kommen. Wir wollen und werden diesen Weg weiter verfolgen, auch im eigenen Nachwuchs. Aleksandar Dragovic hat fast alle Pflichtspiele in dieser Saison bestritten und ist bei der Austria und beim Nationalteam ein absoluter Fixposten. Markus Suttner ist auf der linken Abwehrseite gesetzt, Marin Leovac macht ihm nach seinem starken Debüt in Bremen und einigen weiteren Talentproben aber schon ordentlich Druck. Tormann Heinz Lindner hat eine sensationelle Frühjahrsmeisterschaft hinter sich und mit Gabor Markus, Alexander Gorgon und Christoph Freitag rücken in diesem Sommer bereits die nächsten Youngsters in den Kader der Kampfmannschaft auf.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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