04.09.2010, 12:00 Uhr

MANUEL WALLNER HAT BEI DER AUSTRIA ANGESCHRIEBEN

Manuel Wallner hat bei der Austria angeschrieben

Auch der bittersten Niederlage gibt es bekanntlich positive Aspekte abzugewinnen und wenn man hier die Niederlage gegen Wacker Innsbruck vergangenes Wochenende hernimmt, dann war es zweifellos das respektable Kampfmannschaftsdebüt von Innenverteidiger Manuel Wallner. Nach ziemlich genau einem Jahr in Favoriten durfte sich der Kärntner damit nach vielen Einsätzen bei den Amateuren auch in der Bundesliga seine ersten Sporen verdienen.

 

Ein ganz besonderer Tag also für den 21-Jährigen, auf den er lange, hart und vor allem geduldig hingearbeitet hatte: „Jeder hat in einer Profimannschaft seinen Rucksack zu tragen und so war es auch bei mir. Man reift in solchen Situationen, oder zerbricht. Ich habe mich nie hängen lassen und gewusst, dass der Tag kommen wird. Ich bin dann gleich gut ins Spiel gekommen, habe mein Bestes gegeben. Manuel Ortlechner, für den ich eingesprungen bin, hat mir nach dem Match gratuliert. Sicher habe ich mich, wie die anderen, schrecklich über die Niederlage geärgert, aber dennoch war es für meine weitere Karriere ein ganz wichtiger Tag.“

 

Extra angereist waren kurzfristig auch seine Eltern: „Als ich am Vormittag von meinem Einsatz erfahren und ihnen davon erzählt habe, sind sie kurzerhand ins Auto gesprungen und von Klagenfurt die drei Stunden nach Wien gefahren.“  Nach 65 Partien in der ADEG-Ersten-Liga hat den vierfachen U21-Teamspieler vor allem die Atmosphäre sehr beeindruckt: „Ich habe selbst einfach noch nicht vor solch einer Kulisse gespielt. Man wird dadurch noch einmal gepusht und klar habe ich jetzt Guster auf mehr.“

 

Die Zeit bei der Austria ohne einen Einsatz in der höchsten heimischen Spielklasse hat er jedenfalls keine Sekunde bereut: „Mir war die Situation bewusst, als ich bei der Austria unterschrieben habe. Bei Ried, Kapfenberg oder beispielsweise Mattersburg hätte ich sicher viel öfter gespielt, dazugelernt habe ich hier aber garantiert mehr. Wenn man auf diesem Level mit den vielen Teamspielern tagtäglich arbeitet, profitiert man sehr. Vergangenes Jahr war es vor allem Jacek Bak, der mir sehr viel beigebracht hat. Vor allem beim Stellungsspiel, den öffnenden Pässen und dem Lesen eines Spiels und des gegnerischen Spielers, habe ich einiges von ihm mitnehmen können.“

 

Ein Lehrjahr also, das nun seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Der wichtigste Aspekt für Wallner nach seinem Debüt: „Ähnlich wie bei Marin Leovac im Europacup in Bremen, weiß der Trainer jetzt, dass er ohne Bedenken auf mich bauen kann.“ Nach zwei freien Tagen zu Hause am Wörtersee Anfang der Woche heißt es für Wallner, wie er selbst am besten weiß, weiter dran bleiben: „Ich habe angeschrieben und werde jetzt im Training erst recht 120 Prozent geben, um es dem Trainer so schwierig wie möglich zu machen, an mir vorbeizusehen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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