17.06.2010, 08:41 Uhr

MARKO STANKOVIC: HABE MICH IN ITALIEN AUF ALLEN EBENEN WEITERENTWICKELT!

Marko Stankovic: Habe mich in Italien auf allen Ebenen weiterentwickelt!

Die erste Trainingswoche ist Geschichte und gestern stand bereits das zweite Testspiel gegen Amstetten (3:3) auf dem Programm. Mittendrin ist auch Neuzugang Marko Stankovic, der sich auch nach den wenigen Tagen bei den Veilchen schon fast wie zu Hause fühlt: „Es läuft eigentlich sogar noch besser, als ich mir das vorgestellt habe. Meine Leistungstests haben gezeigt, dass ich vorne dabei bin, das Training macht mir irrsinnigen Spaß, das Team ist auf allen Positionen qualitativ sehr gut aufstellt und die Mannschaft hat mich bestens aufgenommen.“

 

Der größte Unterschied zu seiner lehrreichen Zeit in Italien bei Triest kommt bei ihm wie aus der Pistole geschossen: „In Italien ist die oberste Prämisse, Tore zu verhindern und taktisch defensiv fehlerlos zu arbeiten. Die 1:0-Serie der Austria in der vergangenen Saison wäre in Italien für absolute Perfektion gestanden. Trotzdem bin ich froh, dass hierzulande eher der Offensivfußball  im Vordergrund steht, weil so meine Stärken am besten zum Tragen kommen.“

 

Missen möchte der 24-Jährige seine Auslandserfahrung im Land des regierenden Weltmeisters trotzdem nicht: „In Wahrheit konnte mir nichts besseres passieren. Gerade defensiv hatte ich meine Defizite und hier habe ich deutlich dazugelernt. Dort hast du keine andere Wahl, als auch in die härtesten Zweikämpfe zu gehen und die Zähne zusammen zu beißen, wenn man erfolgreich sein will. Deshalb ist ein robuster Körper enorm wichtig. Auch die Geschwindigkeit ist selbst in der Serie B nicht mit jener in Österreich vergleichbar. Jeder Aktion im Spiel wird fast im vollen Sprint absolviert, was gerade zu Beginn eine große Herausforderung für mich war. Aufgrund all dieser Aspekte waren die Erfahrungen in Triest im Nachhinein gesehen, ungemein wertvoll.“

 

Diese Weiterentwicklung hat der Offensivallrounder auch im intensiven Videostudium verfolgt: „Seit meiner Zeit bei Voitsberg, in Leoben und bei Sturm Graz, habe ich fast alle Spiele von mir in einem Archiv gesammelt. Wenn ich meine ersten Gehversuche oder auch viele Auftritte bei Sturm im Nachhinein betrachte, dann habe ich mich auf allen Ebenen deutlich weiterentwickelt.“ 

 

Auch positionell ist Stankovic, der bei den Grazern zumeist als hängende Spitze agierte, flexibler geworden: „In Italien habe ich fast alles gespielt, vom Verteidiger über das Mittelfeld bis zum Stürmer. Gerade deshalb weiß ich mittlerweile gar nicht mehr, was eigentlich meine Lieblingsposition ist. Ich bin schon gespannt, wo ich bei der Austria schlussendlich landen werde. Mein heißester Tipp ist wohl am Flügel oder hinter den Stürmern.“

 

Mit Peter Hlinka, den der Wahl-Steirer bereits aus seiner Zeit bei Sturm Graz bestens kennt, wurde in den vergangenen Tagen bereits eine erste Erkundungstour durch Wien unternehmen. Von den Lipizzanern in der Hofreitschule bis zum Innenstadt-Bummel war schon einiges dabei. Auch die WM in Südafrika, die dieser Tage in vielen Lokalen, allen voran unser VIOLA PUB, von den Flatscreens flimmert, verfolgt Stankovic gespannt: „Seit dem 1:0-Testspielsieg zwischen Argentinien und Deutschland war ich überzeugt, dass die Gauchos wirklich den Titel holen können. Nach dem ersten Auftritt der Deutschen, die gegen Australien wirklich tollen Fußball geboten haben, sind für mich aktuell diese beiden Teams die Favoriten auf die WM. Gehen meine Tipps auf, dann wird das ein ganz heißes Viertelfinale zwischen diesen beiden Topteams!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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