31.03.2010, 11:30 Uhr

MARIN LEOVAC: "ARBEITE HART FÜR MEINE NÄCHSTEN CHANCE!"

Marin Leovac: "Arbeite hart für meine nächsten Chance!"

Nach dem starken Europa League-Auftritt bei Werder Bremen war Marin Leovac die Entdeckung der Saison aus dem violetten Nachwuchs. Der Youngster spielte die Norddeutschen auf der linken Außenbahn ein ums andere Mal schwindlig und hätte beinahe sogar ein Tor erzielt. Wenige Tage danach lieferte der 21-Jährige bei seinem Meisterschaftsdebüt gegen Sturm Graz ebenfalls eine sehr solide Leistung ab, ehe ihn eine langwierige Schambeinverletzung bis zum Winter zurückwarf.

 

In den vergangenen Wochen arbeitete der junge Kroate, der in der kommenden Saison den österreichischen Pass bekommen wird, hart für weitere Einsätze in der Kampfmannschaft. „Die Probleme in der Leistengegend waren sicher auch dank der Therapie genauso plötzlich weg, wie sie gekommen waren.“ Vor dem Trainingslager in Marbella zog sich die Nachwuchshoffnung dann noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, der gerade in einer entscheidenden Phase vor dem Frühjahr einiges an Substanz kostete. In den vergangenen Wochen tastete sich die violette Nummer 22 behutsam wieder an die Mannschaft heran und lieferte bei einigen Probeläufen in der ADEG-Ersten-Liga wieder die gewohnt starke Leistung ab.

 

Beim bislang letzten Auswärtsmatch der Kampfmannschaft in Ried kam er in der Schlussphase endlich wieder zum Zug. Für den ehrgeizigen Linksaußen ein wichtiges Signal: „Ich nehme jede Chance, die sich mir bietet. Es war schon eine große Erleichterung für mich, weil man als Spieler selbst nur erahnen kann, wie nah man an der Startelf dran ist. Auch wenn es nur einige Minuten waren, kann man doch darauf aufbauen. Ich bin wieder dran und jetzt heißt es, ordentlich zu beißen.“ Bis zum Saisonende gibt es für ihn nur ein Ziel: „Im Training muss ich alles aus mir heraus kitzeln, dann wird sich hoffentlich noch die eine oder andere Möglichkeit für mich ergeben.“

 

Das Zeug für weitere Talentproben hat „Leo“ für Trainer Karl Daxbacher auf alle Fälle: „Bis zum Einsatz in Bremen wusste wir nicht, ob er auf diesem Niveau mithalten kann. In diesem Match hat er uns alle dann sehr positiv überrascht. Für mich ist er jetzt ein wichtiger Kaderspieler, den man auf seiner Position jederzeit bedenkenlos einsetzen kann. Seine Verletzungen haben ihn zwar in dieser Saison sicher etwas zurückgeworfen, aber solche Phase gibt es. Marin muss weiter hart an sich arbeiten, dann ist er definitiv eine ernsthafte Option für mich.“

 

Lernen konnte er in seiner ersten Saison unter Daxbacher einiges: „Abgesehen davon, dass ich körperlich robuster geworden bin, habe ich mich taktisch verbessert. Besonders Milenko Acimovic hilft mir hier auf meiner Seite oft.  Er gibt viele Tipps, wie man richtig steht, wann man attackieren muss und auf was es insgesamt ankommt.“

 

Eine slowenisch-kroatische Connection auf der linken Seite also, die, rein geografisch gesehen, in der Austria-Familie aber sogar noch locker getoppt werden kann. Amateure-Neuzugang Ivica Zunic teilt mit Leovac zumindest noch in dieser Saison nicht nur die kroatische Staatsbürgerschaft, sondern auch den Geburtsort. Beide kommen aus der geschichtsträchtigen bosnischen Königsstadt Jajce und kannten sich bereits vor ihrem gemeinsamen Engagement in Wien: „Er hat mich im Winter nach seinem Wechsel zu den Amateuren gleich angerufen. Wenn ich im Urlaub, so wie unsere viele Verwandten, die während des Krieges nach Schweden, Deutschland und Österreich ausgewandert sind, auf Besuch bei meiner Familie war, haben wir uns oft gesehen.“

 

Marin Leovac ist nach seiner Wiedergenesung bereits weiter als sein Landsmann. Am Ziel sieht sich der Youngster aber noch lange nicht: „Bremen war ein tolles Match, aber das ist Vergangenheit und zählt jetzt nichts mehr. Es liegt an mir, schon bald neue Highlights zu setzen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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